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Kunstwerke voller Hoffnung

Trauernde Jugendliche übergeben Graffiti an das Hospiz am Quirlsberg

Manche Gefühle lassen sich nur schwer in Worte fassen. Die Trauer um einen geliebten Menschen gehört dazu. Umso berührender ist es, wenn aus dieser Trauer etwas entsteht, das auch anderen Menschen Kraft geben kann. Im Hospiz am Quirlsberg in Bergisch Gladbach haben erneut besondere Kunstwerke ihren Platz gefunden: Graffiti, die von Abschied und Schmerz, aber ebenso von Hoffnung und Lebensmut erzählen. Entstanden sind die Bilder im Rahmen des Graffitiworkshops für trauernde Kinder und Jugendliche des Projekts „Leben mit dem Tod – Trauernde Familien begleiten“.

Überreicht wurden die Kunstwerke von Projektleitung Stephanie Witt-Loers sowie Angelina Winkler, einer jungen Frau, die ihre Schwester durch eine Leukämieerkrankung verloren hat und im Projekt „Leben mit dem Tod“ begleitet wird. Bei der Übergabe berichtete sie, wie sehr es ihr hilft, ihre Trauer mit anderen jungen Menschen zu teilen, die Ähnliches erlebt haben. In der Gemeinschaft erfahre sie Verständnis und Unterstützung – und das Gefühl, mit ihrem Verlust nicht allein zu sein.

Für Monika Meihack, Pflegedienstleitung im Hospiz, haben die Bilder einen besonderen Wert: „Die Graffiti bringen auf eindrucksvolle Weise zum Ausdruck, was Menschen in Zeiten von Abschied und Trauer bewegt. Sie zeigen, dass neben Schmerz auch Hoffnung und Zuversicht ihren Platz haben. Wir freuen uns sehr, dass diese besonderen Kunstwerke unseren Hospizflur bereichern und Menschen begegnen, die Trost und Kraft gut gebrauchen können.“

Im Hospiz am Quirlsberg werden schwerstkranke und sterbende Menschen begleitet. Auch für ihre Angehörigen ist diese Zeit häufig von vielfältigen Gefühlen geprägt. Die Graffiti setzen in diesem Umfeld einen besonderen Akzent. Sie stehen für die Möglichkeit, Schmerz auszudrücken, Erinnerungen zu bewahren und trotz eines schweren Verlustes neue Kraft zu finden.

Auch Trauerbegleiterin Stephanie Witt-Loers weiß, wie wichtig solche Begegnungen für trauernde Menschen sind: „Wenn Trauernde erleben, dass sie mit ihrer Trauer nicht allein sind und ihre Gefühle auf ganz eigene Weise ausdrücken dürfen, kann das unglaublich stärkend sein. Dass die entstandenen Bilder nun im Hospiz hängen und dort vielleicht anderen Menschen Mut machen, ist etwas ganz Besonderes.“

Der Graffitiworkshop, bei dem die Bilder entstanden sind, ist Teil des Projekts „Leben mit dem Tod – Trauernde Familien begleiten“ des DRK-Kreisverbandes Rheinisch-Bergischer Kreis. Gemeinsam mit dem Institut Dellanima unterstützt das Projekt seit 2012 trauernde Kinder, Jugendliche und ihre Familien vor, während und nach dem Tod eines nahestehenden Menschen. Kreative Angebote eröffnen jungen Menschen Möglichkeiten, Gefühle auszudrücken, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und eigene Kraftquellen zu entdecken.