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Vom Garten auf den Teller

Erfolgreiche Ernte in der Flüchtlingsunterkunft Lückerath.

Was im Frühjahr mit dem gemeinsamen Anlegen und Bepflanzen des Hochbeets begann, konnte in den vergangenen Wochen geerntet werden: Im August und September durften sich die Bewohnerinnen und Bewohner der Flüchtlingsunterkunft Lückerath über die ersten Früchte ihrer Arbeit freuen.

Tomaten, Chilis und Zucchini waren über die Sommermonate kräftig gewachsen und konnten nach und nach geerntet werden. Besonders die Kinder waren gespannt auf die Tomaten. Immer wieder wurde nachgeschaut: Ist schon wieder eine rot? Kann sie heute geerntet werden? Bei der großen Zahl an Früchten war dabei manchmal etwas Geduld gefragt – schließlich hingen noch viele grüne Tomaten an den Pflanzen und warteten darauf, langsam ihre Farbe zu wechseln.

Doch rund um das Hochbeet ging es um mehr als ums Pflanzen und Ernten. Es entstanden auch spannende Einblicke in unterschiedliche Arten, Gemüse zuzubereiten und zu verwenden. Eine Bewohnerin zeigte beispielsweise, wie sie aus Zucchiniblättern ein traditionelles Gericht zubereitet. So wurde aus dem Gartenprojekt schnell ein Ort des Austauschs, an dem Erfahrungen und Rezepte geteilt und voneinander gelernt werden konnten.

Hochbeet und Pflanzgefäße entwickelten sich dabei zu kleinen Treffpunkten für Kinder und Erwachsene. Hier wurde gemeinsam beobachtet, gegossen, geerntet, ausprobiert und gestaltet. Das Gartenprojekt verbindet damit ganz nebenbei Natur, Gemeinschaft und Kreativität.

Und nach der ersten erfolgreichen Ernte ist längst noch nicht Schluss: In der kommenden Gartensaison sollen Hochbeet und Pflanzgefäße wieder bepflanzt werden. Vielleicht kommen sogar noch weitere kleine Beete hinzu, die im Rahmen des Kunstprogramms in der Unterkunft von den Kindern und Erwachsenen kreativ gestaltet werden können.

Die erste Ernte ist damit zwar eingefahren – aber im Gartenprojekt der Flüchtlingsunterkunft Lückerath darf auch im nächsten Jahr wieder fleißig gepflanzt, gestaltet, ausprobiert und natürlich geerntet werden.