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Kreative Trauerarbeit

Deckert-Stiftung fördert Projekt „Leben mit dem Tod“ mit 1.500 Euro

Mit einer Spende in Höhe von 1.500 Euro unterstützt die Deckert-Stiftung das Projekt „Leben mit dem Tod – Trauernde Familien begleiten, welches seit 13 Jahren vom DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. in Kooperation mit dem Institut Dellanima angeboten wird. Monatlich werden hier rund 80 Betroffene durch ein multiprofessionelles Team in verschiedenen Trauergruppen sowie in der Einzelbegleitung unterstützt. Finanziert wird das Angebot ausschließlich durch Spenden – für die Teilnehmenden ist es kostenfrei.

Im Rahmen eines persönlichen Termins überreichten der Bergisch Gladbacher Bürgermeister Marcel Kreutz sowie Gerhard Rieg, Vorstand der Deckert Stiftung, jetzt einen symbolischen Scheck an das Projektteam. Projektleiterin Stephanie Witt-Loers nutzte die Gelegenheit, um eindrücklich von den oft schweren Schicksalen der begleiteten Kinder und Jugendlichen zu berichten. Neben dem Verlust eines geliebten Menschen setzen sich viele von ihnen auch intensiv mit den aktuellen globalen Krisen auseinander, was zusätzliche emotionale Belastungen mit sich bringt.

Umso schöner ist es, dass die Deckert-Stiftung ein nun ganz besonderes Angebot möglich macht: In Schmuckworkshops unter der Leitung der Goldschmiedin Verena Heider können betroffene Kinder sowie junge Erwachsene ihre eigenen Erinnerungsstücke – mit persönlichen Gegenständen der Verstorbenen - herstellen. So entsteht ein persönliches Schmuckstück, das als greifbare Verbindung und Erinnerung mit nach Hause genommen werden kann.

Die kreative Arbeit spielt in der Trauerbegleitung eine zentrale Rolle. Gerade Kinder und Jugendliche verfügen oft noch nicht über die sprachlichen Möglichkeiten, um ihre Gefühle vollständig auszudrücken. Kreative Prozesse wie das Gestalten von Schmuck eröffnen ihnen alternative Wege, ihre Trauer sichtbar und begreifbar zu machen.  Durch das aktive Tun entsteht ein Zugang zu inneren Erlebnissen, der entlastend wirkt und die psychische Stabilisierung fördern kann.

„Mit solchen Angeboten schaffen wir Räume, in denen Trauer nicht nur ausgesprochen, sondern auch gestaltet werden kann“, betont Witt-Loers. „Das ist für viele junge Menschen ein entscheidender Schritt auf ihrem individuellen Trauerweg.“