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24.05.2016 - In Paffrath-Hand ist alles für die Ankunft der neuen Bewohner vorbereitet

Flüchtlingsfamilie hilft beim Einrichten der Büroräume.

Nun erstrahlen die Räumlichkeiten des dreistöckigen Gemeinschaftshauses in der Flüchtlingsunterkunft Paffrath-Hand im neuen Glanz.

Ende letzter Woche wurde damit begonnen das Büroinventar zusammen zu bauen. Mit tatkräftiger Unterstützung einer Familie aus der Flüchtlingsunterkunft in Katterbach wurden die Möbel zuerst zusammengeschraubt, um sie dann im nächsten Schritt aufzustellen. Eine absolute Win-Win-Situation für alle Beteiligten, denn so hatte die Familie eine gute Beschäftigung über die paar Tage und war über diese jederzeit dankbar. Den Mitarbeitenden vom DRK wiederum wurde viel Arbeit erspart. Es war schön zu sehen, wie alle davon profitieren konnten. Ein herzlicher Dank geht daher an dieser Stelle an die Familie Rusović. Nicht nur Dank der Arbeit sondern auch durch das gegenseitige gute Miteinander fühlten sich alle Beteiligten sehr wohl.

23.05.2016 - Neues aus der Flüchtlingsunterkunft in Bergisch Gladbach-Sand

Gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohner haben sich die DRK-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Gedanken um die Verschönerung der Flüchtlingsunterkunft in Bergisch Gladbach-Sand gemacht. Viele tolle Ideen sind dabei entstanden, die in der vergangenen Woche sukzessive umgesetzt wurden. So wurde ein neuer Sitz- und Spielbereich geschaffen, der nicht nur dank der liebevollen, von den Kindern gestalteten Dekoration, sehr gut angenommen wird.

Auch im Außenbereich hat sich einiges getan. So verfügt die Unterkunft in Sand nun neuerdings über ein Volleyball-/Badmintonnetz und lädt Jung und Alt zum gemeinsamen Spiel ein.

Für vier Mädchen aus der Unterkunft geht ab heute ein ganz neuer Alltag los. Sie dürfen die Grundschule in Sand besuchen und wurden dafür mit neuen Federmäppchen und Rucksäcken ausgestattet.

19.05.2016 - DRK-Flüchtlingsunterkunft an der Feldstraße empfängt 33 neue Bewohner

Seit Anfang des Jahres wurden der Stadt Bergisch Gladbach keine Flüchtlinge mehr im Rahmen der Erstaufnahme zugewiesen. Dies sollte sich mit dem gestrigen Tag ändern.

Nach vorausgegangener Ankündigung der Bezirksregierung Arnsberg erreichten am gestrigen Vormittag 33 neue Bewohnerinnen und Bewohner die Flüchtlingsunterkunft an der Feldstraße. Die bereits in einer Notunterkunft in Bergheim-Niederaussem registrierten Flüchtlinge stammen zum größten Teil aus Afghanistan; aber auch aus Syrien, Libanon, Iran und Marokko.

Neben den üblichen Routineuntersuchungen und -Impfungen, wird den Neuankömmlingen die Zeit gegeben, sich in den kommenden Tagen in ihrem neuen Umfeld zurecht zu finden. Die DRK-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sozialen Dienstes stehen hierbei unterstützend zur Seite.

12.05.2016 - Flüchtlingsunterkunft an der IGP - Ein erster Eindruck

Schon bald sollen die ersten Flüchtlinge in das neue Containerdorf an der Integrierten Gesamtschule in Paffrath einziehen. Die letzten Bauarbeiten laufen; die ersten Musterzimmer sind bereits eingerichtet.

Auf Einladung der Stadt Bergisch Gladbach nutzten am gestrigen Abend rund 30 Ratsmitglieder die Gelegenheit, die neue Flüchtlingsunterkunft an der Integrierten Gesamtschule in Paffrath zu besichtigen. Ein Team auf städtischen Mitarbeitern, Rotkreuzlern und Vertreter der Flüchtlingsinitiative "Willkommen in Paffrath/Hand" führte die interessierte Gruppe durch die Räumlichkeiten und bot im Anschluss noch die Gelegenheit, um Fragen zu stellen.

Wann genau es los geht, steht zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht fest. Die Stadtverwaltung hält Ende Mai allerdings für realistisch. Rund 150 Personen können in dem neuen Gebäudekomplex ein neues zu Hause finden, welches etwas mehr Privatsphäre bietet, als beispielsweise die Turnhalle an der Schwerfelstraße. Die Zwei-Personen-Zimmer sind rund 15 qm groß; die Familienzimmer fassen die doppelte Größe. Rund 50 Personen teilen sich sechs Kochplätze sowie Dusch- und Sanitäranlagen. Zudem stehen Waschmaschinen und Trockner zur Verfügung, so dass ein weitgehend selbstständiges Leben ermöglicht werden kann.

Im angrenzenden dreistöckigen Container sind zum aktuellen Zeitpunkt Gemeinschaftsräume zum lernen, für die Kinderbetreuung, für Ruhe oder Unterhaltung vorgesehen. Zudem befinden sich die die Büros der DRK-Sozialarbeiter sowie die DRK-Sanitätsstation.

Aber sehen Sie selbst, was hier in den vergangenen Monaten entstanden ist:

11.05.2016 - Zoobesuch

Am Samstag besuchten Flüchtlingsfamilien aus der Kiebitzstraße und Bewohner der Schwerfelstraße in Refrath den Kölner Zoo. Es war ein wunderschöner Ausflug der begleitet wurde durch das Ehrenamtlerteam aus Refrath und dem DRK. Bei sonnigem Wetter wurden alle Tiere bestaunt und deren deutsche Namen geübt. Die Kinder konnten nur durch ein Wiesenpicknick vom Spielplatz getrennt werden. Hierfür hatten alle Teilnehmer leckere Speisen Daheim vorbereitet. Nach dem Picknick wurde der Rundgang mit dem Streichelzoo beendet. Es war ein wirklich schöner und gelungener Ausflug. Ein tierisches Erlebnis für Groß und Klein!

Das DRK bedankt sich ganz herzlich für die Organisation des Zoobesuchs bei den engagierten Ehrenamtlern aus Refrath.

06.05.2016 - Neues aus der Flüchtlingsunterkunft in Dhünn

Für die Flüchtlinge in Wermelskirchen-Dhünn wurde am 26. April das „Café International “ ins Leben gerufen. Durch die freundliche Unterstützung einiger ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer findet die Veranstaltung nun wöchentlich im Gemeindehaus in Dhünn statt. Dieses Angebot findet sowohl bei den Flüchtlingen aus der DRK-Erstaufnahme in Dhünn als auch bei den Dhünner Bewohnern sehr großen Zusprich.  Dort bietet sich die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen bei Spaß und Spiel in einer anregenden, zwanglosen Atmosphäre für alle Altersgruppen. Das "Café International" findet jeweils dienstags in der Zeit von 19.00 Uhr–21.00 Uhr.

Darüber hinaus können seit dem 25. April vier Kinder des Flüchtlingsunterkunft in Dhünn täglich zwei Stunden lang am regulären Unterricht der GGS Dhünn teilnehmen.  Für die Familien ist dies ein wichtiger Fortschritt und die Kinder haben so die Möglicheit, schnell die Deutsche Sprache zu erlernen. Das DRK dankt der Grundschule für diese Möglichkeit!

05.05.2016 - Rheinisch-Bergischer Kreis schließt Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Rösrath-Venauen zum 30. Juni

Der Rheinisch-Bergische Kreis schließt seine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Rösrath-Venauen. Die Turnhalle der Martin-Luther-King-Schule steht noch bis zum 30. Juni zur Verfügung, dann beginnt der Rückbau. Das wurde in Gesprächen mit der Bezirksregierung festgelegt. Nach den Sommerferien können die Schule und die Sportvereine die Halle dann wieder nutzen. Grund für die Schließung ist die deutlich gesunkene Anzahl von Flüchtlingen, die in Deutschland ankommen, und der Aufbau von Kapazitäten zur Erstaufnahme durch das Land Nordrhein-Westfalen.

"Ohne die großartige Unterstützung der Stadt Rösrath und des Deutschen Roten Kreuzes hätte der Aufbau und Betrieb der Erstaufnahmeeinrichtung nicht so gut funktioniert", zieht Kreisdirektor Dr. Erik Werdel ein erstes positives Fazit. Aber auch die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer und viele weitere Beteiligte haben nach seiner Ansicht entscheidend zum reibungslosen Ablauf beigetragen. "Mein besonderer Dank gilt den Anwohnern, die die Einrichtung und ihre Bewohner stets wohlwollend begleiteten", ergänzt Dr. Erik Werdel.

Derzeit sind in der Erstaufnahmeeinrichtung Venauen 85 Menschen untergebracht. In Betrieb ging die Unterkunft am 19. September 2015. Schon drei Tage später erfolgte die erste Belegung mit 83 Flüchtlingen. Insgesamt fanden 366 Menschen in der Halle Venauen bis heute eine erste Unterkunft in Deutschland.

Mit der Halle in Venauen sind derzeit noch acht Erstaufnahmeeinrichtungen im Rheinisch-Bergischen Kreis in Betrieb. Fünf Unterkünfte wurden bereits geschlossen.

(Offizielle Pressemitteilung des Rheinisch-Bergischen Kreises vom 04.05.2016)

26.04.2016 - Refrather Flüchtlinge nehmen erfolgreich am Kirschblütenlauf teil

Laute Anfeuerungsrufe begleiteten die Teilnehmer bis ins Ziel.

Initiiert und begleitet von einigen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, nahmen die sportbegeisterten Flüchtlinge aus Refrath am diesjährigen Kirschblütenlauf teil. Die Bewohner aus der Schwerfelstraße, der Taubenstraße und der Kiebitzstraße waren super drauf, haben sich gegenseitig angefeuert und hatten riesigen Spaß. Die selbstgebastelten Plakaten gaben noch einmal zusätzliche MOtivtion und sorgten dafür, dass alle Teilnehmer das Ziel erreichten. Für zwei Kinder aus der Kiebitzstraße bot der Tag noch eine ganz besondere Überraschung. Für ihre hervorragende Leistung wurden die mit einem Pokal belohnt.

26.04.2016 - Weihbischoff Ansgar Puff besucht Flüchtlingsunterkunft in Refrath

Nachdem Weihbischoff Ansgar Puff im März bereits die DRK-Flüchtlingsunterkunft in Kürten-Biesfeld besucht hatte, war er nun zu Gast in der Flüchtlingsunterkunft an der Kiebitzstraße in Bergisch Gladbach.

Weihbischof Ansgar Puff besuchte am Freitag die DRK-Flüchtlingsunterkunft in der Kiebitzstraße. Die Bewohner und eine DRK-Mitarbeiterin empfingen den Weihbischof sehr freundlich bei Kaffee und Kuchen und luden ihn ein, die Räume der Einrichtung zu besichtigen. Gerne nahm der Weihbischof die Einladung an und er sprach mit den Familien über ihr Leben in ihren Herkunftsländern sowie über ihre Flucht nach Deutschland, ebenso von den nicht ganz einfachen momentanen Lebensbedingungen als Alsylsuchende, und wie eine sinnvolle Integration in Deutschland gelingen könnte.

Die Bewohner und das DKR-Team der Kiebitzstrasse freuten sich über die schöne und gelungene Begegnung und bedankten sich beim Weihbischof für seinen Besuch

26.04.2016 - Schülerinnen und Schüler der GGS Katterbach basteln für die benachbarte Flüchtlingsunterkunft / DRK freut sich über gute Zusammenarbeit

"Das ist hier so, als hätte man ein winziges Zimmer und alle leben immer zusammen. Dagegen wohnen wir ja in riesigen Häusern", findet die achtjährige Lisa und guckt sich bei ihrem ersten Besuch in der Flüchtlingsunterkunft in Bergisch Gladbach-Katterbach staunend um. Um es den Bewohnern dort etwas wohnlicher zu machen, haben die Kinder der benachbarten Gemeinschaftsgrundschule Katterbach fleißig Frühlingsdekoration gebastelt und diese persönlich vorbeigebracht. Nun hängen die Erst- und Zweitklässler und ihre Lehrerinnen gemeinsam mit Flüchtlingen und DRK-Mitarbeitern die bunten Klebebilder und geschmückten Zweige in der großen Aufenthaltshalle auf, die gleich viel freundlicher aussieht.

Die Idee zu dieser Aktion hatten die Schülerinnen und Schüler selbst, und es ist nicht das erste Mal, dass sich die GGS Katterbach für die Flüchtlinge engagiert. "Das reicht von der Kuchenspende bis zu kostenlosen Eintrittskarten für die Bildungsmesse didacta, die die Schulleitung für uns organisieren konnte. Aktuell freuen wir uns darüber, dass wir den Verkehrsübungsplatz der Schule mitbenutzen dürfen", so DRK-Mitarbeiterin Katrin Preuß, die sich als pädagogische Fachkraft um den Bildungsbereich kümmert. Sie und ihre Kollegen sind dankbar für die konstruktive Unterstützung: "Wir sind auf die Zusammenarbeit angewiesen, um den Kindern einen erfolgreichen Schulbesuch zu sichern und ihre Integration voranzutreiben. Doch dass diese Zusammenarbeit so fantastisch funktioniert, ist sicherlich nicht selbstverständlich."

Insgesamt besuchen 15 Flüchtlingskinder die GGS Katterbach, vier von ihnen leben in der Flüchtlingsunterkunft, die nur durch einen Zaun von der Schule getrennt ist. Für Schulleiterin Heike Bahr-Müller und ihr Kollegium ist eine gute Kooperation deshalb selbstverständlich. "Ich möchte, dass die Kinder ein normales Miteinander entwickeln, ohne dass viel darüber geredet wird. Grundsätzlich gehen die Kinder ja mit der Situation auch ganz offen um, und es gibt kleine Freundschaften", betont sie. Damit Probleme gar nicht erst entstehen können, trifft sie sich alle zwei Wochen mit Katrin Preuß und Einrichtungsleiter Matthias Burghardt. Dann werden Informationen ausgetauscht, Absprachen getroffen. "Generell finden wir immer eine Lösung", sind sich die drei einig.

In der Flüchtlingsunterkunft Katterbach kümmert sich der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. im Auftrag der Stadt Bergisch Gladbach derzeit um die Versorgung von 201 Menschen aus 24 Nationen. Die meisten stammen aus Syrien; 23 von ihnen sind minderjährig.

19.04.2016 - Flüchtlinge aus der Feldstraße zeigen eigenes Stück im THEAS Theater

"Leib ohne Seele" heißt ein Bewegungstheaterstück mit Bewohnern aus der Flüchtlingsunterkunft in der Feldstraße, das in der kommenden Woche im THEAS Theater zu sehen sein wird. Das Stück haben die Darsteller aus unterschiedlichen Ländern gemeinsam mit DRK-Mitarbeiter Hana Mamdoh Shaker Abdelmalak erarbeitet.

Die Vorstellungen finden am 27. und 30. April, jeweils um 20.00 Uhr, statt.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht. Kartentelefon: 02202-92 76 50 15

In der Erstaufnahmeeinrichtung Feldstraße leben aktuell 98 aus 13 Ländern, um deren Versorgung sich das DRK im Auftrag der Stadt Bergisch Gladbach und des Landes kümmert.

Leib ohne Seele

Warum flüchten die Menschen? Wie kann man von Tod zu Tod flüchten? Wenn jemand eine zweite Chance für ein neues Leben hat, was erwartet dann die Welt von ihm? Das erzählt das Ramad-Ensemble ohne Worte in seinem Bewegungstheaterstück "Leib ohne Seele". Das Ensemble ist eine Gruppe von Flüchtlingen aus verschiedenen Ländern, die sich erst in Bergisch Gladbach getroffen und zusammen an einem Stück gearbeitet haben. Außerdem zeigt es mit einer Fotodokumentation die Geschichte der Flucht nach Deutschland. Darsteller, Musik, Bühnenbild, Regieassistenz und Regie: Ramad-Ensemble

(Info-Text des THEAS Theaters)

18.04.2016 - Ein Dankeschön für die Refrather Bürgerinnen und Bürgern

Flüchtlinge aus den Refrather Unterkünften beteiligten sich am stadtweiten Putztag in Bergisch Gladbach.

Mit der Unterstützung zahlreicher ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer beteiligten sich rund 20 Bewohnerinnen und Bewohner der DRK-Flüchtlingsunterkünfte in Refrath am stadtweiten Putztag. Ausgestattet mit orangenen Warnwesten, Handschuhen, Müllsäcken und Zangen machte sich die Gruppe an die Arbeit: Rund um die Flüchtlingsunterkünfte wurden Straßen, Bürgersteige, Beete und Spielplätze von Müll und Unrat befreit. Bei bestem Wetter ähnelte das "Reinemachen" schon fast einem gemütlichen Wochenendausflug,´an dem Jung und Alt mit Spaß teilnahmen.

Ein besonderer Dank gilt hierbei den ehrenamtlichen Helfern, die sich sowohl am Tag selber als auch im Vorfeld um die Organisation gekümmert hatten.

15.04.2016 - DRK bittet für Flüchtlinge um Schuh- und Kleiderspenden für die warme Jahreszeit

Der Frühling ist da, der Sommer steht vor der Tür. Zur Unterstützung der Flüchtlinge bittet der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. deshalb dringend um Kleidungs- und Schuhspenden für die warme Jahreszeit. Vor allem gesucht wird gut erhaltene Kleidung für Erwachsene. Dazu gehören leichte Sommerjacken und Pullover, T-Shirts und Tops, dünne lange Hosen, Sportschuhe und Sandalen für Männer und Frauen.

Aktuell kümmert sich der DRK-Kreisverband im Auftrag des Rheinisch-Bergischen Kreises und der Kommunen um 784 Flüchtlinge in elf Unterkünften, 483 von ihnen leben in Bergisch Gladbach.

Die genannten Sachspenden können immer werktags in der Zeit von 15-17 Uhr an der Jakobstraße 101 in 51465 Bergisch Gladbach abgegeben werden.

Service-Hotline "Flüchtlingshilfe, Tel: 02202-2365281

E-Mail: fluechtlingshilfe[at]rhein-berg.drk[dot]de

Spendenkonto Flüchtlingshilfe

Kreissparkasse Köln
DE62 3705 0299 0311 5706 69

05.04.2016 - Time to say goodbye

Bewohnerinnen und Bewohner der Flüchtlingsunterkunft in Kürten-Biesfeld feiern gemeinsam Abschied. Am Mittwoch ist Abreise.

Am gestrigen Montag fand in der Flüchtlingsunterkunft in Kürten-Biesfeld eine Abschiedsfeier statt. Da die Gruppe am Mittwoch abreisen wird, wurde mit einem gemeinsamen Grilltag der fast 10-wöchige Aufenthalt der Flüchtlinge in Biesfeld abgerundet. Große Verdienste auf das Gelingen der Veranstaltung kommen auch der Küche zu Gute, die nicht nur das Grillfleisch bereitgestellt hat, sondern auch verschiedene Salate zubereitet hatte. Für die passende Atmosphäre sorgte zusätzlich eine große Musikbox, aus dessen großen Lautsprechern über den Nachmittag Musik abgespielt wurde, auch in den Landessprachen der Bewohner, bei welcher kräftig mitgetanzt wurde.

Im Nachmittagsprogramm waren zudem Übungen aus dem Bereich der Erlebnispädagogik vorgesehen. So bestand eine der Aufgaben darin, einen Ball mit Hilfe von Seilen zu transportieren. Der Ball lag dabei auf einem Ring, an welchem die Schnüre befestigt waren. Da einigen Teammitgliedern die Augen verbunden wurden, mussten sie sich auf die Anweisungen der sehenden Teammitglieder verlassen. Nur durch exakte Absprache und gute Koordination konnte es gelingen den Ball so zu transportieren, ohne dass dieser zu Boden fällt, denn in dem Fall wurde die Übung vom Anfangspunkt so lange wiederholt bis ein fehlerfreier Balltransport erzielt wurde.

Lernziele waren u.a. die Förderung der verbalen Kommunikation (Teamfähigkeit), des Vertrauensaufbaus (bspw. durch Unterstützung der „blinden“ Teammitglieder), der Problemlösungskompetenz oder der Planung des gemeinsamen Vorgehens.

Mit dem Lied „Time to say Goodbye“ wurde am späten Nachmittag die Abschiedsfeier musikalisch abgeschlossen. 

21.03.2016 - Einstimmen auf Ostern

Das Team der Flüchtlingsunterkunft in Kürten-Biesfeld bereitet sich gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern auf das Osterfest vor.

In der Flüchtlingsunterkunft in Kürten-Biesfeld laufen die Vorbereitungen für die Osterzeit auf Hochtouren. Die Osternester sind bereits gefüllt und das Zelt liebevoll dekoriert. Die Nester werden dann am Ostersonntag versteckt und von den Kindern gesucht.

An dieser Stelle wünscht das gesamte Team aus der Flüchtlingsunterkunft in Kürten-Biesfeld schon jetzt allen Leserinnen und Lesern fröhliche Ostern.

18.03.2016 - Land NRW gibt Erstaufnahmeeinrichtungen in Bergisch Gladbach Ende Juni auf

Die Bezirksregierung Köln hat mit Schreiben vom 14. März 2016 an Bürgermeister Lutz Urbach mitgeteilt, dass die Erstaufnahmeeinrichtungen in Sand und Heidkamp mit insgesamt 340 Plätzen zum 30. Juni 2016 aufgegeben werden. Das hat das Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein Westfalen mit der Bezirksregierung Köln abgestimmt.

Den Termin 30. Juni 2016 hatte die Stadtverwaltung als Wunschtermin angegeben. Die Bezirksregierung Arnsberg, die für die Belegung der Notunterkünfte zuständig ist, hat die Aufgabe, die Unterkünfte termingerecht leerzuziehen. Bürgermeister Lutz Urbach, Fachbereichsleiterin Beate Schlich, zuständig für Soziales, sowie Sport- und Schul-Fachbereichsleiter Dettlef Rockenberg begrüßen diese Nachricht.

Damit endet nach fast einem Jahr die Amtshilfe der Stadt Bergisch Gladbach für das Land NRW. Zum 24. Juli 2015 war in der Turnhalle Sand die Erstaufnahmeeinrichtung erstmals in Betrieb gegangen.

"Wir haben insbesondere von den Sportvereinen in den letzten Wochen und Monaten das deutliche Signal erhalten, dass die Turnhallen wieder zur Verfügung stehen sollen", betont Dettlef Rockenberg. Viele Vereine, die durch die Belegung der Hallen auf die Nutzung verzichten mussten, beklagen auch den Rückgang von Mitgliederzahlen.

Die Verwaltung plant nun, zumindest die Turnhalle in Sand möglichst schnell wieder dem Schul- und Vereinssport verfügbar zu machen. Auch die Turnhalle Schwerfelstraße soll in Anbetracht der derzeitigen geringen Zuweisungszahlen schnellstmöglich freigezogen werden, damit dort wieder Schul- und Vereinssport stattfinden kann.

"Wir sind dem Betreiber Deutsches Rotes Kreuz sehr dankbar, dass wir in den zurückliegenden Monaten die neue Aufgabe Erstaufnahme gemeinsam gemeistert haben", erklärt Beate Schlich als zuständige Fachbereichsleiterin Soziales.

"Uns allen ist der 24. Juli 2015 noch in Erinnerung, als wir mit 32 Stunden Vorlauf diese Unterkunft geschaffen haben", betont Bürgermeister Lutz Urbach. "Keinem war bewusst, dass es der Beginn einer noch intensiveren Zuflucht nach Deutschland war. Aber das Wohl der Menschen, die zu uns kamen, war uns sehr wichtig. Daher haben alle Akteure optimale Arbeit geleistet."

"Gerne hätten wir den Menschen in den Erstaufnahmen dauerhaft ein neues Zuhause in Bergisch Gladbach geboten. Eine entsprechende Petition hatte aber keinen Erfolg", resümiert Lutz Urbach die turbulente Zeit im Sommer 2015.

Ungewiss ist noch, wie in Zukunft die Dreifachturnhalle in der Feldstraße genutzt wird.
"Die 340 Plätze, die in den Erstaufnahmeeinrichtungen geschaffen wurden, gehören zu unserer aktuellen Zuweisungsquote", erläutert Beate Schlich. "Wir müssen also davon ausgehen, dass die gleiche Zahl an Personen nach und nach im Zuge der Regelzuweisung nach Bergisch Gladbach kommt."

Daher wird die Verwaltung abwarten, wie sich die Zuweisungszahlen in den kommenden Monaten entwickeln. Ein vorschneller Rückbau der Sporthalle wird angesichts der unkalkulierbaren zukünftigen Zuweisungszahlen und auch wegen des großen baulichen Aufwandes derzeit nicht befürwortet.

(Pressemitteilung der Stadt Bergisch Gladbach vom 17. März) 

17.03.2016 - Hoch zu Ross in Kürten-Biesfeld: Flüchtlingskinder hatten tierisch viel Spaß

Zwei Mal in diesem Winter konnten Kinder in der vom DRK betriebenen Flüchtlingsunterkunft in Kürten-Biesfeld bereits einen Nachmittag zusammen mit Pferden verbringen. Möglich war dies dank eines Mitarbeiters, der seine Pferde mit auf das Gelände gebracht hatte. Begeistert ließen sich die Kinder hoch zu Ross herumführen oder streichelten kleinere Tiere, auf denen man nicht reiten konnte. „Die Aktion war eine gelungene Abwechslung, bei der wir alle viel Spaß hatten“, erzählt DRK-Einrichtungsleiter Luka Valjan. „Doch auch wenn das Vergnügen im Vordergrund stand, ging es bei den Aktionen auch um Selbstüberwindung und Steigerung des Selbstvertrauens. Es war schön zu sehen, wie stolz die Kinder im Sattel saßen.“

 

In der Erstaufnahmeeinrichtung in Kürten-Biesfeld kümmert sich der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. derzeit um die Versorgung von 52 überwiegend afghanischen Flüchtlingen, unter denen sich zahlreiche Minderjährige befinden.

15.03.2016 - Weihbischoff Ansgar Puff besucht die Flüchtlingsunterkunft in Kürten

Ein strammes Programm hatte Weihbischoff Ansgar Puff heute bei seinem Besuch in Kürten. Hierbei war  auch ein Besuch der Flüchtlingsunterkunft in Biesfeld eingeplant, bei der er sich über die Arbeit vor Ort informierte. Begleitet wurde er dabei von Dechant Harald Fischer und einem Sozialarbeiter der Gemeinde Kürten. 45 Minuten lang wurde mit den DRK-Mitarbeitern über die aktuelle Situation gesprochen und über mögliche Ideen für die Zukunft nachgedacht.

Das DRK dankt Herrn Ansgar Puff für sein Interesse an der Flüchtlingsarbeit und den angenehmen Vormittag.

15.03.2016 - CDU-Landtagsabgeordneter Holger Müller zu Gast in Katterbach

Großes Interesse an der Flüchtlingssituation in Bergisch Gladbach zeigte jetzt Holger Müller. Bei seinem Besuch in der Flüchtlingsunterkunft in Bergisch Gladbach-Katterbach informierte er sich über die Unterbringung der Flüchtlinge, die alltägliche Arbeit der Rotkreuzler und die aktuellen Entwicklungen. Im Gespräch fanden aber auch gesamtgesellschaftliche Themen sowie die allgemeine Flüchtlingssituation Raum und wurden umfangreich besprochen.

15.03.2016 - Alles Gute zum kurdischen Muttertag! Junge Männer aus der Flüchtlingsunterkunft Katterbach gratulierten mit einer Tanzvorführung

Damit hatten die Frauen in der Flüchtlingsunterkunft Katterbach nicht gerechnet: Zum kurdischen Muttertag wurden sie gestern von einer Gruppe junger Kurden mit einer Tanzvorführung überrascht. Die Männer hatten ihren Auftritt im Aufenthaltszelt der Sammelunterkunft im Geheimen geprobt, sich für ihren Auftritt extra schick gemacht und tanzten dann - nicht nur zur Freude der anwesenden Mütter - rund eine halbe Stunde lang auf.

DRK-Einrichtungsleiter Matthias Burghardt: "Eine tolle Überraschung, die uns allen viel Spaß gemacht hat. Und weil auch andere Männer gerne tanzen würden, überlegt unser Team nun sogar, ein Volkstanzangebot für sie ins Leben zu rufen."

In der Regelunterkunft in Bergisch Gladbach-Katterbach kümmert sich der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. um die Versorgung von derzeit 237 Flüchtlingen aus 23 Nationen. Die meisten von ihnen sind männlich.

14.03.2016 - Flüchtlingsunterkunft in Katterbach freut sich über Spenden

Die CAP-Märkte in Bergisch Gladbach sind Integrationsbetriebe und haben eine "Spendentüten-Aktion" ins Leben gerufen. Unter dem Motto "Von mir! Für Dich! Gemeinsam Mensch sein" werden lokale soziale Projekte unterstützt.

Im Rahmen der gerade beendeten Aktion des Monats Februar, die in Zusammenarbeit mit dem "Himmel-un-Ääd-Begegnungs-Café" in Schildgen durchgeführt wurde, konnten in den letzten drei Wochen im CAP-Markt in Paffrath und im Himmel-und-Ääd-Begegnungscafé solche Tüten erworben werden. Sie sind gefüllt mit dem "Nötigsten": Körperpflegemittel, Hygieneartikel, haltbare Grundnahrungsmittel, Reinigungsutensilien - und, damit auch die Jüngsten etwas davon haben, als Dreingabe etwas Schokolade und "Süßes". Himmel-un-Ääd unterstützt mit dem Ergebnis dieser Aktion die Flüchtlingsarbeit in Schildgen und Katterbach sowie andere hier lebende bedürftige Menschen.

Am Donnerstag übergaben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des CAP-Marktes nun die Tüten an die Vertreterinnen und Vertreter der Flüchtlingshilfe: Für den DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. nahm der Einrichtungsleiter der Flüchtlingsunterkunft Katterbach, Matthias Burghardt, die Spenden dankend entgegen. Darüber hinaus konnten sich die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der ökumenischen Flüchtlingsinitiative "Willkommen in Schildgen" freuen, die sich sowohl um die Flüchtlinge in Haus Pohle sowie weitere FLüchtlinge in eigenen Wohnungen kümmern.

Willi Mehl, Leiter des CAP-Marktes Paffrath und Achim Rieks aus dem Himmel-und-Ääd Vorstand freuen sich über die große Spendenbereitschaft: "Solch ein tolles Ergebnis von 214 verkauften Tüten hat unsere Erwartungen weit übertroffen".

11.03.2016 - OGS-Kinder der Katholischen Grundschule Bensberg spenden Schulmaterial für Kinder der Flüchtlingsunterkunft Katterbach

Eine große Kiste mit Schulmaterial spendeten die Kinder der Offenen Ganztagsschule der Katholischen Grundschule Bensberg für Flüchtlingskinder. Die Hefte, Blöcke, Mappen, Spitzer, Klebestifte, Tuschkästen und alles, was man sonst für einen gelungenen Schulstart braucht, kommen den Kindern und Jugendlichen der Regelunterkunft Katterbach zugute, die vom DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. betrieben wird.

Die Bensberger Kinder hatten die Schulmaterialien nach Rücksprache mit dem DRK-Team besorgt, nachdem sie auf dem Weihnachtsbasar ihrer OGS Selbstgebasteltes und -gebackenes für den guten Zweck verkauft hatten.

DRK-Mitarbeiterin Katrin Preuß, die sich als pädagogische Fachkraft um die Schulkinder in Katterbach kümmert, freut sich: "Die Materialien können wir sehr gut für die Ausstattung unserer Kinder gebrauchen, die oft schon wenige Tage nach ihrer Ankunft hier eingeschult werden. Die Kinder freuen sich unwahrscheinlich auf die Schule, und es ist schön, wenn sie dann wenigstens ein Mäppchen haben wie alle anderen Schulkinder auch und so direkt dazugehören."

11.03.2016 - Federmäppchen und Schokolade für Flüchtlingskinder - Schülern der Friedrich-Fröbel-Schule macht Teilen Freude

Copyright: Rheinisch-Bergischer Kreis

Teilen macht Freude. Dies war beim Besuch einiger Schüler der Friedrich-Fröbel-Schule in der Flüchtlingsunterkunft Katterbach deutlich spürbar, bei dem sie der pädagogischen Fachkraft des DRK, Katrin Preuß, prall gefüllte Federmäppchen im Wert von 400 Euro überreichen konnten. "Ich bin begeistert, wie toll ihr Euch mit dieser Aktion für die Flüchtlingskinder einsetzt. Sie werden sich sehr darüber freuen", bedankte sich Katrin Preuß bei den Schülern sowie den begleitenden Lehrern Karen Oßwald und Peter Nielsen. 

Die Oberstufenschüler der Friedrich Fröbel-Schule, einer Förderschule des Rheinisch-Bergischen Kreises für Geistige Entwicklung, hatten sich im Rahmen eines Unterrichtsprojekts mit der Flüchtlingssituation auseinandergesetzt und daraufhin beschlossen, an die in Katterbach lebenden Flüchtlingskinder den Erlös der Einnahmen aus ihrem Weihnachtsmarktstand zu spenden. Auch die Schüler der Berufspraxisstufe haben sich dem Projekt angeschlossen, sodass am Ende der hohe Betrag von 400 Euro zusammenkam. Nach Ansicht der Schüler der Friedrich-Fröbel-Schule braucht man für einen gelungenen Schulstart Federmäppchen mit Stiften - und natürlich Schokolade. Und so wurde jedes der rund 35 Mäppchen neben den Schreibutensilien auch mit einem Schokoriegel bestückt. Je nach Bedarf werden die Mäppchen jetzt an die neuen Schulkinder unter den Flüchtlingen verteilt. "Dieses Projekt kommt nicht nur den Flüchtlingskinder zu Gute, sondern war auch für unsere Jugendlichen etwas ganz Besonderes: von der Idee, über den Einkauf der Schreibwaren und das Einpacken bis hin zum heutigen Besuch", freuten sich die beiden Lehrer.

Bei ihrem Besuch nutzten die Schüler die Gelegenheit, viele Fragen zu den Kindern in Katterbach zu stellen. Wie sie heißen, wie alt sie sind, woher sie kommen und welche Sprache sie sprechen, wollten die Jugendlichen wissen. "Derzeit leben rund 26 Kinder und Jugendliche aus vielen unterschiedlichen Ländern hier", beantwortete Matthias Burghardt, DRK-Leiter der Flüchtlingsunterkunft, alle Fragen der wissbegierigen Schüler. Und so gab es am Ende strahlende Gesichter auf allen Seiten.

(Presseinformation des Rheinisch-Bergischen Kreises vom 9. März)

08.03.2016 - Flüchtlingsunterkunft an der Schubertstraße wieder belegt

Nachdem die Flüchtlingsunterkunft an der Schubertstraße die vergangenen fünf Wochen leer stand, wurden der Stadt Wermelskirchen am Freitag 46 neue Flüchtlinge im Rahmen der Erstaufnahme zugeteilt. Gegen 17.40 Uhr erreichte der Bus aus der zentralen Unterbringungseinheit das DRK-Katastrophenschutz-Zentrum in Bergisch Gladbach. Dort wartete bereits ein Team aus ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie Ärzten, um die Neuankömmlinge zu untersuchen, registrieren und mit einer warmen Mahlzeit zu versorgen. Unterstützt wurden sie dabei von zwei englischsprechenden Syrern aus den Bergisch Gladbach Unterkünften, die sich spontan bereit erklärt hatten, an dem Abend als Dolmetscher aufzuhelfen.

Nach dem Abschluss der Registrierung und Untersuchung ging es für die Gruppe weiter nach Wermelskirchen, wo ihnen durch die hauptamtlichen DRK-Kräfte in der Schuberthalle die Unterkunft gezeigt und die Betten zugeteilt wurden.

Unter den 46 Personen, die hauptsächlich aus Syrien stammen, befinden sich 15 Kinder.

03.03.2016 - DRK denkt an die Umwelt: Flüchtlingsunterkunft Schwerfelstraße in Refrath verabschiedet sich vom Plastikgeschirr

Bergisch Gladbach - Seit gestern können die Flüchtlinge in der DRK-Regelunterkunft Schwerfelstraße in Refrath endlich von Keramikgeschirr und mit richtigem Besteck essen. Möglich wurde dies durch die Installation einer Industriespülmaschine im abgetrennten Küchenbereich der Sammelunterkunft, die sich in der umgebauten Turnhalle der Katholischen Grundschule befindet. Bisher wurden Frühstück, Mittag- und Abendessen, die aus der DRK-eigenen Küche stammen, auf Wegwerfgeschirr aus Plastik ausgegeben. "Wir freuen uns sehr, dass dies nun Vergangenheit ist und wir diese umweltbewusste Lösung umsetzen konnten", erklärt Francisco Mirallas, DRK-Einrichtungsleiter. "Auch die Flüchtlinge begrüßen die Umstellung, die für sie ein Stück Normalität und mehr Lebensqualität bedeutet."

Warum der Einsatz von richtigem Geschirr erst jetzt möglich wurde, erklärt DRK-Küchenchef Christian Krabsch: "Industriespülmaschinen wie das neue Gerät in der Schwerfelstraße haben Lieferzeiten von mehreren Wochen. Dafür dauert ein Spülgang dann aber auch nur zwei Minuten und ein Abtrocknen des Geschirrs ist nicht erforderlich, was angesichts des mangelnden Platzes hier wichtig ist. Außerdem ist sichergestellt, dass alle gesetzlichen Hygienevorschriften, die es für Einrichtungen wie diese gibt, eingehalten werden." Ausdrücklich lobt Christian Krabsch die Zusammenarbeit mit der Stadt, die sich in den letzten Wochen um die erforderlichen Installationsarbeiten für Strom und Wasser gekümmert hatte.

Seit Mitte Oktober dient die Turnhalle in der Schwerfelstraße als Regelunterkunft, die vom DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. im Auftrag der Stadt Bergisch Gladbach betrieben wird. Derzeit leben dort 51 Menschen aus zehn Nationen, die meisten von ihnen kommen aus Syrien.

22.02.2016 - Infoveranstaltung zur neuen Flüchtlingsunterkunft in Lückerath

Bürgermeister Lutz Urbach und die Kolleginnen und Kollegen aus den zuständigen Fachbereichen 5 (Jugend & Soziales) und 8 (Hochbau) informieren am Donnerstag,

10. März 2016, ab 18 Uhr im Foyer des Otto-Hahn-Schulzentrums über den geplanten Standort für die Unterbringung von schutzsuchenden Menschen im Stadtteil Lückerath. Die Veranstaltung moderiert der Journalist Georg Watzlawek.

Am heutigen Freitag (19.02.2016) wurden die Anwohnerinnen und Anwohner in Lückerath und Umgebung per Hauswurfsendung zu der Veranstaltung eingeladen. Das Anschreiben hängt dieser Presseinformation bei.

Bürgermeister Lutz Urbach erläutert darin, dass an dem Standort auf dem ehemaligen Carpark-Gelände der belgischen Streitkräfte bis zu 300 Menschen leben werden. Die ursprüngliche Planung von bis zu 500 Personen hat die Stadtverwaltung nach Gesprächen mit den Eigentümern sowie Bürgerinnen und Bürgern noch einmal überdacht.

Eine erste Informationsveranstaltung war bereits für Anfang Januar geplant. Sie musste aber verschoben werden, da der Pachtvertrag noch nicht abgeschlossen war. Dieser liegt nun seit Mitte Februar mit allen Unterschriften vor.

Bereits am kommenden Dienstag, 23. Februar 2016, ab 17 Uhr berät der zuständige Infrastrukturausschuss im Ratssaal in Bensberg über die Verwaltungsvorlage zur Erschließung der Fläche.

(Offizielle Pressemitteilung der Stadt Bergisch Gladbach, 19.02.2016)

19.02.2016 - EVK unterstützt Gesundheitsmanagement in der Flüchtlingsunterkunft Katterbach

Windeln, Feuchttücher, Milchpulver, Strampler, Mullwindeln und viele weitere Dinge für den Säugling ergänzen ab sofort die Gesundheitsstation der DRK-Flüchtlingsunterkunft in Katterbach. Die Erstausstattungspakete für Neugeborene wurden durch die Frauenklinik des Evangelischen Krankenhauses in Bergisch Gladbach zur Verfügung gestellt. Chefarzt Prof. Dr. med. Christian Rudlowski überreichte die Pakete jetzt an den Einrichtungsleiter Matthias Burghardt und die DRK-Gesundheitsmanagerin Annette Feistl. Stolz präsentiert er die von den Hebammen der Klinik selbst gestrickten Mützchen und Socken und verkündete, dass das Krankenhaus gerne für Nachschub sorgen wird, falls das Material aufgebraucht ist.

"Das letzte Baby wurde an Neujahr geboren. Zwar sind wir - in Kooperation mit der Stadt Bergisch Gladbach - stets bemüht, Familien mit kleinen Kindern schnellstmöglich festen Wohnraum zuzuweisen, allerdings gelingt dies nicht immer sofort," erläutert Einrichtungsleiter Matthias Burghardt die Situation. "Dann ist unser Gesundheitswesen gefragt, um zusammen mit den Eltern eine optimale Versorgung für die Kinder zu gewährleiten."

Gesundheitsmanagerin Annette Feistl freut sich sehr über die Unterstützung der Frauenklinik des Evangelischen Krankenhauses in Bergisch Gladbach. "Durch die Versorgungspakete können wir den jungen Familien einige Sorgen nehmen und unmittelbar helfen."

19.02.2016 - Neues auf Katterbach

Neue Küche eingeweiht

Seit Wochen wurde in der vom DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. betreuten Flüchtlingsunterkunft in Katterbach gewerkelt und gebaut. Im hinteren Bereich des Aufenthaltsraumes wurde eine feste Küche installiert, die die Ausgabe der Speisen und damit die Versorgung der Flüchtlinge verbessern soll.

Eine festinstallierte Kühlzelle löst ab sofort den mobilen Kühlwagen ab; die provisorisch aufgebauten Regale und Tische wurden durch eine professionelle Ausgabetheke ersetzt; durch ein digitales Zugangssystem können feste Essenszeiten eingehalten und somit mehr Ruhe im Aufenthaltsraum gewährleistet werden.

Das Essen wird auch weiterhin in der Küche des DRK-Ortsvereins in Bergisch Gladbach vorbereitet und dann für die Auslieferung nach Katterbach fertig gemacht. Vor Ort werden die Mahlzeiten dann entsprechend angerichtet und um die vorrätigen Produkte wie zum Beispiel Obst, Brot oder Salate ergänzt.

Bewohner und Mitarbeiter freuen sich gleichermaßen über ihre neue "Kantine", zumal durch die neue Aufteilung auch mehr Platz und Ordnung im Aufenthaltsraum geschaffen werden konnte.

Ikea spendet Sofas für den Aufenthaltsraum

Dank des Engagements einer Mitarbeiterin des Sozialamtes in Bergisch Gladbach, können sich die Bewohnerinnern und Bewohner über gemütliche Sofas in ihrem Aufenthaltsraum freuen. Frau Mirski, stellte den Kontakt zur Ikea-Filiale in Düsseldorf-Süd her und organisierte drei Sofas, zwei Beistelltische sowie einen Raumtrenner für die Katterbacher Flüchtlinge. Der Aufenthaltsbereich wirkt dadurch direkt gemütlicher und lädt die Bewohnerinnen und Bewohner zum Verweilen ein.

17.02.2016 - Laptops unterstützen den Deutschunterricht in Refrath

Übergabe der Laptops
im Gemeindesaal von St. Johann Baptist
Foto: Bibi Opiela

20 gebrauchte Laptops, bespielt mit einem umfangreichen Softwarepaket zum Deutschlernen, sind für die Flüchtlingsunterkunft an der Schwerfelstraße in Refrath gespendet worden. Sie werden ab sofort in dem von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern organisierten Deutschkurs eingesetzt. Dieser wird dreimal wöchentlich für die Flüchtlinge angeboten, die derzeit keine Berechtigung haben, an offiziellen Basis- oder Integrationskursen teilzunehmen.

Die Kursleiterin Marianne Winkelmann hatte einen Antrag an Labdoo gestellt, nachdem bekannt geworden war, dass ein Unternehmen aus Bergisch Gladbach eine größere IT-Spende tätigen wollte. Das gemeinnützige Hilfsprojekt Labdoo.org sammelt u.a. nicht mehr eingesetzte Laptops für einen guten Zweck. Angesichts der Flüchtlingssituation in Deutschland werden diese nun auch an lokale Flüchtlingsprojekte vergeben.

Seit Ende 2015 kooperiert die Organisation mit dem Freifunk Rheinland e.V. mit dem Ziel, Flüchtlings- / Bildungsprojekte schneller mit IT auszustatten. Frank Dietz, ehrenamtlicher Mitarbeiter von Freifunk e.V., der bereits freies WLan für die Unterkunft in Refrath ermöglichen konnte, wird die technische Wartung übernehmen und den Unterricht unterstützend begleiten.

Neben dem Spracherwerb kann nun auch der sinnvolle Umgang mit Computer und Internet vermittelt werden - notwendige Voraussetzungen für viele Berufe und die Teilnahme an der digitalen Gesellschaft. Nach Anlaufen des Pilotprojekts "computerunterstützter Deutschunterricht" sollen alle interessierten Bewohner der Unterkunft "Schwerfelstraße" im Umgang mit Laptops geschult werden.

16.02.2016 - Hohes Interesse beim Besichtigungstermin der neuen Wohnanlage für Flüchtlinge in Paffrath

Die Stadt Bergisch Gladbach hat am Samstag, 13. Februar 2016, von 11 bis 15 Uhr alle Interessierten eingeladen, sich über den neuen Standort zur Flüchtlingsunterbringung im Stadtteil Paffrath zu informieren. Per Hauswurfsendung wurden die Anwohnerinnen und Anwohner Anfang Februar zum Besichtigungstag eingeladen.

Zuletzt hat die Verwaltung im September 2015 über die Planungen im Rahmen einer großen Infoveranstaltung informiert. Das Areal hinter der Integrierten Gesamtschule Paffrath war zuvor als neuer Standort für die Unterbringung von Flüchtlingen ausgewählt worden. In einem ersten Schritt wurde diese Fläche für den Bau einer dreistöckigen mobilen Einheit vorgesehen. In den Folgemonaten hat die Stadtverwaltung über eine weitergehende Nutzung des Geländes entschieden. Als planerisch sinnvoll und notwendig hat sich zunächst der Aufbau von drei weiteren Containerbauten aus mobilen Einheiten erwiesen. Die Module bereits vor Ort und werden in den nächsten Wochen aufgebaut. Der Standort, an dem bis zu 200 Menschen leben können, wird vom Deutschen Roten Kreuz betrieben. Zudem wird es natürlich auch einen Sicherheitsdienst geben.

Noch in der Planung ist ein weiteres Gebäude, das als Multifunktionszentrum des Standorts für alle Bewohner zur Verfügung stehen wird. Hier können dann bespielweise Deutschkurse und Kinderbetreuungsangebote angeboten werden.

Voraussichtlich Ende Februar werden die ersten Menschen in die Unterkunft einziehen.

Am Samstag (13.02.2016) bestand die Möglichkeit, Haus 1 der Wohnanlage zwischen 11 und 15 Uhr zu besichtigen.

Ansprechpartner von Stadtverwaltung, DRK und Initiative Willkommen in Paffrath waren vor Ort und informierten umfassend. Rund 300 Menschen nahmen die Gelegenheit war und informierten sich im Gebäude. An Stellwänden waren Skizzen aufgehängt, auf denen die Anordnung der Gebäude sowie der jeweilige Zuschnitt der Wohnmodule zu sehen waren.

Auf den Etagen konnte man sich ein Bild davon machen, wieviel Platz die neuen Bewohner zur Verfügung haben werden. Ein Zimmer hat die Größe von circa 15 Quadratmetern und es ist vorgesehen, dass dort zwei Menschen wohnen können. Gemeinschafträume stehen zudem zur Verfügung.

Die Häuser 2, 3 und 4 werden zum 15.2., 01.03 und 15.03.2016 aufgestellt. Es dauert wahrscheinlich rund einen Monat bis der Modulbau bezogen werden kann.

Das Haus 1 steht bereits und erhält bis Ende Februar noch sanitäre Anlagen, die vor dem Gebäude aufgebaut und angeschlossen werden.

Haus 5 wird erst später gebaut. Welche endgültige Nutzung das Haus 1 letztlich haben wird, wird sich wahrscheinlich auch erst nach Bezug der Bewohnerinnen und Bewohner sowie den Betrieb durch das Deutsche Rote Kreuz ergeben.

Einige Fakten müssen noch geklärt werden: So ist noch nicht klar, ob der vorhandene Zaun noch weiter gezogen wird. Auf jeden Fall wird der bisherige Drahtzaun an schadhaften Stellen repariert. Das Gelände der Flüchtlingsunterkunft in der Borngasse wird auch einen Spielplatz erhalten. Zudem wird es einen Sichtschutz durch Pflanzen zu der bisherigen Bebauung geben.

(Offizielle Pressemitteilung der Stadt Bergisch Gladbach vom 15.02.2016)

15.02.2016 - Turnerschaft 79 lud 50 Flüchtlingskinder zu einem Spaß- und Verwöhntag ein

50 Kinder aus den DRK-Unterkünften in Katterbach und der Feldstraße waren am Sonntagnachmittag mit ihren Eltern zum Toben, Turnen und Spielen ins TS-Haus am Langemarckweg gekommen. Dort erwartete sie ein Spaß- und Verwöhntag, den alle Beteiligten ausgiebig genossen. Während der Nachwuchs durch die Doppelturnhalle tobte oder im Foyer basteln konnte, ließen es sich die Eltern bei Kaffee, Tee und Kuchen gut gehen. "Kinder lieben es, sich zu bewegen und dabei Spaß zu haben - egal, ob sie aus Bergisch Gladbach kommen oder in Syrien oder dem Irak geboren sind. Deshalb haben wir uns sehr über die Einladung gefreut", so DRK-Kreisgeschäftsführer Reinhold Feistl. "Sie ist eine schöne Abwechslung für die Kinder und ihre Familienangehörigen zu ihrem nicht immer leichten Alltag." Möglich geworden war die Aktion durch den Erlös aus einem Indoor-Cycling der Turnerschaft im Januar.

Herzlichen Dank an alle Mitglieder und Mitarbeiter der TS 79, die diesen Nachmittag möglich gemacht haben!

15.02.2016 - Neues aus der Flüchtlingsunterkunft in Rösrath-Venauen

"Lassen Sie sich verzaubern"

Am 3.2.2016 gab es in der Rösrather Flüchtlingsunterkunft eine Abendvorstellung der besonderen Art. Der Zauberer Jürgen Urban hatte sich bereit erklärt eine Kostprobe seines Könnens zu zeigen. Aufgeregt warteten alle 93 Flüchtlinge darauf, dass der "Vorhang fällt". Mit seiner lustigen Art gewann Jürgen Urban schnell die Herzen der Flüchtlinge und seine Zaubertricks wurden sehr bewundert. Ein syrischer und ein aphganischer Übersetzer halfen die Sprachschwierigkeiten zu überwinden. Herr Urban verstand es, die Menschen mit einzubeziehen, so dass es ein rundum gelungener Abend wurde. Das DRK bedankt sich bei Herrn Urban und seinem Assistenten ganz herzlich auch im Namen der Flüchtlinge, die für einige Stunden ihre Sorgen vergessen konnten.

Flüchtlinge lernen Erste Hilfe

Um den Flüchtlingen in der DRK-Unterkunft in Rösrath-Venauen eine sinnvolle Freizeitbeschäftgung zu ermöglichen, bietet der DRK-Ortsverein Rösrath ab sofort Erste-Hilfe-Kurse für Flüchtlinge an. Die erste Unterrichteinheit war bereits ein voller Erfolg. Mit Begeisterung lernten die Flüchtlinge, wie Wunden sachgerecht versorgt werden, den Umgang mit Verbandmaterial und wie Infektionen verhindert werden können. Die Durchführung des Fingerkuppenverbandes wurde geübt und auch der Handverband gelingt schon prima. Um die Übersetzung nicht unnötig in die Länge zu ziehen, wird die Ausbildung getrennt nach Sprache durchgeführt. Es steht ebenso die Helmabnahme bei bewusstlosen Personen auf dem Programm, wie auch die Reanimation. Schlaganfall und Herzinfarkt werden erklärt und die Flüchtlinge haben die Möglichkeit aktuelle Fragen zu Erkrankungen zu stellen.

10.02.2016 - Ehrenamtler und Flüchtlinge besuchen gemeinsam den Karnevalszug in Refrath

Am Samstag wurden die Bewohnerinnen und Bewohner der DRK-Flüchtlingsunterkünfte in Frankenforst (Im Schlangenhöfchen und Kiebitzstrasse) von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zum Karnevalszug eingeladen.

Mit viel Freude und Lachen verkleideten sich die Kinder und Erwachsene, bastelten Masken und schminkten sich bunt und vielfältig.

Zur Begrüßung gab es beim Straßenkarneval für jeden der wollte erst einmal ein kleines Kölsch zum Probieren. Dann wurde losgeschunkelt und kräftig "Alaaf!" und "Kamelle!" gerufen, bis jeder zufrieden und mit vollen Tüten nach Hause ging.Ein voller Erfolg und eine gelungene Aktion!

Das DRK dankt allen Ehrenamtlern und Anwohnern für dieses schöne Fest und die familiäre Atmosphäre ohne Vorurteile und Barrieren zwischen den Kulturen!

09.02.2016 - Rio, Kölle, Katterbach: Karneval in der DRK-Flüchtlingsunterkunft

Am Karnevalssamstag hieß es in der DRK-Flüchtlingsunterkunft in Katterbach "Gläbbisch Alaaf". Am Nachmittag feierten die Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung gemeinsam mit dem DRK-Team eine bunte Karnevalsfeier. Dabei wurden traditionell Berliner gereicht und für die Kinder natürlich auch Kamelle geworfen. Auf die typischen kölschen Lieder wurde verzichtet, stattdessen tanzten alle gemeinsam zu arabischer und kurdischer Musik. Das närrische Treiben hat allen Beteiligten großen Spaß bereitet.

03.02.2016 - Alaaf, Kamelle und Fastelovend: Dreigestirn gibt Flüchtlingen Einblick in den Karneval

Ihr eigenes Festzelt hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohner der DRK-Flüchtlingsunterkunft an der Feldstraße hergerichtet. Luftschlangen, Luftballons und bunte Girlanden sowie Chips und Popcorn schmückten den Raum, der den Flüchtlingen sonst als Aufenthalts- und Essenszelt dient. Kinder und Erwachsene trugen bunte Hüte, Gesichtsbemalung und rote Clownsnasen; Kölsche Lieder schallten aus der Musikanlage. Es war eindeutig: Hier wird Karneval gefeiert.  

Grund dafür war der Besuch der Bergisch Gladbach Dreigestirns samt Gefolgt am heutigen Mittwoch in der vom DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischen Kreis e.V. betreuten Flüchtlingsunterkunft in Heidkamp. Pünktlich um 14 Uhr betraten Prinz Bernd, Jungfrau Gabi und Bauer Jürgen den bunt geschmückten Saal und wurden unter lautem Beifall von den anwesenden Flüchtlingen begrüßt. Die anfängliche Scheu und die fragenden Gesichter waren schnell verflogen, als Alexander Pfister - Präsident der Großen Gladbacher Karnevalsgesellschaft und DRK-Mitarbeiter - mit Unterstützung von zwei Dolmetschern das Einmaleins des Karnevals erklärte: Wer ist das Dreigestirn? Welche Aufgabe hat die Prinzengarde? Wann feiert man Karneval? Wann findet der Karnevalszug statt? Was bedeuten Alaaf, Kamelle und Fastelovend? Schnell hatten die anwesenden Flüchtlinge den Dreh raus und laut schallte es "Dreemol Gläbbisch Alaaf" durch den Saal. Beim Lied des Dreigestirns wurde im Takt geklatscht und der Auftritt im Anschluss lautstark bejubelt.

Selbstverständlich durfte auch hier die traditionelle Ordensverleihung nicht fehlen. Prinz Bernd ehrte die stellvertretende Einrichtungsleitung und Organisatorin Caroline Saam mit dem Orden der Dreigestirns; die Anwesenden Dolmetscher erhielten als Dank und Anerkennung den entsprechenden Anstecker. Die Kinder der Flüchtlingsunterkunft hatten sich im Vorfeld bereits ausgiebig mit der rheinländischen Tradition auseinandergesetzt und für das Dreigestirn ebenfalls eigene Orden gebastelt. Diese überreichte Caroline Saam mit Unterstützung ihrer Kollegen an die Tollitäten und erntete großen Beifall, als sie Prinz Bernd zu diesem Anlass "bützte".

Eine tolle Veranstaltung, die allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird - nicht zuletzt durch die zahlreichen Videos und Fotos die während der Auftritts gemacht wurden.

03.02.2016 - DRK-Flüchtlingseinrichtung Kiebitzstraße freut sich über selbstgemachte Filzschuhe, Mützen und Schals

Stolz marschiert der kleine Junge mit seinen neuen orangen Filzschuhen über den Flur in der DRK-Flüchtlingsunterkunft Kiebitzstraße in Frankenforst. Die Schühchen stammen aus einem großen Karton mit ebenso hübscher wie hochwertiger Handarbeit, die die Bewohner in der Kiebitzstraße vom Arbeitskreis Städtepartnerschaft Marijampole der Stadt Bergisch Gladbach erhalten haben. Auch die Spielkameraden des Jungen und viele Mütter freuen sich über die neuen Hausschuhe, bunten Pudelmützen und Schals; alles wird sorgfältig begutachtet und anprobiert.

"Die Sachen stammen aus dem Frauenzentrum der litauischen Stadt Marijampole. Die Frauen dort finanzieren sich ihre Begegnungsstätte selbst und das u.a. mit Handarbeiten, die wir in Bergisch Gladbach für sie verkaufen", berichtet Ingrid Koshofer, Mitglied im Stadtrat und im Arbeitskreis Städtepartnerschaft Marijampole. "Rund 3.200 Euro sind auf diese Weise in den letzten Wochen zusammengekommen. Hinzu kommen nun noch einmal 400 Euro, die aus dem Projekt ,Kunst tut gut' stammen und dem Wert der Sachspende hier entsprechen. So haben alle etwas davon - die Flüchtlinge und die Frauen in Marijampole."

Zur Spendenübergabe wurden Ingrid Koshofer und ihr Mann von Waltraud Schneider vom Arbeitskreis Städtepartnerschaft Marijampole und Michaela Fahner, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, begleitet. Für alle war es der erste Besuch in der DRK-Flüchtlingsunterkunft Kiebitzstraße, in der zurzeit 27 Personen aus Afghanistan und dem Irak leben, 15 davon Kinder und Jugendliche.

29.01.2016 - Indoor-Cycler der TS 79 traten für Flüchtlingskinder aus Katterbach in die Pedalen

Fotos: Pascal Nordmann

Damit Flüchtlingskinder aus Bergisch Gladbach bei einem Spiel- und Spaßtag ihren oft schwierigen Alltag vergessen können, sind die Sportler der TS 79 am vergangenen Wochenende mächtig ins Schwitzen gekommen. Beim großen Marathon im Indoor-Cycling wurde auf 56 Rädern fünf Stunden lang gestrampelt, was das Zeug hält.

"Das Ganze ist eine Benefizaktion für einen Verwöhntag am 14. Februar im TS-Haus am Langemarkweg", erklärt Sportlehrer Jowa Bacher. Mit dem Erlös ermöglicht die TS Flüchtlingskindern aus Bergisch Gladbach und ihren Familien Mitte Februar einen ganz besonderen Tag mit Sport, Spiel und Spaß. In der Doppelturnhalle der TS wird dann ein Bewegungsparcour aufgebaut sein, es werden spannende Bewegungsspiele angeboten. Übungsleiter aus dem Kinderturnen werden die Kinder betreuen. Im Foyer können die Kinder basteln und malen. Außerdem gibt es Kaffee, Kakao und Kuchen für alle.

Etwa 50 Flüchtlingskinder im Alter zwischen zwei und elf Jahren werden erwartet. Viele von ihnen leben in der Sammelunterkunft in Katterbach, in der sich der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. um die Versorgung der Menschen kümmert. Dort freut man sich schon sehr auf die Veranstaltung, die eine echte Abwechslung bieten wird.

26.01.2016 - DRK nimmt 85 Flüchtlinge in Rösrath-Venauen in Empfang

85 Flüchtlinge sind gestern Nachmittag mit dem Bus in Rösrath-Venauen eingetroffen, wo sie bei frühlingshaften Temperaturen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DRK-Kreisverbandes Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. in Empfang genommen wurden. Die Menschen, die der Stadt Rösrath von der Bezirksregierung Arnsberg zugewiesen wurden, stammen aus Afghanistan, aber auch aus Syrien, dem Iran und Irak. Unter ihnen befinden sich viele zum Teil große Familien mit Kindern.

"Für einiger Flüchtlinge ist Venauen bereits die sechste Unterkunft, seit sie in Deutschland sind, andere sind erst seit wenigen Tagen über die Grenze gekommen", berichtet Maria Fiebelkorn, DRK-Mitarbeiterin vor Ort. Nachdem die Menschen in Rösrath noch einmal registriert, medizinisch untersucht worden sind und sich in der umgebauten Turnhalle einrichten konnten, fängt für sie nun der Flüchtlingsalltag an: Schon heute Nachmittag beginnt in Venauen der Deutschunterricht.

Seit dem 22. September 2015 kümmert sich das DRK im Auftrag des Rheinisch-Bergischen Kreises um die medizinische und soziale Versorgung von Flüchtlingen in Rösrath-Venauen. Vor der aktuellen Belegung hatte die Sammelunterkunft fast fünf Wochen lang leer gestanden.

26.01.2016 - Freifunk für zwei DRK-Regelunterkünfte in Bergisch Gladbach

Ab sofort haben die Flüchtlinge in den DRK-Regelunterkünften in der Schwerfelstraße (Refrath) und in der Kiebitzstraße (Frankenforst) per WLAN kostenlosen Zugang ins Internet. Möglich wurde dies auf Initiative der Freifunker in Bergisch Gladbach, die sich um Bereitstellung und Installierung der benötigten Geräte kümmerten. Für viele Flüchtlinge ist das Internet die einzige Möglichkeit, mit ihren Familien Kontakt zu halten.

In der umgebauten Turnhalle in der Schwerfelstraße und im Wohnheim in der Kiebitzstraße kümmert sich der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. im Auftrag der Stadt Bergisch Gladbach um die medizinische, soziale und zum Teil auch hauswirtschaftliche Versorgung von derzeit 76 Flüchtlingen aus 11 Nationen.

So funktioniert Freifunk: Anwohner mit einem regulären Internetanschluss "spenden" ihre ungenutzten Internet-Kapazitäten an das nichtkommerzielle Bürgernetz. Dabei werden vom bestehenden Internetanschluss ausschließlich überschüssige Kapazitäten abgezogen. Für den Geber ist dies risikolos: Sein WLAN-Bedarf hat Vorrang; weder haftet er für die Nutzer seiner freien Internet-Kapazitäten, noch haben diese Zugriff auf seine Daten.

22.01.2016 - Flüchtlinge aus DRK-Regelunterkunft verteilen Rosen auf dem Refrather Wochenmarkt als Zeichen ihres Respekts für Frauen

Bei klirrender Kälte und strahlend blauem Himmel verteilten heute Morgen Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak Rosen an die Besucherinnen des Refrather Wochenmarkts. Die Männer, die in der vom DRK betriebenen Regelunterkunft in der Schwerfelstraße leben, wollten damit ein Zeichen gegen Gewalt und sexuelle Übergriffe auf Frauen setzen. "Wir möchten mit dieser Aktion den Frauen unseren Respekt zeigen. Und wir wollen uns bei allen Refrathern dafür bedanken, dass wir hier sein können", erklärte ein Flüchtling in einer Mischung aus Deutsch, Englisch und Französisch.

Bei der Umsetzung der Aktion wurden die Männer tatkräftig von der Initiative "Willkommen in Refrath-Frankenforst" unterstützt, die sich ehrenamtlich um die Flüchtlinge in der Schwerfelstraße kümmert. "Die Idee, Flagge zu zeigen, kam jedoch von den Männern selbst", betont Bibi Opiela, Koordinatorin der Initiative. "Es ist ihnen wichtig zu zeigen, dass nicht alle Araber gleich sind." Gemeinsam hatte man einen eigenen Stand aufgebaut, an dem informiert und geredet wurde.

Von den Frauen auf dem Refrather Wochenmarkt wurde die Aktion durchweg positiv aufgenommen. "Ich finde es eine gute Sache, dass sich die Flüchtlinge einbringen und nicht von den Vorfällen distanzieren. Außerdem wusste ich zwar, dass es Flüchtlinge in der Schwerfelstraße gibt, aber ich hatte noch nie Kontakt zu ihnen. Es ist gut, dass man sich endlich mal kennenlernt." An anderer Stelle kommen zwei ältere Damen über die Aktion spontan ins Gespräch. "Es ist schön, dass man mal etwas Positives zu dem Thema sieht und hört. Es freut uns, dass die Menschen sich so präsentieren, denn eigentlich weiß man doch nur wenig über sie", erklärt eine von ihnen.

Auch die Männer aus der Schwerfelstraße sind froh über die persönliche Begegnung. Nach den Ereignissen in Köln hatten sie durchaus gemerkt, dass man ihnen zwar nicht feindlich, aber doch distanzierter und reservierter als zuvor begegnete. Auf dem Refrather Wochenmarkt ist von solchen Vorbehalten an diesem Morgen nichts zu spüren.

Zur Flüchtlingsunterkunft in der Schwerfelstraße

Seit Inbetriebnahme der Regelunterkunft Schwerfelstraße (Refrath) am 12. Oktober letzten Jahres kümmert sich der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. im Auftrag der Stadt Bergisch Gladbach um die medizinische, soziale und hauswirtschaftliche Versorgung der Flüchtlinge. Zurzeit leben in der umgebauten Turnhalle 51 Menschen aus 11 Nationen, fast alle von ihnen sind Männer.

20.01.2016 - Flüchtlinge und Berufsschüler arbeiten Hand in Hand: DRK-Team bezieht neue „Büros“ in der Feldstraße

Seit der Inbetriebnahme der Erstaufnahmeeinrichtung an der Feldstraße am 4. November steuerte das DRK-Team die Belange der Flüchtlingsunterkunft aus einem provisorisch eingerichteten Büroraum. Am gestrigen Dienstag wurden nun endlich die notwendigen Container angeliefert, so dass ab sofort ausreichend Arbeitsplätze für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ein Besprechungsraum zur Verfügung stehen.

Um die Inneneinrichtung kümmerten sich jetzt die Schüler der angrenzenden Berufsschule gemeinsam mit den Bewohnern der Feldstraße. Gemeinsam wurden die schwedischen Möbel zusammengeschraubt und aufgestellt. Eine schöne Gelegenheit, den Kontakt zwischen den "Nachbarn" zu intensivieren und sich auszutauschen.

14.01.2016 - Flüchtlinge können Unterkunft nach Brand schnell wieder beziehen

Zu einem Schwelbrand ist es am heutigen Donnerstag in unmittelbarer Nähe der DRK-Flüchtlingsunterkunft an der Feldstraße gekommen. Am frühen Nachmittag wurde das Feuer im angrenzenden Anbau entdeckt, wo Turnmatten und Sportmaterial lagern.

Die Evakuierung klappte problemlos, so dass weder Bewohner noch Flüchtlingshelfer zu Schaden gekommen sind. Die Feuerwehr hatte den Brand schnell unter Kontrolle; die Unterkunft konnte kurze Zeit später wieder bezogen werden. Zur Brandursache liegen dem DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Erkenntnisse vor.

14.01.2016 - DRK bittet um Schuh- und Kleiderspenden für Flüchtlinge

Zur Unterstützung der Flüchtlinge ist der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. auch weiterhin dringend auf gut erhaltene Kleidung, Schuhe und sonstige Sachspenden angewiesen. Obwohl die Lager noch gut gefüllt sind, mangelt es derzeit fast ausschließlich an Männerschuhen und Männerkleidung in den Größen S+M. "75 Prozent der Flüchtlinge in den DRK-Unterkünften sind Männer, viele davon noch jung", begründet dies Kreisgeschäftsführer Reinhold Feistl. "Hier reichen unsere Bestände einfach nicht aus."

Folgendes wird benötigt: Sport-/Turnschuhe, Sneakers und Winterschuhe (ab Größe 40), Winterjacken (Größe S+M), Unterwäsche für Männer, Frauen und Kinder, Rucksäcke, Reise- und Sporttaschen, Mützen und Handschuhe.

Aktuell kümmert sich der DRK-Kreisverband im Auftrag des Rheinisch-Bergischen Kreises und der Kommunen um rund 1.050 Flüchtlinge in dreizehn Unterkünften. Etwa 660 davon leben in Bergisch Gladbach, wo jeder Neuankömmling neben einem Hygienepack auch einen Kleiderzettel erhält, mit dem er kostenlos in den DRK-Secondhandläden und -Kleiderkammern "einkaufen" kann. Fünf T-Shirts, zwei Hosen, drei Pullover, eine Jacke, zwei Paar Schuhe sowie zehn Kleinteile (Socken, Unterwäsche, Handschuhe o.Ä.) werden pro Kleiderzettel ausgegeben, sofern die benötigten Kleidungsstücke vorrätig sind. Bei der großen Zahl von jungen Männern unter den Flüchtlingen ist dies allerdings nicht immer gewährleistet, sodass nun weitere Spenden benötigt werden.

Die genannten Sachspenden können immer werktags in der Zeit von 15-17 Uhr an der Jakobstraße 101 in 51465 Bergisch Gladbach abgegeben werden.

11.01.2016 - DRK versorgt 92 neue Flüchtlinge in Bergisch Gladbach-Sand

Seit Freitag ist die vom DRK betriebene Notunterkunft in Bergisch Gladbach-Sand mit 92 neuen Flüchtlingen wieder voll belegt. Unter den Flüchtlingen, von denen die meisten aus Syrien, Marokko und dem Irak stammen, befinden sich auch drei unbegleitete minderjährige Jugendliche und eine Schwangere. Zwei Tage lang hatte die umgebaute Turnhalle zuvor leer gestanden, sodass sie für die aktuelle Zuweisung vorbereitet werden konnte.

Bereits seit Ende Juli 2015 kümmert sich der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. im Auftrag der Stadt Bergisch Gladbach um die soziale, medizinische und hauswirtschaftliche Versorgung von Flüchtlingen in der Erstaufnahmeeinrichtung in Sand. Insgesamt zeichnet das DRK derzeit für die Versorgung von rund 1.000 Flüchtlingen in zwölf Unterkünften im Rheinisch-Bergischen Kreis verantwortlich.

21.12.2015 - Ein kurzer Überblick: DRK betreut mehr als 950 Flüchtlinge im Rheinisch-Bergischen Kreis

Im Auftrag des Rheinisch-Bergischen Kreises und der Kommunen kümmert sich der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. zurzeit um 954 Flüchtlinge. Die Menschen sind in zwölf Unterkünften in Bergisch Gladbach (Katterbach, Feldstraße, Taubenstraße, Refrath und Sand), Wermelskirchen (Dabringhausen, Dhünn, Schubertstraße), Rösrath (Venauen, Schulzentrum), Kürten (Biesfeld) und Leichlingen untergebracht, wobei die Unterkünfte in Leichlingen und in der Schubertstraße aktuell nicht belegt sind. Vor Ort zeichnet das DRK für die soziale, medizinische und zum Teil auch hauswirtschaftliche Versorgung verantwortlich.

Die größte vom DRK betreute Einrichtung befindet sich in Bergisch Gladbach-Katterbach, die in den letzten Wochen ausgebaut worden ist. Aktuell leben dort 310 Flüchtlinge in Regelzuweisung, die in drei Leichtbauhallen untergebracht sind. Erst im Dezember war diese hohe Belegungszahl durch einen Ausbau möglich geworden. Zur gleichen Zeit übernahm das DRK die Versorgung der Menschen in der Regelunterkunft in der Taubenstraße / Bergisch Gladbach. Damit kümmert sich das DRK um immer mehr Flüchtlinge in Regelunterkünften.

Kreisgeschäftsführer Reinhold Feistl: "Diese Entwicklung hat direkte Auswirkungen auf unsere Arbeit vor Ort. Während es bei der Erstaufnahme vor allem darum geht, die Menschen bei ihrer Ankunft mit dem Nötigsten zu versorgen, steht bei Flüchtlingen in Regelzuweisung die soziale Betreuung und Integration im Mittelpunkt. Wie können sie ihren Alltag sinnvoll gestalten? Welche Unterstützung brauchen sie im Umgang mit Behörden, wenn es etwa um die Einschulung der Kinder, die Wohnungs- oder Arbeitssuche geht?"

Um die Flüchtlinge zu versorgen und die ehrenamtlichen DRK-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu entlasten, hat der DRK-Kreisverband in den letzten Monaten mehr als 150 hauptamtliche Mitarbeiter neu eingestellt. Unterstützt werden diese durch das große ehrenamtliche Engagement zahlreicher Bürgerinnen und Bürger.

Das DRK freut sich auch weiterhin über Spenden für die Flüchtlinge im Kreis: Benötigt werden Winter- und Sportschuhe, Männerkleidung (S-L), Unterwäsche und Socken, Kinderwagen und -betten, Hochstühle sowie Handtücher. (An Kinderspielzeug besteht derzeit kein Bedarf mehr.) Sachspenden können werktags in der Zeit von 15.00-17.00 Uhr an der Jakobstraße 101 in Bergisch Gladbach abgegeben werden. Zwischen den Feiertagen bleibt die Spendenstraße geschlossen.

17.12.2015 - DRK übernimmt Versorgung von Flüchtlingen in der Regelunterkunft Taubenstraße in Bergisch Gladbach

Im Auftrag der Stadt Bergisch Gladbach kümmert sich der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. ab sofort um die soziale und medizinische Versorgung der Flüchtlinge in der Regelunterkunft Taubenstraße in Bergisch Gladbach. Mit der Errichtung eines Bürocontainers in den kommenden Tagen ist gewährleistet, dass zukünftig von 8.00 bis 20.00 Uhr durchgängig ein DRK-Mitarbeiter vor Ort ist. Zurzeit leben 74 Menschen in zwei Wohncontainern in der Taubenstraße. Für das DRK übernimmt Francisco Mirallas die Einrichtungsleitung, der bereits für die nahe gelegene Flüchtlingsunterkunft in der Schwerfelstraße / Refrath verantwortlich zeichnet.

"Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht neben der medizinischen Versorgung die soziale Betreuung der Menschen", erklärt Francisco Mirallas. "Dabei geht es uns vor allem um ihre Integration: In Kooperation mit der Stadt, mit der wir eng zusammenarbeiten, unterstützen wir die Menschen bei der Suche nach einer eigenen Bleibe und einer sinnvollen Beschäftigung und helfen ihnen im Umgang mit den Behörden. Letzteres betrifft besonders Familien, wenn es darum geht, die Kinder einzuschulen. Außerdem setzen wir uns für ein respektvolles Zusammenleben in der Unterkunft ein."

Bislang haben sich zahlreiche Bürger in einem "Runden Tisch" organisiert und ehrenamtlich für die Flüchtlinge in der Taubenstraße eingesetzt. "Hier wurde mit großem Engagement viel bewegt", so Francisco Mirallas. "Daran wollen wir anknüpfen und die Ehrenamtler auch weiterhin in den Alltag einbinden."

16.12.2015 - Firma Alfotec beschenkt Flüchtlingskinder

"In diesem Jahr verzichten wir auf Weihnachtsgeschenke für unsere Kunden und Mitarbeiter und investieren das Geld stattdessen in die Wermelskirchener Flüchtlingshilfe", sagt ALFOTEC-Geschäftsführer Michael Hackländer.

Gemeinsam mit seinem Team war er am Montag zu Gast in der DRK-Flüchtlingsunterkunft in Wermelskirchen-Dabringhausen, um Weihnachtsgeschenke für die mehr als 50 Kinder zu verteilen. Puppen und Bälle, Autos und Springseile, Malkreide und Bastelmaterialien hatten die Mitarbeiter von Alfotec zuvor in bunte Weihnachtstüten gepackt, um den Kindern eine Freude zu bereiten. "Wenn Geschenke so gut ankommen, macht es wirklich Spaß zu spenden", freute sich ALFOTEC-Geschäftsführer Michael Hackländer nach seinem Besuch in der Flüchtlingsunterkunft Dabringhausen.

Im Namen des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. und der Flüchtlingskinder bedankte sich die stellvertretende Einrichtungsleitung Iman Blume für das großzügige Engagement und die tollen Überraschungen für die Kinder.

14.12.2015 - Allianz unterstützt Flüchtlingshilfe im Rheinisch-Bergischen Kreis

In den Flüchtlingsunterkünften in Rösrath empfing die erste Vorsitzende des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V., Ingeborg Schmidt, in der vergangenen Woche den Repräsentant der Allianzgeschäftsstelle in Köln, Ralph Reimesch. Bereits in der Vergangenheit hatte die Allianz die Arbeit des Roten Kreuzes unterstützt und unter anderem eine zweckgebundene Spende für die Integration von Flüchtlingskindern zugesagt. 

Bei seinem Besuch in Rösrath wollte sich Ralph Reimesch einen Eindruck darüber verschaffen, wie das DRK vor Ort die Spendengelder einsetzt und an was es noch mangelt. Zwei Stunden lang erklärte ihm Ingeborg Schmidt die Arbeit vor Ort, erzählte  von den Schicksalen der Flüchtlinge und gewährte ihm einen Einblick in die Unterkünfte. Ralph Reimesch zeigte sich von der Organisation und dem Angebot vor Ort beeindruckt, zumal es auch die erste Flüchtlingsunterkunft war, die er einmal so nah erleben konnte. Mehr als zwei Stunden nahm er sich Zeit, um sich die Strukturen vor Ort erklären zu lassen.

Der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. bedankt sich recht herzlich bei der Allianz (Region Nordwest) für die großzügige Unterstützung und das große Interesse an der Flüchtlingsarbeit!

10.12.2015 - Zu Gast in der Flüchtlingsunterkunft Katterbach

In der vergangenen Woche besucht der Journalist Georg Watzlawek die Flüchtlingsunterkunft in Bergisch Gladbach-Katterbach und begleitete einen Tag lang das DRK-Team bei der Arbeit. Seine Sicht auf die Situation in Katterbach hat er in einem umfangreichen Bericht dargestellt:

"390 Flüchtlinge wohnen womöglich schon recht bald in Katterbach. Vor wenigen Tagen wurden dort ein Bewohner und ein Sicherheitsmann bei einem Konflikt verletzt. Kann das gut gehen? Wir haben den Alltag in der DRK-Einrichtung beobachtet; das Ergebnis könnte Sie langweilen.

Gerade noch haben hier mehr als 100 Menschen gegessen, jetzt räumen einige junge Männer den Müll weg. Der Kicker in der Mitte der Halle ist dicht umlagert, auf einer Decke in der Ecke spielt ein Mädchen Gitarre, umringt von Kleinkindern. Eine bunte Truppe 5- bis 25-Jähriger stapelt Bananenkartons und übt die Treffgenauigkeit mit einem kleinen Ball. Drei Halbwüchsige packen Deutschbücher aus und sprechen sich Vokabeln vor.

Laut, aber spektakulär unspektakulär geht es an diesem Nachmittag im großen Gemeinschaftszelt der Flüchtlingsunterkunft Katterbach zu, dem Wohn-, Spiel- und Arbeitszimmer von mehr als 200 Menschen aus 21 Ländern.

Nur wenige Tage zuvor standen sich genau hier 40 Syrer in zwei Gruppen im Streit um ein verschwundenes Handy gegenüber. Vorwürfe und Beschimpfungen flogen hin und her, dann ein Plastikstuhl. Ein Flüchtling und ein Sicherheitsmann, der dazwischen ging, wurden leicht verletzt. Dann erschien die Polizei und beruhigte die Streithähne rasch.

Wie passen der friedliche Alltag und die abrupte Eskalation zusammen? "Bei so vielen Menschen auf engem Raum gibt es eine Gruppendynamik, da kann ein Einzelner nichts ausrichten, dann brauchen wir die Polizei", sagt Matthias Burghardt, der die Flüchtlingsunterkunft in Katterbach für das Deutsche Rote Kreuz (DRK) leitet. Aber über diesen einen Vorfall und einigen individuellen Streitigkeiten hinaus habe es keine ernsthaften Auseinandersetzungen gegeben. Dafür gibt es gute Gründe."

Lesen Sie hier den gesamten Artikel!

07.12.2015 - Spielzeug, Windeln und Hygieneartikel: Kindertagesstätte teilt mit Flüchtlingskindern

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit wird in der DRK-Kindertagesstätte Weidenkätzchen mit den Kindern über das Teilen gesprochen. In diesem Jahr war es für Einrichtungsleitung Eva König sehr leicht, den Kindern die Wichtigkeit dieser Geste näher zu bringen.

Im Morgenkreis wurde das Thema "Flucht" thematisiert und was es bedeutet, aus einen Krisengebiet fliehen zu müssen. Gemeinsam mit den Erzieherinnen überlegten die Kita-Kinder, was sich ein Flüchtlingskind in Deutschland wünschen bzw. gebrauchen könnte. Von Spielzeug bis hin zu Windeln wurde jeder Wunsch auf einen Pappstern niedergeschrieben und in der Kita auf gehangen.

Gemeinsam mit ihren Eltern sollten die Kinder nun entscheiden, welchen der Wünsche sie erfüllen können und wollen. Die Sachspenden wurden bis Ende November in der Kita Weidenkätzchen gesammelt und jetzt anlässlich der Nikolausfeier dem Nikolaus übergeben. Dieser bedankte sich recht herzlich für die großzügigen Spenden und versicherte, diese noch am gleichen Tag den DRK-Helfern zur Verfügung zu stellen.

04.12.2015 - Freifunk für Flüchtlinge: DRK stellt eigene Internetleitung in der Jakobstraße zur Verfügung

Seit Kurzem haben die Menschen in der städtischen Flüchtlingsunterkunft in der Jakobstraße in Bergisch Gladbach per WLAN kostenfreien Zugang ins Internet. Möglich wurde dies, weil der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. seine Internetleitung aus dem Katastrophenschutz-Zentrum, das sich ebenfalls in der Jakobstraße befindet, zur Verfügung stellt. Um die Umsetzung des Projekts kümmern sich die Freifunker aus Bergisch Gladbach.

"Freifunk bietet eine sichere Methode, um nicht genutzte Internet-Kapazitäten eines regulären Anschlusses zu spenden", erklärt Hans-Wilhelm Trepper, IT-Experte des DRK-Kreisverbands. "Gleichzeitig ist Mobilfunk für viele Flüchtlinge oft der einzige Weg, um mit Familienangehörigen in Kontakt zu bleiben. In der Jakobstraße haben wir deshalb einen eigenen Router eingerichtet, der Internet unabhängig vom DRK-Firmennetzwerk zur Verfügung stellt. Ein zweiter Router strahlt nun in Richtung Flüchtlingsunterkunft."

Um alle größeren Unterkünfte mit freiem WLAN zu versorgen, befindet sich die Stadt nicht nur im Gespräch mit den Freifunkern, sondern auch mit großen kommerziellen Anbietern. Stadt und Freifunker haben sich deshalb darauf verständigt, dass sich die Freifunker zunächst um die kleineren Unterkünfte kümmern und die Stadt nach Lösungen für die größeren Unterkünfte sucht. Dennoch schadet es nicht, wenn sich an großen Unterkünften zwei Netze ergänzen, da dort der Bedarf an Bandbreite höher ist. "Dafür ist das DRK in den von ihm betriebenen Einrichtungen auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen. Anwohner im Umkreis von 200 bis 300 Meter können ihre Internetkapazität an Freifunk spenden", sagt Hans-Wilhem Trepper. Dies betrifft die Flüchtlingsunterkünfte in Bergisch Gladbach (Feldstraße, Katterbach, Sand und Refrath), Rösrath (Venauen, Schulzentrum) und Kürten-Biesfeld.

Grundsätzliches zu Freifunk: Bei Freifunk werden von einem bestehenden Internetanschluss ausschließlich überschüssige Kapazitäten abgezogen. Für den Geber ist dies risikolos. Sein WLAN-Bedarf hat Vorrang; weder haftet er für die Nutzer seiner freien Internet-Kapazitäten, noch haben diese Zugriff auf seine Daten. Schon ein Anschluss kann Hunderte Telefongespräche ermöglichen, ohne dass dem Geber zusätzliche Kosten entstehen. Um Bereitstellung und Installierung der Geräte im Rahmen der Flüchtlingshilfe kümmern sich die Freifunker aus Bergisch Gladbach.

Wer Freifunk in den genannten Flüchtlingsunterkünften unterstützen möchte, wendet sich bitte direkt an Hans-Wilhem Trepper: it@pflegedienste-rsb.drk.de

26.11.2015 - DRK-Familienbildungswerk bietet Eltern-Kind-Kurse für Flüchtlingsfamilien an

Das DRK-Familienbildungswerk in Bergisch Gladbach bietet ab sofort Eltern/Kind-Kurse für Flüchtlingsfamilien an. Ziel dieser Kurse ist die Integration der Neuankömmlinge sowie die spielerische Vermittlung der deutschen Sprache.

Während die Kinder gemeinsam mit einer Erzieherin die vielfältigen Spielmöglichkeiten ausprobieren, kommen die Eltern bei einer Tasse Kaffee mit einer weiteren pädagogischen Fachkraft ins Gespräch. Anhand einfachster Mittel, wie zum Beispiel dem Memory-Spiel, Kinderbüchern oder Lego-Duplo werden den Teilnehmern auf spielerische Weise die ersten deutschen Begriffe vermittelt.

"Wir beobachten immer wieder, wie einfach Sprache im Spiel vermittelt werden kann. Die Kinder benutzen die neu erlernten Begriffe wie selbstverständlich und tragen ihr Wissen den Eltern vor", erläutert die Leiterin des DRK-Familienbildungswerks, Martina Kleinpeter, den Erfolg des neuen Angebots.

Die kostenlosen Kurse richten sich an Flüchtlingsfamilien mit Kindern im Alter von ein bis sechs Jahren und finden montags und mittwochs von 10.00-11.30 Uhr statt. Um vorherige Anmeldung beim DRK-Familienbildungswerk unter 02202-9599016 oder per Mail unter fbw@rhein-berg.drk.de wird gebeten.

13.11.2015 - Der Bundespräsident in Bergisch Gladbach: Die Presse berichtet

Print:

Bergisches Handelsblatt, 12. November: Bundespräsident Gauck besucht Bergisch Gladbach

Kölner Stadtanzeiger, 12. November: Gauck appelliert an die Bürger - DRK wurde nicht reingelassen

Kölner Stadtanzeiger, 13. November: Gauck nahm sich viel Zeit für die Sorgen von Bürgern und Flüchtlingen

WDR.de, 12. November: Flüchtlingsdebatte - Gauck spricht Klartext

Express, 13. November: Bundespräsident Joachim Gauck - Zur Stärkung gab es Flönz

In-Gl.de, 12. November: Gauck antwortet Urbach: "Wir laufen Ihnen nicht weg"

In-Gl.de, 12. November: Gauck trifft in Bergisch Gladbach Helfer und Bürger

bundespraesident.de, 12. November: Die Rede des Bundespräsidenten

Kölner Stadtanzeiger, 12. November: Froh über moralische Unterstützung vom Bundespräsidenten

Kölner Stadtanzeiger, 13. November: Gauck nahm sich viel Zeit für die Bürger

Bergische Landeszeitung, 13. November: Ein Päckchen sorgte für Alarmstimmung

Focus, 13. November: Gauck warnt in Flüchtlingsdebatte vor "Horrorszenarien"

FAZ, 13. November: "Total glücklich über Deutschland"

Bergisches Handelsblatt, 13. November: Gauck spricht zu den Bergisch Gladbacher Bürgern

Die Welt, 13. November: Gauck warnt vor manipulierenden "Angstmachern"

 

TV:

N24, 12. November.: "Die Bürgen dürfen ruhig mal das Maul aufmachen"

RTL West, 12. November: Bundespräsident besucht Flüchtlingsunterkünfte (ab Minute 7:25)

WDR, 12. November: Gauck in Bergisch Gladbach

Sat1 NRW, 12. November: Flüchtlinge am Rande ihrer Kräfte

ARD, 12. November: Bundespräsident besucht Flüchtlingsunterkünfte

Reuters, veröffentlicht am 12. November bei Stern.de: Gauck fordert offene Debatten über Flüchtlingspolitik


Hörfunk:

WDR, 12. November: Westblick (ab Minute 6:05)

12.11.2015 - Flüchtlinge bereiten dem Bundespräsidenten ein herzliches Willkommen

Foto: DRK, Tobias Margotte
Foto: DRK, Tobias Margotte
Foto: DRK, Tobias Margotte

Um 10.40 Uhr war es endlich soweit: Bundespräsident Joachim Gauck erreichte die DRK-Flüchtlingsunterkunft in Bergisch Gladbach-Katterbach und wurde dort herzlich von den Flüchtlingen und den DRK-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Empfang genommen. Am Eingang hatten sich zahlreiche Journalisten versammelten, um die Ankunft von Herrn Gauck zu dokumentieren.

Die erste Vorsitzende des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V., Ingeborg Schmidt, sowie der Kreisgeschäftsführer Reinhold Feistl begrüßten den Bundespräsidenten und führten ihn durch die Flüchtlingsunterkunft. Umringt von zahlreichen Flüchtlingen zeigten sie ihm das Camp, das Aufenthaltszelt sowie die Schlafräume.

Im Aufenthaltszelt nutzte Bundespräsident Gauck die Gelegenheit ein paar Worte an die Flüchtlinge zu richten. Er machte ihnen deutlich, dass sie in Deutschland willkommen sind, bat aber gleichzeitig um Geduld. Viele Menschen kommen zur Zeit nach Deutschland und nicht jedes Anliegen könne sofort bearbeitet werden. Da 2/3 der Bewohner in Katterbach arabisch sprechen, wurde die Rede des Bundespräsidenten durch einen Dolmetscher übersetzt.

Zum Abschluss des Rundgangs dankten Ingeborg Schmidt und Reinhold Feistl dem Bundespräsidenten für seinen Besuch und das Interesse an der Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes. Zur Erinnerung überreichten sie ihm das Buch "Im Zeichen der Menschlichkeit", dass die Geschichte des Roten Kreuzes eindrücklich darstellt.

Zur anschließenden Bürgerversammlung im Bergischen Löwen waren zahlreiche ehrenamtliche DRK-Helferinnen und Helfer eingeladen und hatten so noch einmal die Gelegenheit, mit dem Bundespräsidenten ins Gespräch zu kommen. Bei seinem Rundgang durch die Menschenmenge konnten die Helfer einige Fotos schießen und auch ein paar persönliche Worte an Herrn Gauck richten.

Für die Flüchtlinge der DRK-Unterkunft in Katterbach, die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sowie die DRK-Mitarbeiterinnnen und Mitarbeiter war der Besuch des Bundespräsidenten eine große Ehre, die mit den lobenden Worten des Bundespräsidenten "Liebes Rotes Kreuz, danke für Eure großartige Arbeit" ihren Höhepunkt fand.

09.11.2015 - Bundespräsident Gauck besucht Flüchtlingsunterkünfte und Flüchtlingshelfer in Bergisch Gladbach

Bundespräsident Gauck besucht am kommenden Donnerstag, den 12. November 2015, die Stadt Bergisch Gladbach. Dort möchte sich der Bundespräsident darüber informieren, welche Herausforderungen die Aufnahme, Unterbringung und Integration von Flüchtlingen für die Kommune – beispielhaft für viele andere Kommunen in Deutschland – mit sich bringt. Der Bundespräsident wird sich vor Ort ein Bild davon machen, wie die Stadt mit diesen Herausforderungen umgeht. Dazu wird er unter anderem mit zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Engagierten und Helfern sprechen und ihnen für ihren Einsatz danken.

Der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. freut sich, Bundespräsident Gauck in einer DRK-Einrichtung begrüßen zu dürfen. 

09.11.2015 - DRK kümmert sich um Aufnahme und Versorgung von 103 Flüchtlingen in der Feldstraße in Bergisch Gladbach

Am Samstag hat das DRK 103 neue Flüchtlinge in der zentralen DRK-Erstaufnahmeeinrichtung in der Jakobstraße in Bergisch Gladbach registriert und medizinisch versorgt. Die Menschen waren bereits am Tag zuvor in der umgebauten Turnhalle in der Feldstraße in Bergisch Gladbach-Heidkamp eingetroffen, wo sie bis auf Weiteres verbleiben und ebenfalls vom DRK versorgt werden.

Bei milden Temperaturen ging die Registrierung der Menschen, von denen die meisten aus Afghanistan und Syrien, viele aber auch aus dem Iran und Irak stammen, reibungslos vonstatten und dauerte gerade einmal dreieinhalb Stunden lang. Ein Kleinkind, das an Brechdurchfall litt, wurde wegen drohender Dehydrierung ins Krankenhaus überwiesen.

"Durch unsere neue Registrierungs- und Erstaufnahmeeinrichtung, die seit letzter Woche in Betrieb ist und jetzt bereits zum dritten Mal genutzt wurde, können wir noch ressourcensparender arbeiten. Der logistische und zeitliche Aufwand für die Mitarbeiter hat sich enorm reduziert", erläutert DRK-Geschäftsführer Reinhold Feistl. "Außerdem sorgt es in den Flüchtlingsunterkünften für mehr Ruhe, wenn keine Registrierungsstationen und Impfplätze mehr auf- und abgebaut werden müssen."

Das DRK bittet weiterhin um Spenden: Dringend benötigt werden Handtücher sowie Waschhandschuhe für die Hygieneerstausstattung. Sie können werktags zwischen 15.00-17.00 Uhr in der Jakobstraße 101 in Bergisch Gladbach abgegeben werden.

Spendenkonto Flüchtlingshilfe

Kreissparkasse Köln

Kontonr: DE62 3705 0299 0311 05706 69

Service-Hotline "Flüchtlingshilfe"

Tel.: 02202-2365281, E-Mail: fluechtlingshilfe@rhein-berg.drk.de

02.11.2015 - Personelle Unterstützung für neue DRK-Erstaufnahmeeinrichtung in Bergisch Gladbach gesucht

Bisher wird die Erstaufnahme der Flüchtlinge durch erfahrene ehrenamtliche DRK-Mitarbeiter durchgeführt. Um sie zu entlasten, sucht der DRK-Kreisverband für die neue Registrierungs- und Erstaufnahmeeinrichtung in der Jakobstraße in Bergisch Gladbach (s. Meldung unten) dringend Aushilfskräfte auf Abruf: Gebraucht werden medizinisches Assistenzpersonal sowie Mitarbeiter mit PC-Kenntnissen und Sprachkenntnissen in Arabisch, Persisch und Kurdisch für den verwaltungstechnischen Bereich und Mitarbeiter für den Ordnungsdienst, die als Ansprechpartner einen logistisch reibungslosen Ablauf sicherstellen sollen. Interessenten richten sich mit ihrer Kurzbewerbung (gerne online) bitte direkt an Personalleiter Michael Ommer: m.ommer[at]rhein-berg.drk[dot]de

02.11.2015 - DRK kümmert sich um die zentrale Aufnahme und Versorgung von rund 230 neuen Flüchtlingen für Leichlingen und Bergisch Gladbach

Erstmals wurden am Freitagabend 84 Flüchtlinge in der neuen zentralen Registrierungs- und Erstaufnahmeeinrichtung des DRK in der Jakobstraße in Bergisch Gladbach registriert und medizinisch versorgt. Gegen 17.40 Uhr waren die Menschen, unter ihnen viele Familien mit Kindern, mit zwei Bussen aus Bayern eingetroffen. Nach der Registrierung ging es für sie weiter in die Notunterkunft nach Leichlingen / Brückenstraße, wo sich der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. im Auftrag des Rheinisch-Bergischen Kreises und der Stadt Leichlingen um ihre Versorgung kümmert. Mindestens 150 weitere Flüchtlinge für Leichlingen und Bergisch Gladbach werden für den heutigen Abend erwartet. Auch ihre Erstaufnahme wird zentral in der Jakobstraße stattfinden.

"Mit der neuen Registrierungs- und Erstaufnahmeeinrichtung in der Jakobstraße ist es uns gelungen, den logistischen Aufwand enorm zu reduzieren, wie sich gezeigt hat", erklärt Wolfgang Tippkötter, Leiter des Einsatzstabes. "Statt in den jeweiligen Einrichtungen die einzelnen Stationen für Registrierung und medizinische Erstversorgung immer wieder auf- und abbauen zu müssen, können wir nun auf dauerhafte Strukturen zurückgreifen." In der Jakobstraße werden die Flüchtlinge, von denen viele nach der Flucht müde und erschöpft sind, mit Essen und Getränken versorgt, bevor sie die Stationen einer fest installierten "Registrierungsstraße" durchlaufen.

Bisher wird die Erstaufnahme der Flüchtlinge durch erfahrene ehrenamtliche DRK-Mitarbeiter durchgeführt. Um sie zu entlasten, sucht der Kreisverband nun dringend Aushilfskräfte auf Abruf (s. Meldung oben). Interessenten richten sich mit ihrer Kurzbewerbung (gerne online) bitte direkt an Personalleiter Michael Ommer: m.ommer[at]rhein-berg.drk[dot]de

31.10.2015 - Präsident des DRK-Nordrhein besucht Flüchtlingsunterkunft in Katterbach

Aus der Landeshauptstadt machte sich Hans Schwarz, Präsident des DRK-Landesverbandes Nordrhein e.V., auf den Weg nach Bergisch Gladbach, um sich vor Ort ein Bild von der Flüchtlingssituation im Rheinisch-Bergischen Kreis zu machen. In der Flüchtlingsunterkunft in Katterbach wurde er von Ingeborg Schmidt (Vorsitzende des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V.), Horst Gabriel (stv. Vorsitzender des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V.), Reinhold Feistl (Kreisgeschäftsführer), Sabine Schöngen (Fachbereichsleitung Soziale Dienste) und den Mitarbeitern empfangen. Gemeinsam zeigte man Herrn Schwarz die Unterkunft und berichtete von der Arbeit. Hierbei wurden sowohl die positiven Aspekte als auch einzelne Kritikpunkte thematisiert.

29.10.2015 - DRK betreut mehr als 700 Flüchtlinge im Rheinisch-Bergischen Kreis - Ehrenamtliche und hauptamtliche Helfer arbeiten Hand in Hand

Im Auftrag des Rheinisch-Bergischen Kreises und der Kommunen kümmert sich der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. derzeit um die Versorgung von mehr als 700 Flüchtlingen. Diese sind in sieben Unterkünften in Bergisch Gladbach, Rösrath, Leichlingen und Wermelskirchen untergebracht. Zuletzt trafen am Dienstag in der neu in Betrieb genommenen Turnhalle an der Schubertstraße in Wermelskirchen 109 Menschen ein, darunter zahlreiche unbegleitete Jugendliche.

"Seit Wochen sind die ehrenamtlichen Helfer der DRK-Ortsvereine unermüdlich im Einsatz und leisten bei der Betreuung der Menschen hervorragende Arbeit", betont Kreisgeschäftsführer Reinhold Feistl. Ihnen zur Seite steht ein wachsender Stamm an hauptamtlichen DRK-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, um die soziale, medizinische und hauswirtschaftliche Versorgung in den Unterkünften sicherzustellen. Bei seiner Arbeit wird das DRK nicht nur durch Kreis und Kommunen unterstützt: "Es ist großartig zu sehen, wie sich immer mehr Akteure vernetzen, um Flüchtlingen schnell und unbürokratisch zu helfen: Hilfsorganisationen, Vereine, Kirchengemeinden und auch Einzelpersonen, die handfest mit anfassen. So haben uns in dieser Woche zum Beispiel die Berufsschüler des Berufskolleg Kaufmännische Schulen in Bergisch Gladbach beim Aufbau von Möbeln und dem Beziehen von 260 Betten zur Vorbereitung einer weiteren Erstaufnahmeeinrichtungen geholfen."

Das DRK bittet auch weiterhin um Spenden: Dringend benötigt werden Handtücher, Hygieneartikel und Wolldecken sowie Winterschuhe und Kleidung in kleinen und mittleren Größen. Sachspenden können in der Zeit von 15.00-17.00 Uhr an der Jakobstraße 101 in Bergisch Gladbach abgegeben werden. (Nicht mehr gebraucht wird derzeit Kinderspielzeug.)

Spendenkonto Flüchtlingshilfe

Kreissparkasse Köln

Kontonr: DE62 3705 0299 0311 05706 69

Service-Hotline "Flüchtlingshilfe"

Tel.: 02202-2365281, E-Mail:fluechtlingshilfe@rhein-berg.drk.de

 

20.10.2015 - DRK unterstützt die Initiative "Freifunk für Flüchtlinge in Bergisch Gladbach" - In Planung ist freies WLAN für Flüchtlingsunterkünfte in Katterbach und Sand

Rheinisch-Bergischer Kreis - Um Flüchtlingen einen kostenfreien Zugang ins Internet via WLAN zu ermöglichen, haben Freifunker des gemeinnützigen Vereins Freifunk Rheinland e.V. in Bergisch Gladbach das Projekt "Freifunk für Flüchtlinge in Bergisch Gladbach" ins Leben gerufen. Eine Initiative, die der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. ausdrücklich begrüßt und unterstützt. Für den Anfang sind Freifunknetze für die Bergisch Gladbacher Flüchtlingsunterbringungen in Katterbach und Sand geplant, in denen das DRK tätig ist. DRK-IT-Spezialist Hans-Wilhelm Trepper: "Zurzeit kümmern wir uns um über 600 Menschen in Flüchtlingsunterkünften des Kreises. Für sie ist der Mobilfunk oft der einzige Weg, um mit Familienangehörigen Kontakt aufzunehmen. Darüber hinaus ermöglicht ihnen ein WLAN-Zugang über Freifunk die kostenfreie Nutzung digitaler Sprachlern- und Integrationsangebote mit dem Smartphone."

Schon jetzt wird Freifunk in verschiedenen Projekten bundesweit in der Flüchtlingshilfe umgesetzt. Das Prinzip ist einfach: Anwohner mit einem regulären Internetanschluss "spenden" ihre nicht genutzten Internet-Kapazitäten an das nichtkommerzielle Bürgernetz. Dabei werden vom bestehenden Internetanschluss ausschließlich überschüssige Kapazitäten abgezogen. Für den Geber ist dies risikolos: Sein WLAN-Bedarf hat Vorrang; weder haftet er für die Nutzer seiner freien Internet-Kapazitäten, noch haben diese Zugriff auf seine Daten.

"Damit das Projekt Wirklichkeit werden kann, brauchen wir nun dringend die Unterstützung der Bevölkerung", erklärt Frank Dietz von Freifunk Rheinland e.V. "Anwohner im Umkreis von etwa 200 bis 300 Meter rund um die Flüchtlingsunterbringungen, können über einen Freifunk-Router bei sich im Haus Internetkapazität spenden. Schon ein Anschluss kann Hunderte Telefongespräche ermöglichen, ohne dass dem Geber zusätzliche Kosten entstehen." Freifunk Rheinland hat zugesichert, sich einerseits um die Bereitstellung und Installierung der Geräte zu kümmern, andererseits ist geplant, dass sich die Mitglieder des Vereins für eine sinnvolle und effiziente Nutzung der Freifunkkapazitäten in den Flüchtlingsunterkünften einsetzen.

Wer Fragen hat und/oder das Projekt unterstützen möchte (z.B. auch durch zweckgebundene Sachspenden wie Router, Antennen etc.), kann sich direkt an Freifunk Rheinland e.V. wenden: Frank Dietz, freifunk-gl[at]wolke7[dot]net, http://freifunk-bergischgladbach.de/

09.10.2015 - Weitere Turnhalle muss als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden. DRK übernimmt zweite Regelunterkunft in Bergisch Gladbach

Immer mehr Flüchtlinge werden aus den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes Nordrhein-Westfalen nach Bergisch Gladbach gesandt; die Möglichkeiten der Unterbringung der Stadt sind aktuell bereits wieder erschöpft. Die geplanten Notunterkünfte in Paffrath, Katterbach und Frankenforst sind noch nicht oder nicht vollständig verfügbar, aber die Zuweisungen der Bezirksregierung gehen ungebrochen weiter.

Deshalb sieht die Stadtverwaltung keine Alternative, nach dem Sportzentrum in Sand nun noch eine weitere Turnhalle als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung zu stellen. Es handelt sich um die Turnhalle der Katholischen Grundschule In der Auen in Lustheide, Schwerfelstraße. Die Voraussetzungen sind hier günstig: Es können ohne Behinderung des Schulbetriebs Freiflächen und sanitäre Anlagen genutzt werden, außerdem sind Ver- und Entsorgungsleitungen leicht zu erreichen. Die Halle ist geeignet, etwa 80 Menschen Obdach zu geben. Die Herrichtung als Notunterkunft erfolgt noch in der laufenden Kalenderwoche, mit der Belegung muss ebenfalls sehr kurzfristig begonnen werden. Den Betrieb übernimmt in bewährter Weise das Deutsche Rote Kreuz, für die Sicherheit ist ein Wachdienst zuständig. Die Anwohnerinnen und Anwohner wurden bereits per Hauswurfsendung informiert, ebenso die Schulleitung und die betroffenen Sportvereine, die die Halle als Trainingsstätte nutzen.

Schul- und Sportverwaltung setzen alle Hebel in Bewegung, um Ausweichmöglichkeiten für den Schul- und Vereinssport anzubieten. In vollem Umfang wird dies voraussichtlich nicht gelingen. Dafür bittet Bürgermeister Lutz Urbach die Betroffenen sehr eindringlich um ihr Verständnis: "Ich weiß, wie schwierig die Situation für die Sportvereine ist. Aber ich kann noch nicht einmal dafür garantieren, dass nach der Bezugsfertigkeit anderer Unterkünfte im Stadtgebiet die Turnhalle wieder dem Sport zur Verfügung steht." Denn die Stadt ist nach wie vor verpflichtet, alle ihr zugewiesenen Flüchtlinge mit Obdach und Schlafstätte zu versorgen. Im September 2015 waren dies 248 Personen; seit dem 1. Oktober innerhalb einer Woche 143 Personen. Insgesamt hat Bergisch Gladbach aktuell (Stand 7.10.2015) 1100 Flüchtlinge aufgenommen.

Bürgermeister Lutz Urbach appelliert gleichwohl an die Bevölkerung, in ihrer positiven Einstellung nicht nachzulassen: "Bitte begegnen Sie den Flüchtlingen, die aus den Krisen- und Kriegsregionen dieser Welt zu uns kommen, weiterhin mit Wohlwollen und Hilfsbereitschaft. Die Fülle an ehrenamtlichen Hilfsangeboten, die Spenden und Patenschaften geben mir ein sehr hoffnungsvolles Bild. Allen Bürgerinnen und Bürgern, die hierzu ihren Beitrag geleistet haben oder noch leisten, danke ich sehr herzlich."

Wie bereits in anderen Stadtteilen von Bergisch Gladbach geschehen, bietet die Stadt auch für die Bürgerinnen und Bürger von Lustheide eine Informationsveranstaltung an. Diese findet statt am Mittwoch, dem 21. Oktober 2015 um 18:00 Uhr in der Pfarrkirche St. Elisabeth, In der Auen 59, und wird moderiert von Georg Watzlawek (Bürgerportal Bergisch Gladbach). Die Lustheider sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und Ihre Fragen an die Entscheidungsträger der Stadtverwaltung zu richten. 

(Quelle: Pressemitteilung der Stadt Bergisch Gladbach)

09.10.2015 - Presse-Echo

Die lokale und überregionale Presse hat in den vergangenen Tagen sehr ausführlich über die aktuelle Flüchtlingssituation im Rheinisch-Bergischen Kreis berichtet.

Einen kleinen Überblick der Presseberichte haben wir Ihnen hier zusammen gestellt:

RP Online, 9. Oktober: Wermelskirchen - Weitere Hallen als Flüchtlingsunterkunft

in-gl.de, 7. Oktober: DRK bittet um Hilfe für medizinische Versorgung

Wermelskirchener Generalanzeiger, 6.Oktober: Erste Flüchtlinge verlassen die Stadt

Wochenpost, 5. Oktober: Flüchtlinge haben Unterkunft bezogen

Kölner Stadt-Anzeiger, 2. Oktober: Rösrather Schüler gründen Hilfskomitee für Flüchtlinge

Wermelskirchener Generalanzeiger, 20. September: Stadt versorgt über Nacht 87 Flüchtlinge

Kölner Stadtanzeiger, 20. September: Turnhalle könnte weiter für Flüchtlinge genutzt werden

Kölner Stadtanzeiger, 20. September: Direkte Verteilung der Flüchtlinge ist offenbar ausgereizt

Bergische Landeszeitung, 20. September: Freiwillige leisten Flüchtlingshilfe rund um die Uhr

In-gl.de, 20. September: Kreis nimmt die ersten Flüchtlingsgruppen auf

Bergische Morgenpost, 20. September: Prognose - 1872 Flüchtlinge in einem Jahr

Bergische Morgenpost, 19. September: DRK betreut Flüchtlinge mit bis zu 12 Mitarbeitern

Radio Berg, 19. September: Sachspenden für Flüchtlinge gesucht

Radio Berg, 19. September: Zeltstadt in Bergisch Gladbach wird aufgebaut

in-gl.de, 19. September: Sander Flüchtlinge verlassen die Stadt

Kölner Stadtanzeiger, 18. September: Krisenstab koordiniert Flüchtlingshilfe in RheinBerg

in-gl.de, 18. September: Kreis meldet 450 Plätze für Flüchtlinge

Kölner Stadtanzeiger, 18. September: Auch Leichlingen soll Erstaufnahme für Flüchtlinge stellen

in-gl.de, 18. September: DRK bittet im Spenden für Flüchtlinge im Kreis

Radio Berg, 17. September: 500 Flüchtlinge müssen verteilt werden

Kölner Stadtanzeiger, 17. September: 500 Flüchtlinge mehr in Rhein-Berg

in-gl.de, 17. September: RheinBerg gefordert. 150 Plätze heute, 150 morgen 

Kölner Stadtanzeiger, 16. September: Jetzt doch Zeltlager für Flüchtlinge in Bergisch Gladbach

in-gl.de, 16. September: Stadt errichtet Zelt-Camp auf Sportplatz Katterbach

in-gl.de, 16. September: Urbach verdoppelt Kostenschätzung für Flüchtlinge

07.10.2015 - DRK bittet um Spenden zur medizinischen Versorgung der Flüchtlinge

Hygieneartikel und Winterkleidung werden ebenfalls benötigt

Im Auftrag des Rheinisch-Bergischen Kreises und der Kommunen zeichnet sich der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. aktuell für die Betreuung von rund 600 Flüchtlingen in sechs Unterkünften in Bergisch Gladbach, Rösrath, Leichlingen und Wermelskirchen verantwortlich. Um die soziale, medizinische und hauswirtschaftliche Betreuung kümmert sich ein Team aus haupt- und ehrenamtlichen DRK-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Um die hygienische und medizinische Versorgung der Flüchtlinge langfristig sicherstellen zu können, bittet der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. um finanzielle Unterstützung.

"Die Kosten für die Versorgung und Betreuung der Flüchtlinge werden zwar weitestgehend durch das Land getragen, allerdings gibt es auch Ausgaben, die nicht erstattet werden", erläutert Kreisgeschäftsführer Reinhold Feistl den Spendenaufruf. "So finanzieren wir zurzeit beispielsweise rezeptfreie Medikamente und Salben für die Flüchtlinge aus der eigenen Kasse." Gerade jetzt, da die Temperaturen sinken, kämpfen viele Flüchtlinge mit Husten, Schnupfen und Halsschmerzen. Auch Hautausschläge und kleinere Wunden müssten durch die medizinischen Fachkräfte vor Ort versorgt werden.

Darüber hinaus stellt das DRK den Flüchtlingen kostenlos Hygieneartikel zur Verfügung. Diese werden aus den bereits abgegebenen Sachspenden generiert oder aus eigenen Mitteln finanziert. Benötigt werden unter anderem Duschgel, Shampoo, Seife, Einmalrasierer, Rasierschaum, Deoroller, Zahnbürste, Zahnpasta und Bodylotion.

Die oben genannten Hygieneartikel sowie sonstige Sachspenden (Winterkleidung für Kinder/Jugendliche sowie für Erwachsene in den Größen S und M) können weiterhin werktags in der Zeit von 15-17 Uhr an der Jakobstraße 101 in Bergisch Gladbach abgegeben werden.

Spendenkonto Flüchtlingshilfe
Kreissparkasse Köln
DE62 3705 0299 0311 5706 69

02.10.2015 - 64 Flüchtlinge kamen in der Nacht nach Bergisch Gladbach

Am Freitagmorgen um 0:30 Uhr erreichte ein Bus mit 64 Flüchtlingen die Erstaufnahmeeinrichtung in der Sander Turnhalle. Angekündigt worden war der Transport über den Rheinisch-Bergischen Kreis am Donnerstagnachmittag. Die Flüchtlinge kamen über das Drehkreuz Köln nach Bergisch Gladbach. Der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V., der die Notunterkünfte Sand und Katterbach betreut, war mit fünf Helferinnen und Helfern vor Ort - eine Notbesetzung, die dem in der Nacht zuvor geleisteten Großeinsatz in Leichlingen geschuldet war, wo 110 Personen erstaufgenommen werden mussten. Auch hier waren die Helfer die ganze Nacht bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz, was einen zweiten nächtlichen Einsatz in voller Stärke nicht möglich machte. 
 
Die nächtliche Zuweisung nach Bergisch Gladbach warf nicht nur personelle, sondern auch erhebliche organisatorische Probleme auf: Da die Gruppe wiederum weder registriert noch erstuntersucht war, konnte sie in Sand nicht bleiben. Also mussten nach kurzer Lagebesprechung alle zurück in den Bus und wurden nach Katterbach gebracht. Hier stand glücklicherweise eines der beiden Großzelte noch leer, so dass man die Neuankömmlinge separat unterbringen konnte. Denn so lange noch keine medizinische Untersuchung erfolgt ist, besteht die Gefahr der Ansteckung von Kontaktpersonen. Das DRK musste zu diesem Zweck noch zusätzliche 13 Betten aufstellen. Hilfe erhielten die Betreuer in der Nacht auch von Flüchtlingen aus dem zweiten Katterbacher Zelt, die vor allem Dolmetscherdienste leisteten. Um 3.00 Uhr war der nächtliche Einsatz schließlich beendet. Die Restrierung und Untersuchung der Flüchtlinge ist für den heutigen Freitag geplant und findet in den extra aufgebauten Containern der Firma Jola-Rent in Katterbach statt. 
 
Ein weiteres Problem ergab sich aus der Tatsache, dass die Turnhalle in Sand als Erstaufnahmeeinrichtung eigentlich mit 80 Personen ausgelastet ist. Zusammen mit den 35 Neuankömmlingen von Montag mussten aber nun 99 Personen untergebracht werden. Nach Rücksprache mit der städtischen Sozialverwaltung wird nun die Bettenzahl in Sand auf 90 aufgestockt, was nach Ansicht der Verantwortlichen die Grenze der Zumutbarkeit darstellt. Neun Personen wird die Kreisverwaltung in anderen Unterkünften außerhalb von Bergisch Gladbach unterbringen. Bürgermeister Lutz Urbach ließ sich durch seine Kollegen umfassend informieren und warnt vor Überforderung und Eskalation vor Ort: "Es war eine glückliche Fügung, dass zufällig eines der Großzelte leerstand. Wie hätten die Ankömmlinge sonst mitten in der Nacht untergebracht werden sollen? Dieser Wahnsinn muss aufhören, es ist absehbar, dass dies bald niemand mehr im Griff hat. Wir sind nicht nur für die Aufnahme der Flüchtlinge verantwortlich, sondern auch für die Gesundheit der Kollegen und Ehrenamtler."

Von den 64 zugewiesenen Flüchtlingen sind sieben unter sechs Jahre alt. Mit Stichtag 02.10. befinden sich insgesamt 1030 Asylsuchende in städtischen und von der Stadt angemieteten Unterkünften. In der zu Ende gehenden Woche sind außer den erstaufgenommenen 55 Flüchtlingen weitere 50 Personen im Wege der Regelzuweisung nach Bergisch Gladbach gekommen. Die städtische "Task Force Flüchtlingsunterbringung" ist ständig auf der Suche nach neuen Unterkunftsmöglichkeiten.

01.10.2015 - DRK-Helfer nehmen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Leichlingen in Betrieb

Für Dienstagabend wurde die neue Flüchtlingsunterkunft an der Brückenstraße in Leichlingen der Bezirksregierung als aufnahmebereit gemeldet; die ersten Flüchtlinge erreichten die Blütenstadt am frühen Donnerstagmorgen.

Gegen 20 Uhr startete am Mittwoch Abend ein Bundeswehrbus in der Nähe von Passau, um die ersten 45 Flüchtlinge auf direktem Weg nach Leichlingen zu bringen. Dieser erreichte die Unterkunft im ehemaligen Aldi-Markt in der Brückenstraße gegen 4.20 Uhr, wo die Flüchtlinge von rund 50 freiwilligen Helfern von DRK und DLRG sowie neun Ärzten und 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung empfangen wurden. Ein zweiter Bus mit 65 Menschen erreichte die Unterkunft um 6 Uhr. Unter den Flüchtlingen sind viele Familien mit Kindern. Die Menschen kommen zu einem großen Teil aus Ländern wie Syrien, Afghanistan, Iran und dem Irak.

Routiniert und eingespielt wickelten die freiwilligen Helferinnen und Helfer den Empfang der Flüchtlinge ab. Nach der Registrierung wurden die Flüchtlinge in die extra geschaffenen Untersuchungscontainer geführt, wo neun Ärzte die notwendige Erstuntersuchung durchführten. Auch die Freiwillige Feuerwehr Leichlingen half bei Beleuchtungs- und Logistik-Arbeiten mit und das Busunternehmen Hüttebräucker unterstützte die Stadt mit zwei zur Verfügung gestellten Bussen für den Zwischenaufenthalt der Menschen.

Dolmetscher und Sprachvermittler halfen, Sprachbarrieren zu überwinden. Die Ankommenden wurden mit Essen und Getränken versorgt. Zudem erhielten sie Hygieneartikel für die ersten Tage.
Bürgermeister Frank Steffes und Fachbereichsleiter Ingolf Bergerhoff, die die komplette Hilfsaktion in den frühen Morgenstunden begleiteten, waren von dem Engagement und dem gekonnten und reibungslosen Handeln aller Helfer und Helferinnen beeindruckt und bedankten sich für das Geleistete. Bereits in der vergangenen Woche waren zahlreiche Helferinnen und Helfer aus der Verwaltung und vom DRK im Einsatz, um den Aldi-Markt in Leichlingen für die Ankunft der Flüchtlinge herzurichten: Betten aufbauen, Parzellen für 10 bis15 Flüchtlinge mit Hilfe von Bauzäunen und Planen abtrennen, Dusch- und WC-Container sowie Verpflegungszelte aufbauen, einen Aufenthaltsraum schaffen und vieles mehr.

Einen besonderen Dank richtete Bürgermeister Frank Steffes in einer Pressekonferenz aber auch an die vielen Arbeitgeber der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis, der DLRG und der Freiwilligen Feuerwehr Leichlingen, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Flüchtlingshilfe freistellen. Zudem bedankte er sich für den hervorragenden Job, den die Mediziner und Sprachvermittler leisteten. Ohne diese Unterstützung wäre ein solcher Einsatz gar nicht zu stemmen gewesen.

29.09.2015 - Nur halb so viele wie angekündigt: 35 erstaufgenommene Flüchtlinge in Bergisch Gladbach

Zelte in Katterbach in Betrieb

Mit der Zuweisung von 35 weiteren Flüchtlingen nach Bergisch Gladbach im Rahmen der Erstaufnahme hat der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. den Betrieb in Katterbach aufgenommen.

Ursprünglich waren von der Bezirksregierung 80 Flüchtlinge in zwei Bussen für Montag angekündigt. Um 17.25 Uhr erreichte jedoch nur ein Bus mit 35 Personen den Sportplatz in Katterbach, wo die Flüchtlinge von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des DRK und der DLRG in gekonnt routinierter Art empfangen wurden: Das DRK-Kreisauskunftsbüro kümmerte sich gemeinsam mit den städtischen Mitarbeitern um die Registrierung, ein siebenköpfiges Ärzteteam unter der Leitung von Dr. René Drouven führte vor Ort die notwendige Erstuntersuchung durch und aus der Küche des DRK-Ortsvereins Bergisch Gladbach e.V. wurden die Flüchtlinge mit einer warmen Mahlzeit versorgt. Insgesamt begrüßten die Helfer 35 Personen aus vier verschiedenen Ländern; darunter elf Kinder und Jugendliche.

Auf Grund der Entscheidung, die Turnhalle in Sand weiterhin als Erstaufnahme zu betreiben und in Katterbach ausschließlich regelzugewiesene Flüchtlinge unterzubringen, wurden die Neuankömmlinge im Anschluss mit einem Bus der Wupsi von Katterbach nach Sand verlegt, wo sie von sechs DRK-Mitarbeitern empfangen und untergebracht wurden. Die bisher in Sand beheimateten Flüchtlinge waren am Nachmittag bereits nach Katterbach umgezogen.

"Ein solch logistischer Aufwand wäre ohne die Unterstützung der zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfer gar nicht denkbar gewesen." sagt Einsatzleiter Steffen Schmidt. Die Freiwillige Feuerwehr Bensberg kümmerte sich in den Zelten in Katterbach um die Abgrenzung einzelner Parzellen und baute die Betten auf, die Initiative "Willkommen in Schildgen" bezog die Betten in der neuen Unterkunft, die Feuerwehr unterstützte beim Transfer der Flüchtlinge von Sand nach Katterbach und auch die DRK-Helfer waren wieder bis spät in die Nacht im Einsatz.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle den Arbeitgebern der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V., die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Flüchtlingshilfe freistellen.

29.09.2015 - Stellenangebot

Im Auftrag des Rheinisch-Bergischen Kreises und der Kommunen betreibt das Deutsche Rote Kreuz Flüchtlingsunterkünfte im Kreisgebiet. Zur sozialen, medizinischen und hauswirtschaftlichen Betreuung der Neuankömmlinge in Wermelskirchen und Leichlingen sucht das DRK ab sofort:

Sozialarbeiter oder -pädagogen (w/m)

alternativ: Diplom(sport)pädagogen oder Mitarbeiter/innen mit einer vergleichbaren Qualifikation und Erfahrungen in der Migrationsarbeit in Voll- und Teilzeit

Pädagogische Fachkräfte (w/m)

in Voll- und Teilzeit zur Betreuung der Flüchtlingskinder

Medizinische Fachkräfte (w/m)

d.h. Krankenpfleger/innen, Arzthelfer/innen, pensionierte Ärzte o.ä. in Teilzeit zur medizinischen Beratung und Erstversorgung der Flüchtlinge in der Unterkunft

Hauswirtschaftliche Helfer (w/m)

im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung zur Vor- und Nachbereitung sowie Ausgabe der Speisen und allgemeinen hauswirtschaftlichen Tätigkeiten

Die Aufgaben umfassen die sozialarbeiterische und pädagogische Arbeit mit den Bewohnern sowie die Versorgung und Organisation der Unterkunft.

Sie sind kultursensibel im Umgang mit den Bewohnern und sprechen im Idealfall eine weitere Sprache? Teamarbeit, Flexibilität und Kreativität zeichnen Sie aus? Sie können sich mit den DRK-Grundsätzen identifizieren?

Dann sind Sie bei uns genau richtig. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung: DRK-Rettungsdienst Rhein-Berg GmbH, Hauptstraße 261, 51465 Berg. Gladbach, Michael Ommer, Tel: 02202-9364122, Mail: m.ommer[at]rhein-berg.drk[dot]de

29.09.2015 - Presse-Echo

Die lokale und überregionale Presse hat in den vergangenen Tagen sehr ausführlich über die aktuelle Flüchtlingssituation im Rheinisch-Bergischen Kreis berichtet.

Einen kleinen Überblick der Presseberichte haben wir Ihnen hier zusammen gestellt:

in-gl.de, 28. September: DRK kocht in Bergisch Gladbach für 300 Flüchtlinge

Kölner Stadtanzeiger, 28. September: 80 neue Flüchtlinge in Bergisch Gladbach

Kölner Stadtanzeiger, 25. September: In Leichlingen wird die Hilfe gebündelt

in-gl.de, 24. September: Rösrather zeigen Solidarität mit Flüchtlingen

in-gl.de, 23. September: Rösrath nimmt 152 Flüchtlinge in Turnhallen auf

Bergische Landeszeitung, 23. September: Planen von Tag zu Tag

Radio Berg, 23. September: Rösrath: Flüchtlinge sind da

Radio Berg, 22. September: Weitere Flüchtlinge angekommen

Rheinische Post, 22. September: Neue Flüchtlinge kommen in Dabringhausen an

Rheinische Post, 22. September: Kreis schafft bis Freitag 500 Plätze

Radio Berg, 21. September: Flüchtlinge fühlen sich gut aufgehoben

Radio Berg, 21. September: Alles bereit für Flüchtlinge

Kölner Stadtanzeiger, 21. September: 100 Betten für die Flüchtlinge in der alten Aldi-Filiale 

Wermelskirchener Generalanzeiger, 20. September: Stadt versorgt über Nacht 87 Flüchtlinge

Kölner Stadtanzeiger, 20. September: Turnhalle könnte weiter für Flüchtlinge genutzt werden

Kölner Stadtanzeiger, 20. September: Direkte Verteilung der Flüchtlinge ist offenbar ausgereizt

Bergische Landeszeitung, 20. September: Freiwillige leisten Flüchtlingshilfe rund um die Uhr

Rheinische Post, 20. September: Große Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge

In-gl.de, 20. September: Kreis nimmt die ersten Flüchtlingsgruppen auf

Bergische Morgenpost, 20. September: Prognose - 1872 Flüchtlinge in einem Jahr

Bergische Morgenpost, 19. September: DRK betreut Flüchtlinge mit bis zu 12 Mitarbeitern

Radio Berg, 19. September: Sachspenden für Flüchtlinge gesucht

Radio Berg, 19. September: Zeltstadt in Bergisch Gladbach wird aufgebaut

in-gl.de, 19. September: Sander Flüchtlinge verlassen die Stadt

Kölner Stadtanzeiger, 18. September: Auch Leichlingen soll Erstaufnahme-Lager für Flüchtlinge werden

Kölner Stadtanzeiger, 18. September: Krisenstab koordiniert Flüchtlingshilfe in RheinBerg

in-gl.de, 18. September: Kreis meldet 450 Plätze für Flüchtlinge

Kölner Stadtanzeiger, 18. September: Auch Leichlingen soll Erstaufnahme für Flüchtlinge stellen

in-gl.de, 18. September: DRK bittet im Spenden für Flüchtlinge im Kreis

in-gl.de, 17. September: Bergisch Gladbach aus Sich der Sander Flüchtlinge

Radio Berg, 17. September: 500 Flüchtlinge müssen verteilt werden

Kölner Stadtanzeiger, 17. September: 500 Flüchtlinge mehr in Rhein-Berg

in-gl.de, 17. September: RheinBerg gefordert. 150 Plätze heute, 150 morgen 

Kölner Stadtanzeiger, 16. September: Jetzt doch Zeltlager für Flüchtlinge in Bergisch Gladbach

in-gl.de, 16. September: Stadt errichtet Zelt-Camp auf Sportplatz Katterbach

in-gl.de, 16. September: Urbach verdoppelt Kostenschätzung für Flüchtlinge

28.09.2015 - Wieder Flüchtlings-Erstaufnahme in Bergisch Gladbach - Medizincheck in Katterbach, Unterbringung in Sand

Bergisch Gladbach wird wieder Standort für erstaufgenommene Flüchtlinge. Die Bezirksregierung Köln hat für heute (28.09.) die Ankunft von 80 Personen angekündigt, die im Wege der Erstaufnahme untergebracht werden müssen. Mit dem Eintreffen wird am späten Nachmittag gerechnet. Die Stadt Bergisch Gladbach übernimmt in Amtshilfe für die Landesbehörden die amtliche Registrierung und die Gesundheitsuntersuchung der Flüchtlinge und bringt sie so lange in eigenen Notunterkünften unter, bis sie im Rahmen der Regelzuweisung auf andere Kommunen aufgeteilt werden.

Ursprünglich hatte Bürgermeister Lutz Urbach der Bezirksregierung die neue Notunterkunft in Katterbach (zwei Großzelte mit Platz für 150 Personen) als Erstaufnahmestation angeboten, allerdings unter der Bedingung, dass dann eine Atempause bei den Regelzuweisungen (Zuweisung bereits registrierter und medizinisch untersuchter Personen, die auf Bescheidung ihres Asylantrags warten) gewährt wird. Dies mochte die Bezirksregierung nicht garantieren, so dass man jetzt übereinkam, dass nur 80 Personen erstaufgenommen werden müssen, dafür die Regelzuweisungen aber weiterlaufen. Für morgen (Dienstag) sind 20 Personen angekündigt.

Um eine klare Trennung zwischen Flüchtlingen im Erstaufnahme- und Zuweisungsverfahren zu gewährleisten, bringt die Stadt Bergisch Gladbach die 80 Neuankömmlinge in der Turnhalle Sand unter, womit diese wieder ausgelastet ist. Mit dem Betrieb ist weiterhin das Deutsche Rote Kreuz - Kreisverband Rhein-Berg - beauftragt. Die in Sand bereits untergebrachten, regulär zugewiesenen 52 Personen werden mit Hilfe der Feuerwehr nach Katterbach umgesiedelt.

Für die amtliche Registrierung sorgen städtische Mitarbeiter, die ärztliche Untersuchung wird von einem freiwilligen Team unter der Leitung von Dr. René Drouven geleistet. Die hierfür erforderliche mobile Untersuchungseinheit hat das Rote Kreuz gemietet und vor Ort gebracht. Allerdings nicht nach Sand, sondern nach Katterbach, weil hier ursprünglich die Erstaufgenommenen untergebracht werden sollten. Dort bleibt sie jetzt nach Auskunft des DRK auch stehen, da in der Kürze der Zeit ein Ortswechsel mit dem sperrigen Sattelauflieger nicht mehr möglich ist. Die Flüchtlinge werden also aus der zuweisenden Zentralaufnahmeeinrichtung zunächst nach Katterbach gebracht, nach dem Medizincheck dann per Bus nach Sand chauffiert und dort auf ihre Schlafplätze eingewiesen.

Die 150 Plätze der Notunterkunft Katterbach stehen somit zunächst vollständig für Flüchtlinge in Regelzuweisung zur Verfügung; seit Freitag (25.09.) ist der Standort einsatzbereit. Das DRK wurde auch hier mit dem Betrieb beauftragt. Die notwendigen Einrichtungsgegenstände wie Betten, Trennwände und Verstaumöglichkeiten für persönliche Habe sind vor Ort, Das DRK sorgt für warme Mahlzeiten und auch z.B. für Kleidung, Spielsachen und Hygieneartikel - in gewohnt zugewandter und liebevoller Betreuung, wie sie bereits in der Sander Turnhalle dankbar angenommen wurde. Für die Sicherheit in der Einrichtung wurde auch hier ein Wachdienst engagiert.

Weitere Möglichkeiten der Flüchtlingsunterbringung werden laufend durch die städtische "Task Force" geprüft. Nach aktuellem Stand befinden sich ca. 930 regulär zugewiesene Flüchtlinge in Bergisch Gladbach; zusammen mit den jetzt Erstaufgenommenen steigt die Zahl also auf 1010 Flüchtlinge.

(Pressemitteilung der Stadt Bergisch Gladbach)

28.09.2015 - DRK-Ortsverein Bergisch Gladbach e.V. stellt seine Küche für die Flüchtlingshilfe zur Verfügung

Ab sofort werden die Sander Flüchtlinge und die für Katterbach angekündigten Neuankömmlinge aus der eigenen DRK-Küche verköstigt.

In den vergangenen Wochen wurde die Kaltverpflegung für das Frühstück und das Abendessen immer vom DRK-Seniorenzentrum in Wipperfürth zubereitet und nach Bergisch Gladbach geliefert. Mit der steigenden Zahl von Flüchtlingen wäre diese logistische Meisterleistung auf Dauer aber nicht zu bewältigen gewesen. Aus diesem Grund haben sich der DRK-Ortsverein Bergisch Gladbach sowie der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. zu einer ortsansässigen Lösung entschieden: In der Großküche des Ortsvereins wird ab sofort für die Bergisch Gladbacher Flüchtlinge gekocht. Neben dem Frühstück und Abendessen wird hier auch das Mittagessen für die Flüchtlinge zubereitet.

Die Wipperfürther Hauswirtschaftsleitung Miranda Wirth hat sich gemeinsam mit ihrem Küchenchef Christian Krabsch viele Gedanken gemacht, wie man die Versorgung der Flüchtlinge optimieren kann. In enger Zusammenarbeit mit dem bestehenden Mitarbeiterpool aus Wipperfürth kümmert sich nun ein Team aus sechs Personen um die Mahlzeitenzubereitung. Ein Kühlwagen sowie ein großes Trockenlager stehen für die Aufbewahrung der Lebensmittel bereit, ein zusätzlicher Ofen sowie weitere Küchengeräte wurden angeschafft, so dass eine problemlose Zubereitung von Speisen für bis zu 300 Personen gewährleistet werden kann.

Zur offiziellen Schlüsselübergabe trafen sich Dr. Ralph Laske (Erster Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Bergisch Gladbach), Christian Schulz (stv. Bereitschaftsleiter) sowie Miranda Wirth (Hauswirtschaftsleitung DRK-Seniorenzentrum Wipperfürth) in der neu eingerichteten Küche in Bergisch Gladbach.

23.09.2015 - Flüchtlinge beziehen Unterkünfte in Rösrath. Eine weitere Nachtschicht für die DRK-Helfer

Eine weitere Nachtschicht leisteten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. mit Unterstützung eines zwölfköpfigen Ärzteteams, weiteren Helfern der DLRG und Mitarbeitern der Stadtverwaltung. Grund dafür war die Inbetriebnahme der beiden neuen Flüchtlingsunterkünfte in Rösrath. In der Turnhalle der Freiherr-Vom-Stein-Schule wurden 100 Plätze geschaffen; in der Turnhalle in Venauen zusätzliche 80.

Insgesamt kamen am gestrigen Abend 160 Personen in Rösrath an: 65 Frauen und 95 Männer, darunter 55 Minderjährige aus 16 unterschiedlichen Nationen.

Mit vier Bussen wurden die Neuankömmlinge von Dortmund nach Rösrath gebracht. Der erste Bus erreichte die Freiherr-Vom-Stein-Schule gegen 19.40h. Dort wurden sie von dem eingespielten DRK-Team in Empfang genommen und mit einem kleinen Imbiss versorgt, ehe sie zur Registrierung in die Turnhalle geführt worden. Dort warteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisauskunftsbüros auf die Neuankömmlinge, um die Personalien für die Akten aufzunehmen. Dabei wurden sie tatkräftig vom Rösrather Bürgermeister Marcus Mombauer unterstützt, der sich kurzerhand dazu bereit erklärte, bei der Aufnahme der Personalien und dem Kopieren der Dokumente behilflich zu sein.

In den Umkleideräumen der Turnhalle wurden bereits im Vorfeld sechs Untersuchungsräume geschaffen, in denen das routinierte Ärzteteam unter der Leitung von Dr. René Drouven die erforderlichen Erstuntersuchungen vornehmen durfte. Unterstützt wurden sie dabei erstmals von den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen der DRK-Sozialstation in Overath. Die gelernten Kranken- und Altenpflegerinnen sind dem Aufruf ihres Geschäftsführers Reinhold Feistl gefolgt und haben kurzfristig ihre Unterstützung zugesichert.

Nach der Untersuchung ging es für einen Teil der Neuankömmlinge direkt weiter nach Rösrath-Venauen, wo sie nach einer langen, kräftezehrenden Reise endlich zur Ruhe kommen konnten. Der andere Teil konnte in der Turnhalle der Freiherr-Vom-Stein-Schule verbleiben, dort eine warme Mahlzeit einnehmen und im Anschluss sein Bett beziehen.

Um kurz vor Mitternacht waren die Registrierung und Untersuchung der Flüchtlinge abgeschlossen, doch die Helferinnen und Helfer waren noch bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz: Akten sortieren, rückrüsten, den nächsten Morgen vorbereiten... für die Helferinnen und Helfer des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. sind die Einsätze im Rahmen der Flüchtlingshilfe eine echte Mammut-Aufgabe.

22.09.2015 - 53 weitere Flüchtlinge erreichen Wermelskirchen

Nachdem die ersten 87 Flüchtlinge die Notunterkunft in der Mehrzweckhalle in Wermelskirchen-Dabringhausen bereits am Samstagabend erreicht haben, wurden gestern Abend weitere 53 Neuankömmlinge der Stadt Wermelskirchen zugeteilt.

Gegen 21 Uhr hielt der Bus an der Mehrzweckhalle, wo die Neuankömmlinge von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V., der DLRG sowie Mitarbeitern der Stadtverwaltung empfangen wurden. Unterstützt wurde das Helfer-Team darüber hinaus durch fünf Dolmetscher, die bei Sprachbarrieren schnell und unkompliziert Hilfe leisten konnten. Unter ihnen auch drei syrische Männer, die schon länger in Wermelskirchen leben und spontan ihre Hilfe zugesichert haben.

Wie auch am Samstagabend wurden die Flüchtlinge registriert und untersucht, mit einer warmen Mahlzeit versorgt und für die ersten Tage mit Hygieneartikeln und warmer Kleidung ausgestattet.

Unter den 53 Neuankömmlingen waren wieder viele Familien und allein reisende Männer, aber auch ein Säugling und eine schwangere Frau konnten in Wermelskirchen registriert werden.

Aktuell sind nun 140 der zur Verfügung stehenden 150 Betten belegt. Wann die weiteren Plätze aufgefüllt werden, ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht absehbar.

Unter der Leitung von DRKlerin Jacky Herzog wird den Flüchtlingen nun erst mal die Möglichkeit geboten, nach ihrer langen und kräftezehrenden Reise zur Ruhe zu kommen. Wenn sich die Abläufe etwas eingespielt haben, wollen die DRK-Verantwortlichen die zahlreichen Hilfsangebote der Bevölkerung in den Tagesablauf mit einarbeiten. "Schon jetzt sind die Angebote riesig. Wir bitten jedoch um Verständnis, dass die Flüchtlinge nun erst einmal zur Ruhe kommen müssen. Ab der kommenden Woche können wir über weitere Maßnahmen nachdenken." erklärt Jacky Herzog.

Für die Koordination der Hilfsangebote zeichnet sich die Stadt Wermelskirchen verantwortlich und hat hierfür extra eine entsprechende Service-Hotline eingerichtet. Diese ist werktags in der Zeit von 8.30-12.00 Uhr unter der 02196-710444 zu erreichen.

Von der Anlieferung von Kleider- und Sachspenden direkt an der Unterkunft bitten die Verantwortlichen abzusehen. Zudem wird darum gebeten, die lokale Presse zu verfolgen, welche Spenden aktuell benötigt werden. Als zentrale Annahmestelle hat der DRK-Ortsverein Wermelskirchen e.V. seine Öffnungszeiten erweitert. Sachspenden können ab sofort werktags an der Berliner Straße 21-23 abgegeben werden.

Öffnungszeiten:
Montag-Freitag: 8.00-9.30 Uhr sowie 18.00-20.00 Uhr
Samstag und Sonntag: 12.00-14.00 Uhr

22.09.2015 - Sander Flüchtlinge verlassen die Unterkunft

Seit dem vergangenen Freitag steht fest, dass die Sander Flüchtlinge nicht, wie gehofft, in Bergisch Gladbach bleiben dürfen. Nach der Registrierung im Kreishaus wurden die 78 Flüchtlinge am Dienstag mit zwei Reisebussen abgeholt und in eine Zentrale Unterbringungseinrichtung des Landes nach Neuss gebracht.

Tränenreich war der Abschied bei der Abreise der Sander Flüchtlinge am Dienstagvormittag. Nach einem spontanen Abschiedsfest am Montagabend, an dem die Sander Flüchtlinge gemeinsam mit den DRK-Helferinnen und Helfern bis in den späten Abend getanzt und gelacht haben, wurden die 78 Flüchtlinge gegen 9 Uhr von zwei Reisebussen abgeholt. Dieser bringt sie in eine Zentrale Unterbringungseinrichtung nach Neuss, von wo aus sie in den nächsten Tagen im Rahmen der Regelzuweisung auf die Städte und Gemeinden in NRW verteilt werden.

Wir wünschen den Sander Flüchtlingen alles Gute für ihren weiteren Weg und hoffen, dass Sie sich überall anders genauso wohl fühlen wie in Bergisch Gladbach

21.09.2015 - Presse-Echo

Die lokale und überregionale Presse hat in den vergangenen Tagen sehr ausführlich über die aktuelle Flüchtlingssituation im Rheinisch-Bergischen Kreis berichtet.

Einen kleinen Überblick der Presseberichte haben wir Ihnen hier zusammen gestellt:

Wermelskirchener Generalanzeiger, 20. September: Stadt versorgt über Nacht 87 Flüchtlinge

Kölner Stadtanzeiger, 20. September: Turnhalle könnte weiter für Flüchtlinge genutzt werden

Kölner Stadtanzeiger, 20. September: Direkte Verteilung der Flüchtlinge ist offenbar ausgereizt

Bergische Landeszeitung, 20. September: Freiwillige leisten Flüchtlingshilfe rund um die Uhr

In-gl.de, 20. September: Kreis nimmt die ersten Flüchtlingsgruppen auf

Bergische Morgenpost, 20. September: Prognose - 1872 Flüchtlinge in einem Jahr

Bergische Morgenpost, 19. September: DRK betreut Flüchtlinge mit bis zu 12 Mitarbeitern

Radio Berg, 19. September: Sachspenden für Flüchtlinge gesucht

Radio Berg, 19. September: Zeltstadt in Bergisch Gladbach wird aufgebaut

in-gl.de, 19. September: Sander Flüchtlinge verlassen die Stadt

Kölner Stadtanzeiger, 18. September: Krisenstab koordiniert Flüchtlingshilfe in RheinBerg

in-gl.de, 18. September: Kreis meldet 450 Plätze für Flüchtlinge

Kölner Stadtanzeiger, 18. September: Auch Leichlingen soll Erstaufnahme für Flüchtlinge stellen

in-gl.de, 18. September: DRK bittet im Spenden für Flüchtlinge im Kreis

Radio Berg, 17. September: 500 Flüchtlinge müssen verteilt werden

Kölner Stadtanzeiger, 17. September: 500 Flüchtlinge mehr in Rhein-Berg

in-gl.de, 17. September: RheinBerg gefordert. 150 Plätze heute, 150 morgen 

Kölner Stadtanzeiger, 16. September: Jetzt doch Zeltlager für Flüchtlinge in Bergisch Gladbach

in-gl.de, 16. September: Stadt errichtet Zelt-Camp auf Sportplatz Katterbach

in-gl.de, 16. September: Urbach verdoppelt Kostenschätzung für Flüchtlinge

20.09.2015 - 89 Flüchtlinge erreichen die Mehrzweckhalle in Dabringhausen

 Am Samstag um 21.30 Uhr erreichte der erste Bus mit 43 Flüchtlingen die Notunterkunft in der Mehrzweckhalle in Wermelskirchen-Dabringhausen. Ein weiterer Bus brachte gegen Mitternacht weitere 46 Neuankömmlinge, so dass aktuell 89 der zur Verfügung stehenden 150 Betten in der Erstaufnahmeeinrichtung belegt sind. Wann die weiteren Plätze beleget werden, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht absehbar. 

Die Ankunftszeit hatte sich immer weiter nach hinten verschoben. Bereits am Donnerstag bzw. Freitag hatte man mit der Ankunft der Flüchtlinge gerechnet und in der Halle alle notwendigen Vorkehrungen getroffen: 150 Feldbetten wurden mit Unterstützung von Feuerwehr uns THW aufgebaut und mit Decken und Kissen für die eintreffenden Flüchtlinge vorbereitet. Mit Hilfe von Bauzäunen und Planen wurden kleinere Bereiche für ein wenig Privatsphäre abgetrennt. Die Aufenthalts- und Essensräume wurden hergerichtet und eine warme Mahlzeit für die Neuankömmlinge vorgehalten.

Nachdem die Flüchtlinge durch die Helferinnen und Helfer des DRK-Kreisauskunftsbüros registriert wurden, wurden sie zur Untersuchung an ein fünfköpfiges Ärzte Team überwiesen. Diese führten in den extra vorbereiteten Untersuchungsräumen die medizinische Erstversorgung durch.

Nach Bescheinigung der Gesundheit, wurden die Neuankömmlinge mit Hygienepacks ausgestattet und konnten nach einer warmen Mahlzeit erst einmal in dem für sie vorgesehenen Feldbett zur Ruhe kommen.

Insgesamt kümmerten sich ein Team aus 19 ehrenamtlichen DRK-Helferinnen und Helfern sowie ein fünfköpfiges Ärzteteam um die Erstversorgung und Betreuung der 89 Flüchtlinge aus 14 verschiedenen Nationen, darunter 21 Kinder.

In den nächsten Tagen wird die Unterkunft in einem Zweischicht-System von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. weiter betrieben. Ab der kommenden Woche werden hauptamtliche Kräfte den Einsatz vor Ort unterstützen.

20.09.2015 - Registrierung der Menschen aus der Sander Erstaufnahme-Einrichtung am Montag - Bezirksregierung Arnsberg kündigt für Dienstag die Abreise an

Acht Wochen nach ihrer Ankunft in Bergisch Gladbach gibt es für die Menschen, die in der Erstaufnahme-Einrichtung im Stadtteil Sand leben, eine neue Entwicklung.

Wie die Bezirksregierung Arnsberg am Freitag mitgeteilt hat, sollen die 78 Personen am Montag durch ein mobiles Registrierungsteam registriert werden.

In dem Schreiben, das der Stadtverwaltung per Mail zuging, wird zudem angekündigt, dass die Familien und Einzelpersonen anschließend am Dienstagmorgen die Sander Unterkunft verlassen werden.

Für die Stadtverwaltung und das Deutsche Rote Kreuz als Betreiber der Einrichtung bedeutet dieser erwartete Schritt eine kurzfristige Veränderung, die sich auf die Struktur der Unterbringungsstandorte für Flüchtlinge im Stadtgebiet auswirken könnte.

"Das DRK betreibt in Bergisch Gladbach zwei Einrichtungen. Katterbach mit 150 Plätzen ab Montag und die Turnhalle in Sand mit einer Unterbringungskapazität von 78 Personen", erläutert Bürgermeister Lutz Urbach. "Da die Zahl der Regelzuweisungen nach wie vor extrem hoch ist, müssen wir überlegen, wo wir welche Einrichtung weiter betreiben."

Die Sozialverwaltung der Stadt Bergisch Gladbach klärt in Zusammenarbeit mit der Task Force zur Bereitstellung weiterer Unterkunftsplätze für Flüchtlinge, wie auf den derzeit hohen Zuweisungsdruck reagiert werden kann. Hierzu ist man auch mit der Bezirksregierung Köln im Gespräch.

Die Erfahrungen aus anderen Kommunen zeigen, dass in der Regel die freigezogenen Plätze der Erstaufnahmeeinrichtung zeitnah wieder besetzt werden. Im Rahmen der Regelzuweisungen sind der Stadt Bergisch Gladbach für Montag vier Menschen und für Dienstag weitere 26 Personen angekündigt worden.

Lutz Urbach bittet um Geduld und Verständnis, dass die Stadt immer wieder auf die sich ständig verändernden Rahmenbedingungen regieren muss: "Ich weiß, dass derzeit viele Gerüchte die Runde machen. Das ist verständlich; der Bedarf an Informationen ist groß. Deswegen führen wir Informationsveranstaltungen durch, nutzen die Medien und die städtische Internetseite und informieren betroffene Anwohner auch durch Schreiben, die in die Briefkästen verteilt werden. Die Situation ist leider alles andere als einfach. Wir müssen flexibel reagieren, wenn sich die Rahmenbedingungen verändern. Wir wussten Mitte der Woche noch nicht, dass sich durch die Abholung der Flüchtlinge die Situation am Standort Sand verändert."

Lutz Urbach ist von dem großen Engagement und der Welle der Hilfsbereitschaft begeistert. "Wir werden in der nun beginnenden Woche die Marke von mehr als 1000 Flüchtlingen in Bergisch Gladbach übersteigen. Diese Aufgabe können wir nur alle gemeinsam meistern."

Pressemitteilung der Stadt Bergisch Gladbach

19.09.2015 - 500 Plätze für Flüchtlinge: Riesige Herausforderung nur gemeinsam zu meistern - Kreis, Städte, Gemeinden, Hilfsorganisationen und Ehrenamtler ziehen an einem Strang

Am Mittwochabend forderte die Bezirksregierung Köln den Rheinisch-Bergischen Kreis auf, kurzfristig 500 Plätze für die Erstunterbringung von Flüchtlingen einzurichten. Daraufhin aktivierte Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke den Krisenstab des Kreises. Dem Einsatzstab stehen Kreisdirektor Dr. Erik Werdel und Dezernent Markus Fischer vor. Da der Rheinisch-Bergische Kreis kaum über eigene Liegenschaften verfügt, benötigt man Unterstützung aus den Kommunen. Dazu nahm der Landrat Kontakt mit den Bürgermeistern des Kreises auf. Die Hilfe lief an. Überhaupt ist diese Herausforderung nur durch das Zusammenwirken ganz vieler Beteiligter zu meistern. Dazu gehören neben den Städten und Gemeinden beispielsweise das Deutsche Rote Kreuz, der Arbeiter Samariter Bund, die Feuerwehren sowie deren Jugendorganisationen, die Flüchtlingshilfsorganisation und viele engagierte Bürger. Dieses gemeinsame und koordinierte Vorgehen macht die Einsatzstabsleiter Dr. Erik Werdel und Markus Fischer optimistisch: "Wir sind zuversichtlich, in der nächsten Woche alle 500 von der Bezirksregierung angeforderten Unterbringungsmöglichkeiten vorhalten zu können. Wir sind allen Beteiligten, den Kommunen, den Hilfsorganisationen und ehrenamtlichen Helfern sehr dankbar für die spontane und zuverlässige Unterstützung."

DRK und ASB betreiben Unterkünfte

In einer Sporthalle in Dabringhausen hat die Stadt Wermelskirchen die ersten 150 Plätze eingerichtet. Dort wird stündlich mit dem Eintreffen der ersten Flüchtlinge gerechnet. Die Unterbringung der Stadt Overath in der Untereschbacher Turnhalle soll heute Abend zur Verfügung stehen. Der ASB betreibt den Standort für 70 Menschen. Zum selben Zeitpunkt möchte man die Unterbringung in der Turnhalle der Martin-Luther-King Schule startklar haben. In dem kreiseigenen Gebäude in Rösrath finden dann 80 Menschen vorübergehend eine sichere Bleibe. Die Stadt Rösrath selbst stellt die Halle des Freiherr-von-Stein-Gymnasiums zur Verfügung. Dort können 100 Menschen Aufnahme finden. Geplant ist die Einsatzbereitschaft für Montag. Beide Unterkünfte betreibt dann das DRK. Die Stadt Burscheid hat für Dienstag 50 Plätze avisiert. Damit stünden dann Betten für 455 Menschen zur Verfügung. Um die restlichen Plätze auch noch einzurichten, werden Gespräche mit allen anderen Städten und Gemeinden geführt. Kürten und Leichlingen sind bereits aktiv in der Planung.

Unterbringung: Viele Dinge zu organisieren

 Die Bereitstellung der Unterbringungsmöglichkeiten bedeutet für alle Beteiligte eine riesige logistische Herausforderung. In kürzester Zeit müssen Räumlichkeiten gefunden und hergerichtet werden, die nicht für diesen Zweck vorgesehen sind. Eine Sporthalle wird zunächst leergeräumt, der Boden erhält einen Schutzbelag und Abtrennungen zum Sichtschutz werden installiert, um ein Mindestmaß an Privatsphäre zu ermöglichen. Für die Menschen müssen Feldbetten samt Bettzeug organisiert, für Verpflegung gesorgt sowie Hygieneartikel gekauft und verteilt werden. Auch die Entsorgung des anfallenden Mülls will geregelt sein. Die Sicherstellung der medizinischen Versorgung und die Bereitstellung von Dolmetschern sind weitere wichtige Aspekte, genau wie die Installation einer Security. Aber natürlich gibt es noch viele Aspekte mehr. Dies alles in der In der Kürze der Zeit zu schaffen, ist nur durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligter möglich.

Informationsveranstaltung am Mittwoch in Rösrath

 Die Stadt Rösrath und der Rheinisch-Bergische Kreis informieren am Mittwoch, den 23. September um 19 Uhr im Bürgerforum, Rathausplatz, Rösrath-Hoffnungsthal die Menschen über die Situation, um für Akzeptanz und eine möglichst große Hilfsbereitschaft zu werben. Als Gesprächspartner stehen dann Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke, der Erste Beigeordnete der Stadt Rösrath, Ulrich Kowalewski, und Einsatzstableiter Dr. Erik Werdel Rede und Antwort. Auch die Stadt Overath plant eine Bürger-Informationsveranstaltung. Diese findet am Dienstag, den 22. September um 19 Uhr im Schulzentrum Cyriax statt.

Pressemitteilung des Rheinisch-Bergischen Kreises

18.09.2015 - DRK in Wermelskirchen, Rösrath und Bergisch Gladbach in der Flüchtlingshilfe aktiv

"Wir denken jetzt in Einsatzabschnitten", sagt Wolfgang Tippkötter, koordinierender Leiter des Krisenstabs des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V.

Grund dafür ist die große Anzahl an neuen Flüchtlingen im Rheinisch-Bergischen Kreis und die kurzfristig zu errichtenden Notunterkünfte in den Kommunen.

Im Auftrag des Rheinisch-Bergischen Kreises zeichnet sich der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. ab sofort für die Erstaufnahmeeinrichtung in der Mehrzweckhalle in Wermelskirchen-Dabringhausen für bis zu 150 Personen sowie für die Turnhalle der Martin-Luther-King Schule in Rösrath-Venauen für bis zu 80 Personen verantwortlich. Die Wermelskirchener Einrichtung wurde von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern gestern bereits eingerichtet. Wann die Neuankömmlinge die Unterkunft erreichen, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar.

Die Turnhalle in Rösrath-Venauen wird am heutigen Freitag sowie am morgigen Samstag durch die Rotkreuzler eingerichtet. Auch hier gibt es noch keine Angaben zur Ankunft der Flüchtlinge.

Im Auftrag der Stadt Rösrath wird das DRK darüber hinaus die Erstversorgung der im Rahmen der Regelzuweisung eintreffenden Flüchtlingen in der Turnhalle der Freiherr-Von-Stein-Schule ehrenamtlich übernehmen.

Für die in Bergisch Gladbach-Katterbach errichteten Zelte hat das DRK bereits Sozialarbeiter eingestellt, die den Betrieb ab Montag übernehmen können. Der Betrieb der Sander Unterkunft wird wie bisher aufrecht erhalten und die dort beheimateten 80 Flüchtlinge weiter betreut.

18.09.2015 - Bergisch Gladbacher Service Clubs übergeben Kühlwagen an das DRK

Der Rotary Club Bergisch Gladbach, der Lions Club Bensberg-Königsforst, der Lions Club Bensberg-Schloss und der Lions Club Bergisch Gladbach/Bensberg haben gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürger einen Kühlanhänger für den DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. angeschafft.

Aktuell wird der Kühlwagen an der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Sand eingesetzt, steht aber auch für zukünftige Einsätze der Rotkreuz-Helfer zur Verfügung.

Im Katastrophenfall dient er zur Aufbewahrung von Lebensmitteln und Getränken, die zur Versorgung der betroffenen Personen notwendig sind. Es kommt auch vor, dass bei Einsätzen das DRK die Versorgung der Helfer (Feuerwehr, THW etc.) mit Hilfe solcher Kühlanhänger übernimmt. Ebenso kann er bei Übungen eingesetzt werden.

Zur offiziellen Übergabe trafen sich die Vertreter der Service Clubs sowie die Verantwortlichen des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. an der Unterkunft in Bergisch Gladbach-Sand.

18.09.2015 - Ab Dienstag: Spendenstraße eröffnet

Mit dem Aufbau der Zelte in Bergisch Gladbach-Katterbach schafft die Stadt Bergisch Gladbach Platz für vorerst 150 weitere Flüchtlinge, die im Rahmen der Regelzuteilung in die Kreisstadt kommen können. Weitere 500 Flüchtlinge wurden dem Rheinisch-Bergischen Kreis zugewiesen, die im Rahmen der Erstaufnahme auf die Kommunen verteilt werden müssen. Die Stadt Wermelskirchen hat sich kurzfristig für die Aufnahme von 150 Flüchtlingen bereit erklärt. Auch hier kümmert sich das DRK um die Erstaufnahme.

Für die unkomplizierte und schnelle Erstversorgung der Neuankömmlinge werden dringend die folgenden Sachspenden benötigt:

  • Kissen- und Bettbezüge
  • Spannbetttücher
  • Handtücher
  • Waschlappen
  • Warme Decken
  • Winterkleidung für Männer und Frauen
  • Winterschuhe
  • Hygieneartikel (Duschgel, Shampoo, Seife, Einmalrasierer, Rasierschaum, Deoroller, Zahnbürste, Zahnpasta, Bodylotion)

Die Artikel können ab Dienstag, 22.09.2015 werktags in der Zeit von 15-17 Uhr an der Jakobstraße 101 in 51465 Bergisch Gladbach abgegeben werden. Es wird darum gebeten, die Kleidung vorsortiert in Kartons, Kisten und/oder Tüten anzuliefern, die ebenfalls dem DRK übergeben werden können.

Finanzielle Unterstützung erbittet der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. auf das extra eingerichtete Spendenkonto. Für 7,50€ kann beispielsweise ein Neuankömmling mit einem ersten Hygienepack ausgestattet werden.

Kreissparkasse Köln

Konto 311 570 669

BLZ 370 502 99

18.09.2015 - Die Ankunft verzögert sich

Geplant war die Ankunft der 150 Neuankömmlinge in Wermelskirchen für Donnerstag, ab 20 Uhr. Die zahlreichen Rotkreuzhelfer standen bereit, um die Flüchtlinge im Rahmen der Erstaufnahme in Empfang zu nehmen. Um 21:18h erreichte die Verantwortlichen die Nachricht des Rheinisch-Bergischen Kreises, dass die Ankunft der Flüchtlinge nicht mehr am Donnerstagabend sondern erst am Freitagnachmittag erwartet wird.

Die Rotkreuzhelfer stehen bereit!

17.09.2015 - DRK jetzt auch in Wermelskirchen in der Flüchtlingshilfe aktiv

Mit der Zuweisung von 500 Flüchtlingen in den Rheinisch-Bergischen Kreis ist nun auch die Kreisverwaltung in die Verantwortung gezogen worden, innerhalb kürzester Zeit Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Kurzfristig hat die Stadt Wermelskirchen ihre Mehrzweckhalle in Dabringhausen zur Verfügung gestellt, die aktuell von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V., dem Technischen Hilfswerk sowie der Feuerwehr für die Ankunft von 150 Flüchtlingen vorbereitet wird.

Die Alarmierung erreichte die Rotkreuzler heute morgen um 9.00 Uhr. Nachdem das Material an der Jakobstraße in Bergisch Gladbach verladen wurde, machten sich 44 Helferinnen und Helfer auf den Weg nach Wermelskirchen. Laut Aussage von Einsatzleiter Steffen Schmidt sind die Bedingungen vor Ort sehr gut, um eine reibungslose Erstaufnahme der Neuankömmlinge gewährleisten zu können. Das Foyer der Mehrzweckhalle wird als Aufenthaltsraum genutzt. Von dort werden die Männer, Frauen und Kinder in Kleingruppen zur Registrierung geführt, für die ebenfalls ein separater Raum zur Verfügung steht. Für die notwendigen Untersuchungen und Impfungen, stehen die vier Umkleideräume sowie der Regieraum der Mehrzweckhalle zur Verfügung. Die Untersuchung wird erneut durch das eingespielte Ärzteteam um Dr. René Drouwen durchgeführt.

In der Halle selbst haben die Helferinnen und Helfer den Boden mit einem zusätzlichen Trittschutz versehen, Betten aufgebaut und die große Halle mit Hilfe von Bauzäunen und Planen in kleine Schlafabteilungen unterteilt.

Für die Versorgung am Abend zeichnet sich die Feuerwehr verantwortlich. Die in der Mehrzweckhalle zur Verfügung stehende Küche wird auch zukünftig vom DRK zur Versorgung der 150 Menschen genutzt werden können.

Für die Ankunft der Neuankömmlinge ist alles vorbereitet, um ihnen ein herzliches Willkommen in Wermelskirchen zu bereiten.

17.09.2015 - Pressemitteilung des Rheinisch-Bergischen Kreises: Regierungspräsidentin bittet Landrat um Hilfe

Regierungspräsidentin Gisela Walsken hat Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke um Hilfe bei der Unterbringung von Flüchtlingen gebeten. Nun soll auch der Rheinisch-Bergische Kreis - so wie bereits einige Nachbarkreise zuvor - in den nächsten Tagen im Wege der Erstaufnahme von Flüchtlingen Notunterkunftsplätze für 500 Personen herrichten. Ein von Landrat Dr. Tebroke eingerichteter Einsatzstab wird sich kümmern. Leiter des Stabes ist Kreisdirektor Dr. Erik Werdel. "Wir haben heute Morgen mit allen Bürgermeistern gesprochen und diese um Ihre Unterstützung gebeten," so Werdel.

Hintergrund ist, dass aktuell durch die hohe Anzahl täglich neu ankommender Flüchtlinge im Land Nordrhein-Westfalen die Unterbringungseinrichtungen des Landes vollständig belegt sind und die Prognosen für die nächsten Tage keine Entspannung der Situation erwarten lassen. Um eine Obdachlosigkeit von Flüchtlingen zu verhindern, ist es jetzt notwendig, sofort neue Notunterkünfte zu schaffen. Das Land Nordrhein-Westfalen sieht sich daher gezwungen, auf die Mithilfe der Kreise und Kommunen zurückzugreifen. Daher wurde jetzt auch der Rheinisch-Bergische Kreis im Wege der Amtshilfe durch die Bezirksregierung herangezogen. Die hierfür entstehenden Kosten werden vom Land erstattet.

Konkret sieht die Verfügung der Bezirksregierung vor, dass bis heute Abend um 20 Uhr Unterbringungsmöglichkeiten für 150 Personen geschaffen werden müssen. Bis morgen Abend gleiche Zeit noch einmal für 150 weitere Personen. In den nächsten Tagen werden weitere 200 Plätze erbeten.

Der Kreis steht derzeit in engem Kontakt mit den kreisangehörigen Kommunen, um diese Herausforderung zu meistern. Die Stadt Wermelskirchen hat sich spontan bereit erklärt, heute für die ersten 150 Flüchtlinge Unterbringungsmöglichkeiten in einer Mehrzweckhalle zur Verfügung zu stellen: "Ich bin Herrn Bürgermeister Weik und seinem Team sehr dankbar für diese konkrete Hilfe", so Kreisdirektor Dr. Erik Werdel, der sich als Leiter des Krisenstabes beim Rheinisch-Bergischen Kreis nun um die weitere Unterbringung kümmert.

Die Vorbereitungen für die nächsten Tage laufen, derzeit werden weitere Unterbringungsmöglichkeiten überprüft. Wo die nächsten eintreffenden Flüchtlinge untergebracht werden, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau fest. "Wir werden aber so bald wie möglich hierüber informieren", erklärt Dr. Werdel.

17.09.2015 - Der Aufbau beginnt

Die Stadt Bergisch Gladbach hat mit dem Aufbau der Großraumzelte auf dem Sportplatz in Katterbach begonnen, wo ab dem kommenden Montag die ersten Flüchtlinge einziehen sollen. Beim DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. laufen unterdessen die Vorbereitungen für die hauptamtliche Übernahme der Unterkunft. Die ersten Sozialarbeiter konnten eingestellt werden und auch die Mahlzeitenversorgung der Flüchtlinge ist durch einen Caterer und das DRK-Seniorenzentrum gesichert.

Da die Verwaltung zumindest mittelfristig nicht von einem Rückgang der Flüchtlingszahlen ausgeht, sollen die Zelte möglichst schnell Leichtbau-Containern weichen. Strategisch will die Stadt von einer zentralen Stelle aus die Menschen innerhalb der Kreisstadt auf die zur Verfügung stehenden Wohnungen und neu geschaffenen Wohnräume verteilen können. Laut Andreas Kuhlen, bei der Stadt Bergisch Gladbach für die Verteilung der Flüchtlinge, gibt es aktuell keinen Spielraum bei der Belegung der Unterkünfte. Durch die Großraumzelte in Katterbach erhofft sich die Stadt Bergisch Gladbach neue Perspektiven, für eine sinnvolle und intelligente Verteilung der Neuankömmlinge.

Der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. ist auf den Betrieb der Unterkunft eingerichtet und freut sich, die Stadt Bergisch Gladbach auch bei dieser Aufgabe unterstützen zu können.

17.09.2015 - DRK bereitet sich auf die Ankunft weiterer Flüchtlinge vor

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. bereiten sich auf die Ankunft weiterer Flüchtlinge im Kreisgebiet vor. Im Katastrophenschutzzentrum an der Jakobstraße wird seit den frühen Morgenstunden das Material auf die Fahrzeuge geladen, um dem Rheinisch-Bergischen Kreis sowie die Kommunen bei der Aufnahme der Flüchtlinge unterstützen zu können.

17.09.2015 - DRK unterstützte die Stadt bei den Vorbereitungen auf dem Gelände der GL Service GmbH

Mit den in dieser Woche zugewiesenen 78 weiteren Flüchtlingen im Rahmen der Regelzuweisung stößt die Stadt Bergisch Gladbach an die Grenzen ihrer räumlichen Kapazitäten. Die zur Verfügung stehenden Unterkünfte sind zurzeit alle belegt. Als vorübergehende Unterkünfte für Flüchtlinge wurden in dieser Woche die Bewegungshalle der Volkshochschule sowie Zelte auf dem Gelände der GL Service gGmbH geschaffen.

Mit Unterstützung des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. und der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des DRK-Ortsvereins Bergisch Gladbach e.V. wurden kurzfristig zwei DRK-Zelte mit einer Größe von jeweils 30m² auf dem Gelände der GL-Service GmbH errichtet. Für den zusätzlichen Schutz vor der Witterung stellte die GL-Service GmbH eine Remise zur Verfügung. Die DRK-Helfer richteten die Zelte mit einer Heizung und entsprechender Beleuchtung ein und stellten übergangsweise Feldbetten zur Verfügung. Sobald die Zelte auf dem Sportplatz in Katterbach stehen, sollen die Neuankömmlinge dorthin umziehen.

16.09.2015 - Neue Flüchtlingsunterkunft in Katterbach

Die Suche nach Grundstücken zur Unterbringung von Flüchtlingen in Bergisch Gladbach geht weiter. Die Stadtverwaltung muss sehr kurzfristig neue Unterkünfte errichten, um die dramatisch steigende Zahl von Flüchtlingen aufnehmen zu können.

Aus diesem Grund ist geplant, auch in Katterbach einen Standort für Notunterkünfte einzurichten, und zwar auf dem Aschenplatz, der im Hintergelände der Grundschule Kempener Straße 187 liegt. Die Wahl ist auf diesen Platz gefallen, weil er im Eigentum der Stadt steht und weil es dort notwendige Infrastruktur gibt. Der Sportplatz soll zunächst mit beheizbaren Zeltbauten ausgestattet werden, um die aktuell notwendigen Plätze schnell zu schaffen. Diese Zelte sollen dann binnen weniger Wochen Zug um Zug durch Leichtbauhallen ersetzt werden. Bis zu 150 Menschen können dort leben.

Zunächst werden zum Teil die Sanitäranlagen der Turnhalle genutzt, die dann durch zusätzliche Sanitärcontainer ergänzt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit Bürocontainer, Lagermöglichkeiten und Kühlraume auf dem Gelände unterzubringen.

Die Einrichtung wird durch den DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. und einen Sicherheitsdienst betreut. Für eine angemessene Betreuung der Neuankömmlinge wird das DRK Sozialarbeiter, pädagogische und medizinische Fachkräfte sowie hauswirtschaftliche Helfer in der neuen Unterkunft einsetzen. Resultierend aus den Erfahrungen der Flüchtlingsarbeit in Sand kann so eine reibungslose Inbetriebnahme gewährleistet werden.

Zelte sind notwendig

Für die Sozialverwaltung ist diese Zeltlösung ein wichtiger Schritt. Zwar sollte diese Art von Unterbringung vermieden werden, aber die Zuweisungszahlen sind so hoch, dass eine vernünftige Aufnahme und Verteilung der Menschen auf feste Unterkünfte nicht durchführbar ist. Die Planung ist, dass alle ankommenden Flüchtlinge in die Zeltstadt aufgenommen werden. Je nachdem, wo dann freie Plätze verfügbar oder neue Containerunterkünfte fertig gestellt sind, erfolgt ein Umzug. Bleiben die Zuweisungszahlen mit rund 200 Menschen pro Monat so hoch, muss der Standort auch für die dauerhafte Unterbringung genutzt werden. In den Leichtbauhallen ist ein Leben auch bei kalten Temperaturen vorstellbar.

Aufbau beginnt am Donnerstag

Da die Zelte schon bestellt wurden, kann der Aufbau ab Donnerstagmorgen erfolgen. Pro Zelt wird ein Tag Aufbau gerechnet, so dass die Stadtverwaltung davon ausgeht, dass die Zelte am Freitag stehen und am Montag in Betrieb genommen werden können.

Vom Wegfall des Außenplatzes sind mehrere Sportvereine betroffen. Die Sportverwaltung bemüht sich in Zusammenarbeit mit den Vereinen um Ersatzspielflächen. Auch für den Schul- und Vereinssport wird es zunächst Einschränkungen geben. Die Nutzung der Umkleide- und Duschräume ist bis zur Lieferung der Sanitärcontainer notwendig. Mobile Sanitäranlagen werden aber zusätzlich für die Übergangszeit angemietet.

Infoveranstaltung am 22. September in der IGP

Über die weitere Entwicklung werden die Anwohner durch geeignete Veröffentlichungen auf dem Laufenden gehalten. Die Anwohner wurden heute durch ein erstes Anwohnerschreiben informiert, in den Geschäften liegen Flyer aus. Eine Informationsveranstaltung findet am Dienstag, 22. September 2015, um 18 Uhr im Foyer der Integrierten Gesamtschule Paffrath statt. An diesem Termin informiert die Stadtverwaltung auch über den neuen Standort auf dem alten Sportplatzgelände an der IGP, zu der die Anwohnerschaft in Paffrath bereits eingeladen wurde.

Interimslösungen an der VHS und auf dem Gelände der GL Service gGmbH

Als vorübergehende Unterkünfte wurden in dieser Woche die Bewegungshalle der Volkshochschule sowie auf dem Gelände der GL Service gGmbH geschaffen. Für die Volkshochschule bedeutet dies einen starken, aber zeitlich begrenzten Einschnitt in das Programmangebot, da die Räume für Alphabetisierungs-, Präventionskurse und Fortbildungsveranstaltungen genutzt werden. Die Kurse werden, soweit dies möglich ist, in Räume innerhalb der VHS verlegt, damit die Kursteilnehmer*Innen ihre gebuchten Angebote in gewohnter Umgebung wahrnehmen können. In der Halle des GL Service gGmbH wurde ein beheizbares Zelt errichtet. Zudem wird ein großer Raum genutzt. Sanitäranlagen sind vorhanden. Das Essen wird für beide Einrichtungen von einem Catering-Unternehmen geliefert. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass circa 25 Menschen an den jeweiligen Standorten untergebracht werden können.

Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Bergisch Gladbach und des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V.

16.09.2015 - Kreissportbund ermöglicht Ausflug in den Hochseilgarten

Dank der freundlichen Unterstützung des Kreissportbundes im Rheinisch-Bergischen Kreis konnten am vergangenen Wochenende sechs Flüchtlingskinder aus der Notunterkunft in Bergisch Gladbach-Sand gemeinsam mit zehn Kindern der Sportjugend Rhein-Berg in den Hochseilgarten nach Odenthal fahren. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und teambildenden Spielen, ging die wilde Kletterpartie los. Einige Hindernisse konnten nur mit der helfenden Hand der anderen Teilnehmer überwunden werden, so dass die Teilnehmer am Ende des Tages zu einer festen Gemeinschaft zusammen gewachsen waren. Für die Kinder aus dem Flüchtlingscamp war es ein ganz besonderes Erlebnis, dass sie am liebsten am nächsten Tag sofort wiederholt hätten.

An der Stelle geht ein herzliches Dankeschön an die Verantwortlichen des Kreissportbundes, die den Kindern diesen einzigartigen Ausflug ermöglicht haben.

14.09.2015 - Stellenangebote

Im Auftrag der Stadt Bergisch Gladbach betreibt das Deutsche Rote Kreuz Flüchtlingsunterkünfte im Stadtgebiet. Zur sozialen, medizinischen und hauswirtschaftlichen Betreuung der Flüchtlinge an sieben Tagen pro Woche im Schichtdienst von 08.00-22.00 Uhr sucht das DRK ab sofort:

Sozialarbeiter oder -pädagogen (w/m) in Voll- oder Teilzeit

Ihre Aufgaben:

  • Umfassende Betreuung der Flüchtlinge in Bergisch Gladbach
  • frühzeitiges Erkennen und Lösen von Konflikten und Durchführung deeskalierender Maßnahmen,
  • Bekanntmachung des Asylbewerbers/Flüchtlings mit seiner Umgebung, Informationen über Abläufe in der Unterbringungseinrichtung,
  • Organisation und Durchführung von Veranstaltungen zur Freizeitgestaltung (insbesondere von Sportmöglichkeiten),
  • Unterstützung bei in allen behördlichen Angelegenheiten im Rahmen des Asylverfahrens
  • Administrative Aufgaben, wie zum Beispiel Netzwerkarbeit, Dienstplangestaltung, Materialbestellung, Kommunikation mit Kommune und Verwaltung u.a..

Ihr Profil:

  • abgeschlossene Berufsausbildung/Studium als Sozialarbeiter, Sozialpädagoge, Pädagoge Sportpädagogen o.ä. oder eine vergleichbaren Qualifikation sowie Erfahrung in der Migrationsarbeit
  • hohes persönliches Engagement, hohe Belastbarkeit
  • Kenntnisse der politischen und sozialen Verhältnisse der wichtigsten Herkunftsländer von Asylbewerbern/Flüchtlingen wünschenswert
  • Fremdsprachenkenntnisse wünschenswert
  • Kommunikationsfähigkeit, Engagement und Teamfähigkeit
  • Identifikation mit den Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes

 

Pädagogische Fachkräfte (w/m) in Voll- und Teilzeit

Ihre Aufgaben:

  • Betreuung aller Flüchtlingskinder und -jugendlicher
  • Betreuung und Leitung projektbezogener Kleingruppen
  • Organisation und Durchführung von kinderspezifischen Angeboten
  • Beratung und Entlastung der Eltern
  • Betreuung von Eltern-Kind-Gruppen

Ihr Profil:

  • abgeschlossene Berufsausbildung als Pädagogin, Erzieher/in, Heilerziehungspfleger/in oder vergleichbare Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit
  • hohes persönliches Engagement, hohe Belastbarkeit
  • Kenntnisse der politischen und sozialen Verhältnisse der wichtigsten Herkunftsländer von Asylbewerbern/Flüchtlingen wünschenswert  
  • Fremdsprachenkenntnisse wünschenswert 
  • Kommunikationsfähigkeit, Engagement und Teamfähigkeit
  • Identifikation mit den Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes 

Medizinische Fachkräfte (w/m) in Teilzeit

Ihre Aufgaben:

  • Medizinische Beratung und Erstversorgung der Flüchtlinge im Rahmen einer Sprechstunde
  • Medikamentenausgabe
  • Vermittlung von Ärzten und weitere medizinischer Versorgung falls notwendig
  • Kommunikation mit Ärzten, Krankenhäusern o.ä.

Ihr Profil:

  • abgeschlossene Berufsausbildung als Krankenpfleger/in, Krankenpflegehelfer/in, Arzthelfer/in, Arzt o.ä.
  • hohes persönliches Engagement, hohe Belastbarkeit 
  • Kenntnisse der politischen und sozialen Verhältnisse der wichtigsten Herkunftsländer von Asylbewerbern/Flüchtlingen wünschenswert  
  • Fremdsprachenkenntnisse wünschenswert 
  • Kommunikationsfähigkeit, Engagement und Teamfähigkeit
    Identifikation mit den Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes

 

Hauswirtschaftliche Helfer (w/m)
in Teilzeit und im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung

Ihre Aufgaben:

  • Vor- und Nachbereitung der vom Caterer angelieferten Speisen
  • Ausgabe der drei Mahlzeiten
  • Allgemeine hauswirtschaftliche Tätigkeiten "rund um die Küche"

Ihr Profil:

  • Erfahrungen im hauswirtschaftlichen Bereich
  • hohes persönliches Engagement, hohe Belastbarkeit
  • Kenntnisse der politischen und sozialen Verhältnisse der wichtigsten Herkunftsländer von Asylbewerbern/Flüchtlingen wünschenswert
  • Fremdsprachenkenntnisse wünschenswert
  • Kommunikationsfähigkeit, Engagement und Teamfähigkeit
  • Identifikation mit den Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes

Bewerbung: DRK-Rettungsdienst Rhein-Berg gGmbH, Hauptstraße 261, 51465 Berg. Gladbach

Michael Ommer, Tel: 02202-9364122, Mail: m.ommer[at]rhein-berg.drk[dot]de

 

04.09.2015 - Drei neue Flüchtlinge in Sand

Zur Verwunderung aller Verantwortlichen von Stadt und DRK, wurden der Stadt Bergisch Gladbach gestern Abend drei weitere Flüchtlinge im Rahmen der Erstaufnahme zugewiesen. Um kurz nach 21.00 Uhr ging gestern Abend eine Email bei der Stadtverwaltung ein, dass der Bus innerhalb der nächsten zwei Stunden in Sand sein würde. Nur durch Zufall wurde diese Email noch bearbeitet und die Informationen direkt an Ingeborg Schmidt, Erste Vorsitzende des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V., weitergeleitet.

Diese traf sofort alle erforderlichen Maßnahmen und konnte die drei Algerier um kurz vor 23.00 Uhr in Empfang nehmen. Zuvor wurde in der bestehenden Unterkunft eine provisorische Isolierstation eingerichtet, wo die Neuankömmlinge bis zur vollständigen Untersuchung untergebracht werden sollten. Nach einer kurzen Erstuntersuchung durch Ingeborg Schmidt, hauptberuflich Krankenschwester im Marienkrankenhaus, und einem kleinen Imbiss konnten die drei Brüder erst einmal zur Ruhe kommen.

Im Laufe des heutigen Tages werden die drei Neuankömmlinge durch einen Facharzt umfangreich untersucht und dann in die bestehende Gruppe integriert.

24.08.2015 - Bürgermeister Lutz Urbach im Interview mit tagesschau.de

Jeden Tag kommen neue Flüchtlinge in die deutschen Städte. Doch die Unterkünfte sind voll, neue Container schwer zu beschaffen. Die Kommunen stoßen immer öfter an ihre Grenzen. Im Gespräch mit tagesschau.de sagt Bergisch Gladbachs Bürgermeister Lutz Urbach: "Das System wird kollabieren."

tagesschau.de: Was bedeutet die neue Prognose mit 800.000 Flüchtlingen in diesem Jahr für die Stadt Bergisch Gladbach?

Lutz Urbach: Im Sommer 2012 haben wir uns um 104 Menschen aus anderen Ländern gekümmert, wir sind im Moment bei 780. Es kann sein, dass weitere 700 in diesem Jahr dazukommen. Ich habe noch nie eine Situation erlebt, die mich so sehr auch persönlich beansprucht. Ich habe viele Termine gestrichen, um mich auf das Thema zu konzentrieren.

tagesschau.de: Wie sind die 780 Flüchtlinge in Bergisch Gladbach untergebracht?

Urbach: Das ist unterschiedlich. Wir haben vor mehr als einem Jahr ein ehemaliges Verlagsgebäude gekauft und mit Millionenaufwand umgebaut - das sind bis zu 140 Plätze. Als wir das gekauft haben, dachten wir, damit kriegen wir das Thema bewältigt. Heute zeigt sich, das ist nicht so. Wir haben ein Hotel mit ungefähr 50 Plätzen und etwa 30 Privatwohnungen angemietet. Diese Unterkünfte haben gute Standards. Dann haben wir Unterkünfte, die nicht gut sind: Zum Beispiel das ehemalige Arbeitsamt oder eine ehemalige Schule, wo wir in jedem Klassenraum zehn bis zwölf Menschen unterbringen. Seit vier Wochen haben wir außerdem eine Erstaufnahmeeinrichtung.

tagesschau.de: Wie wurde diese Erstaufnahmeeinrichtung eingerichtet?

Urbach: Wir haben einen Anruf von der Bezirksregierung bekommen: Wir sollten innerhalb von 36 Stunden eine Erstaufnahmeeinrichtung für zunächst 150 Menschen schaffen. Wir haben es geschafft, 78 Menschen unterzubringen. In einem Telefonat mit der Landesregierung konnten wir deutlich machen, das wir in dieser kurzen Zeit nicht mehr leisten können. Eine Immobilie hatten wir nicht mehr, deswegen nutzen wir dafür eine Schulturnhalle mit Feldbetten. Der erste Bus mit Flüchtlingen kam zwei Tage nach dem Anruf. Das war für uns mit besonderen Anstrengungen verbunden, weil wir erstmals Leute bekamen, die nicht medizinisch gecheckt waren, die nicht registriert waren. Das mussten wir alles fürs Land übernehmen.

tagesschau.de: Fühlten Sie sich dabei vom Land Nordrhein-Westfalen alleingelassen?

Urbach: Ja. Das war eine Zumutung. Das hätte das Land vorher absehen müssen. Wären wir früher informiert gewesen, hätten wir schon einen Stand-by-Betrieb organisiert.

tagesschau.de: 78 Menschen leben seit vier Wochen in dieser Erstaufnahmeeinrichtung. Wie klappt das?

Urbach: Am Anfang hat das sehr gut geklappt. Die Flüchtlinge waren gerade in Deutschland angekommen, sie haben Betten vorgefunden, sie waren erschöpft. Ein junger Mann aus Ghana hat tagelang auf dem Bett gelegen und geweint. Ich habe mit vier jungen Männern aus Aleppo gesprochen, die sagten: "Das Essen ist so gut bei euch, wir fühlen uns wohl." Nach vier Wochen wird das schwieriger. Die Frage ist, wie können wir die Menschen beschäftigen. Viele junge Männer voller Energie sind dabei. Wir versuchen, sie dort in die täglichen Aufgaben wie Saubermachen einzubinden. Aber es ist klar: Dort gibt es Lagerkoller und Konfliktsituationen. Ein Sicherheitsdienst ist rund um die Uhr im Einsatz. Insgesamt ist die Unterbringung dort auf Dauer nicht gut.

tagesschau.de: Suchen Sie nach Alternativen?

Urbach: Wir arbeiten Tag und Nacht daran. Aber es wird immer schwieriger. Die Zahl der Immobilien ist begrenzt. Gestern habe ich gesehen, dass ein kleines Hotel in der Stadt zum Verkauf steht. Das habe ich heute mit meinen Fachkollegen besichtigt und dem Makler danach ein Kaufangebot geschickt. Damit wir dort Flüchtlinge unterbringen können. Das ist ein Glücksfall. Außerdem gibt es zu wenig Container. Wir Kommunen stehen im Wettbewerb um die letzten Container. Wenn wir erfahren, dass es noch Container gibt, müssen wir sofort zuschlagen.

tagesschau.de: Bergisch Gladbach ist pleite. Wie hoch sind die Kosten und wie finanzieren Sie die Maßnahmen für die Flüchtlinge?

Urbach: Im Schnitt kostet uns jeder, der zu uns kommt, pro Monat 1000 bis 1200 Euro. 1000 Menschen - das sind dann zwölf Millionen Euro im Jahr. Da reden wir nicht mehr über Haushaltsausgleich. Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt nur etwa 30 Prozent der Kosten. Der Rest bleibt an uns hängen. Anders ist es bei der Erstaufnahmeeinrichtung. Diese Kosten übernimmt das Land. Über die Personalkosten dort für die Stadt müssen wir noch verhandeln.

tagesschau.de: Müssen Sie auch mehr Personal einstellen?

Urbach: Wir haben mehrere Hausmeister und Sozialarbeiter eingestellt und auch in der Verwaltung Stellen geschaffen, weil die Flüchtlinge Leistungen bekommen. Ihr Taschengeld muss ausgezahlt werden. Wir haben außerdem eine Kollegin, die ausschließlich damit beschäftigt ist, Hilfsangebote zu koordinieren.

tagesschau.de: Wie schwierig ist es, Hilfe zu koordinieren?

Urbach: Da haben wir einiges lernen müssen: Zum Beispiel, dass wir keine Parallelstrukturen aufbauen müssen. Es gibt schon Kleiderkammern, da müssen wir keine neuen aufbauen. Ein ehemaliger Schulleiter koordiniert Sprachkurse mit aktiven und pensionierten Lehrerinnen und Lehrern. Manchmal ist es auch eine Herausforderung, Hilfe abzulehnen. Insgesamt will die Bevölkerung sehr, sehr viel helfen. Das ist beeindruckend.

tagesschau.de: Wie wird es weitergehen?

Urbach: Die Zahl der Flüchtlinge, die kommen, steigt jede Woche weiter. Insgesamt wird dieses System kollabieren. Erste Kommunen werden es irgendwann nicht mehr schaffen. Dann wird der Bund in Zugzwang kommen. Er kann dann nicht mehr auf der Zuschauerbank sitzen. Der Bund muss sich stärker an den Kosten beteiligen und auch konkret in die Pflicht genommen werden. Wir Kommunen kommen an unsere Grenze. Irgendwann müssen wir sagen, wir können nicht mehr.

Das Interview führte Barbara Schmickler, tagesschau.de.
Quelle: http://www.tagesschau.de/inland/interview-fluechtlinge-101.html 

12.08.2015 - Presse-Echo

Die lokale und überregionale Presse hat in den vergangenen Wochen sehr ausführlich über die aktuelle Flüchtlingssituation in Bergisch Gladbach berichtet.

Einen kleinen Überblick der Presseberichte haben wir Ihnen hier zusammen gestellt:

Stadt Bergisch Gladbach, 23. Juli: Offizielle Pressemitteilung I

Kölner Stadtanzeiger, 23. Juli: Turnhalle in Sand wird am Freitag zur Flüchtlingsunterkunft

Bergisches Handelsblatt, 23. Juli: Notunterkünfte für 80 Flüchtlinge

In-Gl.de, 23. Juli: BGL bringt von jetzt auf gleich 80 Flüchtlinge unter

Stadt Bergisch Gladbach, 24. Juli: Offizielle Pressemitteilung II

Kölner Stadtanzeiger, 24. Juli: Turnhalle in Sand für Ankunft von Flüchtlingen vorbereitet

Bergisches Handelsblatt, 24. Juli: Vorbereitungen für Flüchtlingsunterbringung laufen wie geplant

In-Gl.de, 24. Juli: Bergisch Gladbach steht für Flüchtlinge bereit

Radio Berg, 24. Juli: Interview mit Einsatzleiter Steffen Schmidt

Stadt Bergisch Gladbach, 25. Juli: Offizielle Pressemitteilung III

Kölner Stadtanzeiger, 25. Juli: Mit Einsatz und Improvisation

In-Gl.de, 25. Juli: Erstaufnahme Sand: Stadt und DRK ziehen erste Bilanz

Radio Berg, 25. Juli: 42 statt 80 Flüchtlinge

Kölner Stadtanzeiger, 26. Juli: Erste Nacht in Bergisch Gladbach verlief ruhig

Bergisches Handelsblatt, 27. Juli: Flüchtlinge in Sand angekommen - Weitere werden erwartet

Kölner Stadtanzeiger, 27. Juli: 40 weitere Flüchtlinge kommen in Bergisch Gladbach an

Kölner Stadtanzeiger, 27. Juli: Seniorenheim aus Wipperfürth lieferte Essen für Flüchtlinge in Rhein-Berg

In-Gl.de, 27. Juli: Ein Faktencheck. Flüchtlinge in der Welt, in Deutschland und in Bergisch Gladbach

RTL west, 27. Juli: Ein Bericht über die Flüchtlingssituation in Bergisch Gladbach (ab Minute 4:48)

Bergisches Handelsblatt, 28. Juli: 36 weitere Flüchtlinge erreichen Bergisch Gladbach

Radio Berg, 28. Juli: Neue Flüchtlinge kommen

RTL aktuell, 28. Juli: Ein Bericht über die Flüchtlingssituation in Bergisch Gladbach (ab Minute 5:20)

Bergische Landeszeitung, 29. Juli: Noch 36 Flüchtlinge in Sand

Kölner Stadtanzeiger, 29. Juli: Weitere 36 Flüchtlinge in der Notunterkunft

Kölner Stadtanzeiger, 05. August: Wohnraum für Flüchtlinge bleibt knapp

In-Gl.de, 05. August: So können wir helfen. So helfen die Flüchtlinge uns.

Bergisches Handelsblatt, 12. August: Infoveranstaltung zum Thema Flüchtlinge

In-Gl.de, 12. August: DRK benötigt Geld und Fachkräfte

12.08.2015 - Fußball verbindet

Rund 200 Zuschauer verfolgten das gestrige Fußballspiel der 1. Mannschaft des SSV DJK Ommerborn Sand mit Flüchtlingen aus der DRK-Notunterkunft in Sand.

Ein ganz besonderes Freundschaftsspiel absolvierte am gestrigen Dienstagabend die 1. Herrenmannschaft des SSV DJK Ommerborn Sand. Gemeinsam mit 13 Flüchtlingen aus der DRK-Notunterkunft wurde 90 Minuten lang gekickt und dabei neue Freundschaften geschlossen. Der Vereine legte großen Wert darauf, nicht gegen, sondern mit den Flüchtlingen zu spielen. Daher wurden am Dienstagabend zwei gemischte Mannschaften gebildet, die am Ende mit einem Unentschieden (3:3) und vielen tollen Momenten vom Platz gingen. Selbstverständlich endete der Abend mit einer angemessenen Siegerehrung und einer gemeinsamen Erfrischung auf dem Außengelände.

Viele Bürger hatten die Initiative von Helga Rappenhöner (Jugendleiterein des SSV DJK Ommerborn Sand) und Jürgen Münsterteicher (Trainer des SSV DJK Ommerborn Sand) unterstützt und waren dem Spendenaufruf nach Schuhen und Trikots gefolgt. Ein kurzer Hinweis bei der Infoveranstaltung in der vergangenen Woche in St. Severin und ein paar Facebook-Meldungen genügten. Nach zwei Tagen meldete der Verein einen Erfolg: 70 Paar Fußballschuhe und ein kompletter Satz Trikots waren gespendet worden. Genug für die Sander Flüchtlinge - und noch eine ganze Menge für andere Flüchtlinge in der Stadt.

DRK und Ommerborn Sand zeigten sich von dem Abend begeistert und ernteten großes Lob von Zuschauern und Spielern. Doch der größte Dank kam von einem Flüchtling selbst, der diesen Tag als einen der schönsten in seinem Leben bezeichnete.

11.08.2015 - DRK bittet die Bevölkerung um Spenden

Seit der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. die Notunterkunft in Bergisch Gladbach-Sand im Auftrag der Stadt errichtet hat, ist die Hilfe und Unterstützung aus der Bevölkerung stetig gewachsen: Spielsachen, Kleidung, Deutschunterricht, Kinderbetreuung, finanzielle Unterstützung und vieles mehr konnten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des DRK in den letzten Tagen entgegen nehmen.

Seit die Stadtverwaltung in der vergangenen Woche mitgeteilt hat, dass die Notunterkunft nicht wie geplant nach den Sommerferien geräumt wird, laufen die Planungen für einen längerfristigen Betrieb auf Hochtouren und erste logistische Probleme stellen sich ein.

"Zur Aufbewahrung der frischen Lebensmittel, haben wir bisher einen Kühlwagen gemietet", erläutert Ingeborg Schmidt die Überlegungen. "Ein neuer Kühlwagen kostet rund 8.000-10.000€. Wenn man bedenkt, dass wir für weitere 5-6 Wochen Miete zahlen müssten, wäre das Geld in einem eigenen Kühlwagen sinnvoller investiert."

Der eigene Kühlwagen könnte langfristig für die Flüchtlingshilfe eingesetzt und auch für zukünftige Katastrophenschutz-Einsätze genutzt werden. Eine Investition, die sich schon nach kürzester Zeit rentieren würde. "An Kühlmöglichkeiten für größere Gruppen mangelt es bei vielen Einsätzen", weiß Kreisbereitschaftsleiter Steffen Schmidt zu berichten und erinnert an die Flutkatastrophe aus dem Jahr 2013, bei dem die DRK-Helfer in Magdeburg im Einsatz waren. "Bisher wurden hierfür immer Kühlwagen gemietet. Ein eigener Wagen würde langfristig viel Geld sparen."

Aus diesem Grund bittet der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. die Bevölkerung um finanzielle Unterstützung für die Flüchtlingshilfe:

Spendenkonto:
Kreissparkasse Köln
IBAN: DE84370502990311001659
BIC: COKSDE33XXX
Stichwort: Kühlwagen

Weitere Hilfsangebote richten Sie bitte telefonisch an das Deutsche Rote Kreuz unter der 02202-936410.

10.08.2015 - Freundschaftsspiel

"Fußball verbindet, baut Freundschaften auf."

Getreu seiner Maxime veranstaltet der DJK-SSV Ommerborn Sand am kommenden Dienstag, 11. August um 19.30 Uhr ein Fußballspiel auf dem Sportplatz am St.-Rochus-Weg. Die erste Herrenmannschaft teilt sich in zwei Team auf, die gemeinsam mit den Flüchtlingen gegeneinander im Freundschaftsspiel antreten werden. Zuschauer sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen.

07.08.2015 - Dringend: Haupt- und ehrenamtliche Unterstützung gesucht!

Nachdem sich am Montag herausgestellt hat, dass die Flüchtlingsunterkunft in Bergisch Gladbach-Sand doch über die Sommerferien hinaus als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung steht, schwenkt der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. auf einen hauptamtlichen Betrieb der Unterkunft um. Die ehrenamtlichen DRK-Helferinnen und -Helfer unter Leitung der ersten Vorsitzenden Ingeborg Schmidt haben in den vergangenen zwei Wochen die Unterkunft neben ihrem Studium, der eigentlichen Arbeit und ihren Familien aufgebaut, betrieben und den Grundstein für einen perfekt funktionierenden Betrieb gelegt. Daran möchte das Hauptamt nun anknüpfen und sucht dringend ab dem 10. August 2015 personelle Unterstützung.

Ihre Bewerbungen richten Sie bitte zu Händen von Herrn Michael Ommer an das Deutsche Rote Kreuz, Hauptstraße 261, 51465 Bergisch Gladbach oder per Mail an: m.ommer[at]rhein-berg.drk[dot]de, Rückfragen: 02202-9364122 

Leiter/in Notunterkunft für Flüchtlinge

Das Deutsche Rote Kreuz sucht dringend zum 10. August 2015 einen Betreuungsleiter (w/m) für die Flüchtlingsunterkunft in Bergisch Gladbach mit 30-40 Wochenstunden (auch Wochenenddienste). Die Betriebszeiten sind montags bis sonntags von 08.00-20.00 Uhr. Die Anstellung erfolgt zunächst befristet.

Ihre Aufgaben:

  • Umfassende Betreuung der 78 Flüchtlinge in Bergisch Gladbach-Sand
  • frühzeitiges Erkennen und Lösen von Konflikten und Durchführung deeskalierender Maßnahmen,
  • Bekanntmachung des Asylbewerbers/Flüchtlings mit seiner Umgebung, Informationen über Abläufe in der Unterbringungseinrichtung,
  • Organisation und Durchführung von Veranstaltungen zur Freizeitgestaltung (insbesondere von Sportmöglichkeiten),
  • Unterstützung bei in allen behördlichen Angelegenheiten im Rahmen des Asylverfahrens
  • Administrative Aufgaben, wie zum Beispiel Netzwerkarbeit, Dienstplangestaltung, Materialbestellung, Kommunikation mit Kommune und Verwaltung u.a..

Ihr Profil:

  • abgeschlossene Berufsausbildung/Studium als Sozialarbeiter, Sozialpädagoge, Pädagoge o.ä. (Bachelor, Master, Diplom) oder gleichwertige Erfahrungen und Kenntnisse
  • hohes persönliches Engagement, hohe Belastbarkeit
  • Kenntnisse der politischen und sozialen Verhältnisse der wichtigsten Herkunftsländer von Asylbewerbern/Flüchtlingen wünschenswert
  • Fremdsprachenkenntnisse wünschenswert
  • Kommunikationsfähigkeit, Engagement und Teamfähigkeit
  • Identifikation mit den Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes 

Wir bieten die Möglichkeit zu eigenständigem und eigenverantwortlichem Arbeiten im Rahmen einer herausfordernden und verantwortungsvollen Tätigkeit. Sie sind interessiert? Dann senden Sie bitte Ihre aussagefähigen Unterlagen unter Angabe Ihres frühestmöglichen Eintrittstermins an die oben angegebene Adresse. 

Mitarbeiter/in für die Sozialarbeit in der Flüchtlingsunterkunft

Das Deutsche Rote Kreuz sucht dringend zum 10. August 2015 eine/n Mitarbeiter/in für die Sozialarbeit in der Flüchtlingsunterkunft in Bergisch Gladbach mit 15-25 Wochenstunden (auch Wochenenddienste). Die Betriebszeiten sind montags bis sonntags von 08.00-20.00 Uhr. Die Anstellung erfolgt zunächst befristet.

Ihre Aufgaben:

  • Umfassende Betreuung der 78 Flüchtlinge in Bergisch Gladbach-Sand
  • frühzeitiges Erkennen und Lösen von Konflikten und Durchführung deeskalierender Maßnahmen,
  • Bekanntmachung des Asylbewerbers/Flüchtlings mit seiner Umgebung, Informationen über Abläufe in der Unterbringungseinrichtung,
  • Unterstützung bei in allen behördlichen Angelegenheiten im Rahmen des Asylverfahrens
  • Organisation und Durchführung von Veranstaltungen zur Freizeitgestaltung (insbesondere von Sportmöglichkeiten),

Ihr Profil:

  • abgeschlossene Berufsausbildung/Studium als Sozialarbeiter, Sozialpädagoge, Pädagoge o.ä. (Bachelor, Master, Diplom) oder gleichwertige Erfahrungen und Kenntnisse
  • hohes persönliches Engagement, hohe Belastbarkeit
  • Kenntnisse der politischen und sozialen Verhältnisse der wichtigsten Herkunftsländer von Asylbewerbern/Flüchtlingen wünschenswert
  • Fremdsprachenkenntnisse wünschenswert
  • Kommunikationsfähigkeit, Engagement und Teamfähigkeit
  • Identifikation mit den Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes

Wir bieten die Möglichkeit zu eigenständigem und eigenverantwortlichem Arbeiten im Rahmen einer herausfordernden und verantwortungsvollen Tätigkeit. Sie sind interessiert? Dann senden Sie bitte Ihre aussagefähigen Unterlagen unter Angabe Ihres frühestmöglichen Eintrittstermins an die oben angegebene Adresse. 

Ergänzungskräfte in der Flüchtlingsbetreuung (w/m)

Zur Versorgung und Betreuung von 78 Flüchtlingen in Bergisch Gladbach-Sand sucht das Deutsche Rote Kreuz ab sofort zwei Ergänzungskräfte in der Flüchtlingsbetreuung (w/m) mit dem Schwerpunkt der hauswirtschaftlichen Tätigkeiten. Die Anstellung erfolgt in Teilzeit (ca. 15 Wochenstunden, auch Wochenenddienste). Zu Ihren Aufgaben zählt die soziale Betreuung der Flüchtlinge, die Essensausgabe in der Mittagszeit sowie allgemeine hauswirtschaftliche und -technische Tätigkeiten rund um die Unterkunft. Wenn Ihnen Begriffe wir Engagement, Kommunikation, Aufgeschlossenheit und Flexibilität nicht fremd sind, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung an oben genannte Adresse. 

Küchenhelfer/in

Darüber hinaus suchen wir ab sofort Küchenhelfer (w/m) im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung (bis 450€) für die Essensausgabe im Abendbereich. Als Küchenhelfer zeichnen Sie sich für das Eindecken der Kaltverpflegung, die Ausgabe der Speisen sowie für allgemeine hauswirtschaftliche Tätigkeiten "rund um die Küche" verantwortlich. Die Bereitschaft für Wochenenddienste sollten Sie mitbringen. Wenn Ihnen Begriffe wir Engagement, Kommunikation, Aufgeschlossenheit und Flexibilität nicht fremd sind, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung an oben genannte Adresse. 

Ehrenamtliches Engagement

Sollten Sie darüber hinaus Interesse haben, sich im Rahmen der Flüchtlingshilfe ehrenamtlich zu engagieren, richten Sie Ihre Hilfsangebote bitte an Andreas Hoffstadt, Jakobstraße 101, 51465 Bergisch Gladbach. Mail: a.hoffstadt[at]rhein-berg.drk[dot]de. Tel: 02202-9697718. Gesucht werden Männer und Frauen, die sich stundenweise in den folgenden Bereichen einbringen könnten: Spiel- und Sportangebote, Kinderbetreuung, Sprachunterricht und vieles mehr.

06.08.2015 - Ein Zuhause auf Zeit

Am vergangenen Montag besuchten Uta Böker, Redakteurin des Kölner Stadtanzeigers/Bergische Landeszeitung sowie Fotograf Christoph Arlinghaus die Flüchtlingsunterkunft in Bergisch Gladbach-Sand. Entstanden ist ein sehr persönlicher Bericht über die Situation der Flüchtlinge in Bergisch Gladbach, den wir Ihnen an der Stelle gerne zur Verfügung stellen würden:

Ein Zuhause auf Zeit
Besuch bei 78 Flüchtlingen in der Sander Turnhalle

"Heinz-Klinger Sportzentrum" steht über der Tür der Turnhalle im Stadtteil Sand. Jetzt leben hier 78 Flüchtlinge jeden Alters aus 15 Nationen, mehr Männer als Frauen, 22 Kinder, auch zwei Babys. Wie lange sie hier bleiben und wann sie ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen können, wissen sie nicht.

Ghazwan hat sich ein schattiges Plätzchen auf einer Klappbank gesucht. "Die Leuten geben sich sehr viel Mühe, das merkt man", sagt er in fast fehlerfreiem Deutsch. "Wenn jemand Medikamente braucht, bekommt er sie." ER sei sehr dankbar für die Hilfe. Mit dem Mitbewohnern gebe es keine Probleme: "Wir sind hier alle Brüder." Obwohl die Unterschiede aufgrund der Herkunft groß seien, gebe es ein Miteinander. Es sind mehr Moslems als Christen, die in der Notunterkunft untergebracht sind. Für die jeweiligen Rituale, zum Beispiel das abendliche Füßewaschen der Moslems, sind die Voraussetzungen geschaffen worden. In seiner weitgehend zerstörten Heimatstadt Homs in Syrien hatte Ghazwan begonnen, Deutsch und Jura zu studieren: "Ich möchte meinen Master machen und Rechtsanwalt werden."

Doch jetzt sitzt der 25-Jährige erst einmal in einer kargen Turnhalle fest. Die Ausstattung ist spartanisch: Bett neben Bett in nach oben offenen rechteckigen Parzellen, vier Toiletten, sieben Duschen. Manche haben ihr durch Plastikplanen abgetrenntes Abteil durchaus mit Liebe zum Details gestaltet: Über einem Kinderbettchen sind Kuscheltiere aufgehängt. Es gibt Steckdosen. Diese sind besonders wichtig zum Auflagen der Handys. Die Telefone sind die einzige Möglichkeit, Kontakt zu den Familien zu halten. Im Aufenthaltsraum gibt es einen Fernseher. Ein paar Spielsachen. Mehr nicht.

Die Situation ist schwierig. Daraus macht Ingeborg Schmidt, Kreisvorsitzende des Deutschen Roten Kreuzes und Leiterin des Flüchtlingscamps, keinen Hehl. Das DRK hatte vor zwei Wochen von jetzt auf gleich die Organisation der Betreuung der Flüchtlinge übernommen. Die meisten Flüchtlinge sind traumatisiert, sprechen kein Wort Deutsch und zum Teil nicht mal Englisch.

Trotzdem funktioniert das Zusammenleben ziemlich vorbildlich. Und das ist dem engagierten Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer vom DRK zu verdanken: "Wir versuchen den Leuten auf Augenhöhe zu begegnen", sagt Ingeborg Schmidt. Helfen kann "die Mum", wie die Bewohner sie anerkennend nenne, aber nur ganz bedingt.

Ein 24-jähriges kann kaum laufen. Er kam mit zwei gebrochenen Beinen an, deren Knochen falsch zusammen gewachsen sind. Ein anderer 22-jähriger Mann aus Ghana sitzt abends immer auf seinem Bett und weint. Er hat beide Eltern verloren. "Mehr als Mut zusprechen und Hoffnung machen, geht meistens nicht", sagt Ingeborg Schmidt. Sie versucht zu helfen, wie es geht. Mit Hilfe einer Spende konnte sie Medikamente kaufen. Denn als die Flüchtlinge eintrafen, war es kalt. Einige sind krank geworden, haben aufgrund der Enge andere angesteckt. Und jetzt die Hitze. Drinnen ist es fast so heiß wie draußen.

"Das Schlimmste ist die Langeweile", sagt Ghazwan. Er beschäftigt sich damit, deutsche Vokabeln zu lernen und übt mit anderen Flüchtlingen das Alphabet. Listen sind verteilt worden, mit wichtigen deutschen Wörtern in englischer Übersetzung. Und sonst? Rumlaufen, rumsitzen, rumstehen. Ein Leben wir im Wartezimmer. "Ich weiß nicht, wann es mit mir weitergeht", sagt Awad, auch er ein Flüchtling aus Syrien. Es heißt, dass die Flüchtlinge bald abgeholt werden. Aber wohin? "Wir müssen geduldig sein", meint Awad. Um irgendetwas zu tun, wird Fußball gespielt, manchmal auch "Mensch ärgere Dich nicht", ein Gesellschaftsspiel, das leicht zu erklären sei. Auf bei der Reinigung helfen viele mit. "Die Leute putzen selbst, räumen auf, fegen die Straße", berichtet Ingeborg Schmidt. Es sei den meisten Bewohnern wichtig, sich einzubringen. "Am Anfang haben wie einen Ausflug nach Bergisch Gladbach gemacht. Das war toll", erklärt Awad. Solche Unternehmungen bleiben aber die Ausnahme. "Kein Geld", sagt der 29-jährige Kommunikationsingenieur. 30 Euro Taschengeld in der Woche zahlt die Stadt. Und das geht zum großen Teil zum Aufladen der Handy-Prepaid-Karten drauf. Nachts ist es schwieirig mit der Ruhe. Immer hört man irgendein Geräusch. Aber Hussein winkt ab: "This is nothing. Wir haben viel schlimmere Situationen als das überlebt."

05.08.2015 - Bürgerversammlung in Sand: Interesse und Hilfsbereitschaft sind riesig

Wie hoch das Interesse am Thema Flüchtlinge in Bergisch Gladbach ist, machte der Andrang in der Sander St.-Severinskirche am Dienstag, dem 4. August deutlich: Der Einladung des Bürgerportals in-gl und der Stadtverwaltung zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung waren etwa 300 Bürgerinnen und Bürger gefolgt.

Die Moderation übernahm Georg Watzlawek vom Bürgerportal, als Gesprächspartner standen Bürgermeister Lutz Urbach und Ingeborg Schmidt als Erste Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes am Podium. Zur Beantwortung weiterer Fachfragen waren auch die städtischen Fachbereichsleiter Beate Schlich, Dettlef Rockenberg und Bernd Martmann anwesend. Auch Claudia Kruse, Flüchtlingsbeauftragte des Erzbistums Köln, stand als Ansprechpartnerin zur Verfügung.
Bürgermeister Urbach stellte zunächst die Notsituation dar, die zur Belegung der Sander Turnhalle geführt hatte: „36 Stunden Zeit blieben uns zur Organisation der Erstaufnahme von 78 Flüchtlingen. Es war ein Segen, dass uns das DRK mit seiner gesamten Professionalität zur Seite gestanden hat."

Ingeborg Schmidt schilderte die Situation vor Ort als entspannt. Alle Neuankömmlinge seien sehr freundlich, hilfsbereit und nicht fordernd. „Manche nennen mich Mum", erzählt sie lachend. Dass diese Menschen durch ihre Herkunft oder Religion eine Gefahr darstellen könnte, wies sie weit von sich. Die Arbeit des DRK, aber auch das Engagement der Stadtverwaltung wurden mit anmerkendem Beifall bedacht.

In einer ersten Diskussionsrunde war das Publikum vor allem interessiert an der Frage, wie konkret geholfen werden kann. Ingeborg Schmidt brachte es auf den einfachen Nenner: „Hilfe aller Art ist willkommen!" Interessenten können sich an eine Reihe von Koordinationsstellen wenden, die die Angebote kanalisieren und für bestmögliche Umsetzung sorgen. Besonders willkommen sei im Moment Spielzeug für Kinder, das auch direkt zur Unterkunft gebracht werden könne: „Wir haben zum Beispiel nur ein Bobbycar."

Besonders am Herzen lagen den Sandern die derzeitigen und künftigen Nutzungsmöglichkeiten der Turnhalle in ihrem Stadtteil. Bürgermeister Urbach erläuterte, warum die Wahl für die Erstaufnahme der 78 Flüchtlinge auf diese Sportstätte gefallen war: Die benötigte Infrastruktur (sanitäre Anlagen etc.) seien vorhanden, das Außengelände biete genügend Platz, Zelte und Container aufzustellen. Vor allem sei die Nutzung gegenüber regulären Schulturnhallen am wenigsten belastend, da hier nur sechs Schulsportstunden pro Woche stattfinden.

Urbach wies weiter darauf hin, dass die Bezirksregierung Köln als zuweisende Behörde im Unklaren gelassen habe, ob die erstaufgenommenen Flüchtlinge bis zum Ende der Sommerferien den Standort wieder verlassen. Auf den Vorschlag der Stadt, die Menschen in Bergisch Gladbach zu halten und nicht im regulären Zuweisungsverfahren auf andere Kommunen in NRW aufzuteilen, habe die Bezirksregierung ebenfalls nichts zusichern können. Dies würde nach den Vorstellungen der Stadtverwaltung eine Anrechnung der 78 Personen auf die Gesamt-Aufnahmequote bedingen. „Ebenso wenig kann garantiert werden, dass die Turnhalle bei der derzeitigen Zuweisungssituation nicht noch einmal neu belegt werden muss, selbst wenn Lösungen für die Unterbringung der heutigen Bewohner an anderer Stelle gefunden sind", so Urbach.

Die Bemühungen der Stadtverwaltung zur Entzerrung der Situation laufen zur Zeit auf Hochtouren. Ziel ist es, die Turnhalle im September wieder frei nutzen zu können. In Falle des Falles stehen Ausweichlösungen für den Schul- und Vereinssport bereit. So kann die Grundschule Herkenrath, deren Sportstunden vor kurzem erst wegen Sanierung der eigenen Turnhalle nach Sand umquartiert worden war, nach Moitzfeld ausweichen, die Grundschule Sand kommt in Dürscheid unter. Auch für den Fußballbetrieb auf dem Außengelände wurden Lösungen mit dem Vereinsvorstand des DJK-SSV Ommerborn vereinbart: Der Sportplatz wird weiterhin genutzt, WCs stehen in Containern zur Verfügung. Lediglich aufs Duschen muss verzichtet werden. Das „Special Team" des Vereins weicht zur Gesamtschule Paffrath aus. Bürgermeister Lutz Urbach: „Die Gespräche mit dem Verein verliefen ausgesprochen konstruktiv." In diesem Zusammenhang stellte der Bürgermeister auch klar, dass die Sanierung der Halle durch die derzeitige Nutzung nicht in Frage gestellt sei: „Die Finanzierung ist gesichert und die Arbeiten für 2017 eingeplant."

Bezüglich der alternativen Unterbringung der Flüchtlinge sind mehrere Lösungen greifbar, wie Urbach erläuterte: „Das Land stellt das Forsthaus Broichen in Bensberg kostenlos zur Verfügung, und sechs Schulklassen in Containerbauweise zur Unterbringung von bis zu 90 Personen sind der Stadt angeboten worden." Diese Quartiere müssten allerdings umgesetzt bzw. mit Sanitäranlagen versehen werden, was nicht von heute auf morgen zu schaffen sei: „Mit mehreren Wochen Vorlaufzeit müssen wir rechnen." Über den geplanten Standort der Container gab der Bürgermeister noch keine Auskunft: „Er soll in der Nähe einer Schule platziert werden. Den Schulleiter haben wir aber noch nicht erreicht." Ingeborg Schmidt widersprach in diesem Zusammenhang der landläufigen Ansicht, Container seien als Wohnraum unzumutbar: „Ich habe schon sehr gemütliche Einrichtungen gesehen."

Weitere Optionen wurden aus dem Publikum vorgeschlagen und diskutiert. Die Stadt selbst streckt die Fühler in alle möglichen Richtungen aus bis hin zu leerstehenden Gewerbeimmobilien. Geholfen sei auf jeden Fall mit privatem Wohnraum, den die Stadt anmieten kann: „Wer eine Wohnung zur Verfügung stellt, hilft am schnellsten und unkompliziertesten.", so Urbach. Belegt würden solche Immobilien mit Flüchtlingen, die voraussichtlich lange bleiben, um hohe Fluktuationen zu vermeiden.

Den unkonventionellen Schlusspunkt setzte Ingeborg Schmidt mit der Frage: „Was können die Flüchtlinge tun, um Ihnen zu helfen?" Eine sinnvolle Beschäftigung sei wichtig, die Möglichkeiten jedoch begrenzt. Von Ehrenämtern über Hospitationen in den erlernten Berufen über Mithilfe bei Veranstaltungen im Ort wurden spontan einige Ideen entwickelt.

Fotos und Text: Stadt Bergisch Gladbach

03.08.2015 - So langsam kehrt der Alltag ein - Freiwillige gesucht

Nach der aufregenden und arbeitsintensiven Startphase kehrt in der Flüchtlingsunterkunft in Bergisch Gladbach-Sand langsam der Alltag ein.

Auf dem Sportplatz tummeln sich Kinder und Erwachsene beim gemeinsamen Ballspiel, vor der Unterkunft wird gemeinsam Musik gehört und auf den Betten in der Unterkunft paukt eine Gruppe junger Syrer fleißig Deutsch. Hierfür hatte eine Rotkreuz-Helferin am Wochenende ein Vokabel-Blatt vorbereitet, an Hand dessen die wichtigsten Begriffe schnell gelernt werden können. Viele sind spazieren oder vertreiben sich die Zeit in der Bergisch Gladbacher Innenstadt.

"Nur zum Abendessen wird es wieder turbulent." weiß die erste Vorsitzende des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V., Ingeborg Schmidt, zu berichten. "Bei der Essensausgabe ist der Andrang immer riesig und Nachtruhe ist hier auch nicht vor Mitternacht." Für die Rotkreuz-Helfer hat sich unterdessen nun eine gewisse Routine eingestellt: Ein Container der Firma Jola-Rent dient als Büro der Einsatzleitung; ein weiterer Container als Lagerraum. Im Kühlwagen werden die frischen Sachen aufbewahrt; das DRK-Seniorenzentrum liefert weiterhin die Komponenten für Frühstück und Abendessen.

"Wir versuchen den Personalschlüssel der DRK-Helfer weiter zurück zu fahren." erläutert Ingeborg Schmidt das weitere Vorgehen. "Es werden immer Ansprechpartner des DRK mit vor Ort sein, aber Unterstützung aus der Bevölkerung wäre hilfreich." Gesucht werden Helferinnen und Helfer, die die Rotkreuzler bei der Essensausgabe unterstützen. Die Essenszeiten sind vormittags von 8.00-10.00 Uhr und Abends von 17.00-19.00 Uhr. Interessenten wenden sich bitte telefonisch unter der 02202-936410 an das Deutsche Rote Kreuz.

02.08.2015 - „Flüchtlinge als Nachbarn” – eine Gesprächsrunde

Unter dem Titel "Flüchtlinge als Nachbarn - Fragen, Probleme, Lösungen" veranstaltet das Bürgerportal eine offene Gesprächsrunde für alle interessierten Bürger.

am Dienstag, 4.8.2015, 19 Uhr
in der Kirche St. Severin in Sand, Herkenrather Straße 6

Bürgermeister Lutz Urbach und die Fachbereichsleiterin für Jugend und Soziales, Beate Schlich stehen Rede und Antwort, die Vorsitzende des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis Ingeborg Schmidt berichtet aus der Praxis. Vertreter der Flüchtlingsorganisationen sind eingeladen. Die Moderation übernimmt Georg Watzlawek (Bürgerportal).

Im Mittelpunkt des Abends stehen jedoch die Fragen, Sorgen und Anregungen der Bürger. Wir wollen informieren, Fragen beantworten, Sorgen ansprechen, Ideen sammeln, möglichst auch Perspektiven aufbauen. Und miteinander ins Gespräch kommen.

29.07.2015 - RTL aktuell berichtet über Flüchtlingsunterkunft

Rund zwei Stunden waren gestern der RTL-Reporter Ulrich Klose und sein Team zu Gast in der Notunterkunft in Bergisch Gladbach-Sand. Nach einem Interview mit dem Bergisch Gladbacher Bürgermeister Lutz Urbach und der ersten Vorsitzenden des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis, erfuhr er im Gespräch mit Sam aus Syrien, was es bedeutet, vor den Unruhen im eigenen Land zu flüchten.

Entstanden ist daraus ein rund dreiminütiger Beitrag für RTL aktuell, den sie ab Minute 5:20 hier noch einmal anschauen können.

28.07.2015 - RTL-Reporter Ulrich Klose zu Gast in Bergisch Gladbach

Reporter Ulrich Klose und sein Kamera-Team haben heute Nachmittag die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des DRK bei der Arbeit in der Notunterkunft in Bergisch Gladbach-Sand begleitet. Auch Bürgermeister Lutz Urbach stand für ein kurzes Interview zur Verfügung.

Im Rahmen des überregionalen Nachrichten-Formats "RTL Aktuell" wird heute Abend um 18.45 Uhr über die Arbeit des DRK berichtet. Für all diejenigen, die es verpassen sollten, werden wir den Link zum Beitrag ab morgen an dieser Stelle veröffentlichen.

28.07.2015 - 36 weitere Flüchtlinge erreichen Bergisch Gladbach

Nachdem der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. am Freitagabend gemeinsam mit der Stadt Bergisch Gladbach mit der Erstaufnahme von 42 Flüchtlingen begonnen hat, wurden der Stadt Bergisch Gladbach am gestrigen Montag weitere 36 Flüchtlinge aus acht Nationen durch die Bezirksregierung Köln zugewiesen. Dies erfuhren die Verantwortlichen von Stadt und DRK am Montagvormittag. Herkunft, Alter und Geschlecht der Flüchtlinge war zu dem Zeitpunkt noch nicht bekannt.

Neuankömmlinge registriert und untersucht

Gut gerüstet zeigten sich trotzdem DRK und Stadtverwaltung. Nach dem reibungslosen Ablauf von Registrierung, Untersuchung und Bettenzuteilung am Freitagabend verlief auch die Ankunft der neuen Flüchtlinge ohne Probleme. Da die Neuankömmlinge ohne Untersuchung nicht mit den bereits registrierten Flüchtlingen in Kontakt kommen durften, bauten die Helferinnen und Helfer des DRK ein beheiztes Außenzelt als Aufenthaltsraum auf. Dort konnte sich jeder Neuankömmling am kalten Buffet bedienen.

Von dort wurden die Flüchtlinge zum Registrierungszelt geführt, wo Name, Herkunft, Alter und Familienstand aufgenommen wurde. Zudem wurde von jedem ein Foto für die Akten gemacht, dass eine spätere Wiedererkennung erleichtern soll. Nach der Registrierung standen Dr. René Drouven und sein Team zur ärztlichen Untersuchung bereit. Diese wurden in einem mobilen Container der Firma Jola-Rent durchgeführt. Der Untersuchungsbus stand den Ärzten leider nicht mehr zur Verfügung, so dass der Container von den ehrenamtlichen DRK-Helferinnen und Helfern mit vier Behandlungsplätzen ausgestattet werden musste. Die notwendigen Röntgenaufnahmen werden im Laufe des heutigen Dienstages durchgeführt.

Im Anschluss an Registrierung und Untersuchung bekam jeder sein Bett zugewiesen und konnte erst einmal zur Ruhe kommen.

Alltag so angenehm wie möglich gestalten

Mit den nun aufgenommenen 78 Flüchtlingen im Rahmen der Erstaufnahme ist die Notunterkunft in Bergisch Gladbach-Sand ausgelastet. Trotz der 18 unterschiedlichen Nationalitäten unter einem Dach, ist die Situation vor Ort perfekt organisiert und weitgehend entspannt. Die erste Vorsitzende des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis, Ingeborg Schmidt, weiß über ein gut ausgebildetes Gemeinschaftsgefühl in der Unterkunft zu berichten: "Die Großen passen auf die Kleinen auf, egal, ob es die eigenen sind. So kommen die jungen Eltern auch mal in Ruhe zum Essen." Gedolmetscht werden muss kaum; viele sprechen Englisch, die wiederum in ihre Heimatsprachen übersetzen. Auch die von der Stadtverwaltung zugesicherten richtigen Betten mit Lattenrost und Matratze sollen im Laufe des Tages die bestehenden Feldbetten ersetzen.

Bürgermeister Lutz Urbach kam im Laufe des Montags auf einen Informationsbesuch nach Sand und zeigte sich beeindruckt: "Das DRK und alle übrigen Helfer leisten sehr routinierte und sehr ambitionierte Arbeit. Ich bin mir sicher, dass sich die betreuten Menschen trotz der Übergangssituation bei uns gut aufgehoben fühlen."

Flüchtlinge werden mit warmer Kleidung ausgestattet

Die vor Ort eingerichtete Kleiderkammer ist unterdessen gut gefüllt und die Verantwortlichen vom Deutschen Roten Kreuz versuchen den Anfragen der Flüchtlinge nachzukommen. Auf Grund des Wetterumschwungs am Wochenende öffnete der DRK-Second-Hand-Laden am Sonntag kurzerhand seine Türen, so dass jeder mit warmer Kleidung und festen Schuhen ausgestattet werden konnte. Auch für die Reinigung der Kleidung wurde eine Lösung gefunden: Eine Wäscherei kommt zum Wochenbeginn die schmutzige Kleidung abholen. Damit auch jeder sein Kleidungsstück wieder findet, wird die Kleidung in Wäschesäcken sortiert und beschriftet.

Gut erhaltene Sachspenden nimmt das Deutsche Rote Kreuz auch weiterhin gerne im Second-Hand-Laden auf der Hauptstraße 261 in Bergisch Gladbach entgegen. Dort wird das Material sortiert und bei Bedarf nach Sand gebracht. Von einer Direktanlieferung an der Notunterkunft bitten die Verantwortlichen abzusehen.

28.07.215 - RTLwest berichtet über Flüchtlingsunterkunft in Bergisch Gladbach

Mit einem rund dreiminütigen Bericht über die Flüchtlingssituation in NRW beschäftigte sich gestern um 18.00 Uhr die Nachrichten-Sendung "RTLwest". Hierbei fanden auch die am Freitag kurzfristig eingerichtete Flüchtlingsunterkunft in Bergisch Gladbach-Sand sowie ein Interview mit dem Bergisch Gladbacher Bürgermeister Lutz Urbach Beachtung.

Für weitere Informationen folgen Sie dem Link. Ab Minute 4:48 wird es für Sie interessant.

27.07.2015 - RTL zu Gast in der Flüchtlingsunterkunft

Während die Helferinnen und Helfer des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. alles für die Ankunft der weiteren 38 Flüchtlinge vorbereiten, besuchte ein Kamerateam von RTL die Notunterkunft in Bergisch Gladbach-Sand. Für ein Interview standen der Bergisch Gladbacher Bürgermeister Lutz Urbach und die erste Vorsitzende des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. Ingeborg Schmidt zur Verfügung.

Der Bericht wird heute, 27. Juli um 18 Uhr bei RTL.west bzw. RTL.nrw ausgestrahlt. Für alle, die es verpassen sollten, werden wir den Bericht später an dieser Stelle veröffentlichen.

27.07.2015 - Weitere Flüchtlinge werden in Bergisch Gladbach erwartet

Neueste Entwicklung zur Flüchtlingssituation in Bergisch Gladbach: Fachbereichsleiterin Beate Schlich wurde am Vormittag telefonisch durch die Bezirksregierung Köln informiert, dass am Montag (27.07.2015) erneut ein Bus mit Flüchtlingen nach Bergisch Gladbach gesandt werden soll. Damit könnten die insgesamt 80 Plätze, die in der letzten Woche an die Bezirksregierung als mögliche Kapazität für die Erstaufnahme gemeldet worden waren, erschöpft sein. Die Turnhalle in Sand wäre somit als provisorische Aufnahmeeinrichtung ausgelastet. Weitere Informationen beispielweise über die Ankunftszeit oder Herkunft der Menschen liegen nicht vor.

Gut gerüstet zeigen sich trotzdem DRK und Stadtverwaltung: "Im Grunde nehmen wir die Flüchtlinge auf dieselbe Weise in Empfang wie am Freitag", beschreibt Beate Schlich die Aufgaben des heutigen Tages. Zunächst muss die ärztliche Erstuntersuchung erneut organisiert werden. Der Untersuchungsbus steht heute nicht zur Verfügung, aber Ingeborg Schmidt, Teamleiterin beim DRK, ist sich sicher: "Unser Untersuchungszelt, das wir am Freitag eingerichtet haben, reicht bequem aus." Betreuung und Verpflegung müssen ebenfalls an die zusätzliche Anzahl der Ankömmlinge angepasst werden.

Wer am Freitag kam, ist schon ein wenig angekommen
Die Lage in Sand zeigt sich derweil perfekt organisiert und weitgehend entspannt. Die bereits am Freitag aufgenommenen Personen richten sich allmählich ein in ihrem vorläufigen Quartier. Die Feldbetten sollen im Laufe des Tages richtigen Betten mit Lattenrost und Matratze weichen. Die Sozialverwaltung leert zu diesem Zweck ihr Lager; die Feuerwehr sorgt für Transport und Aufbau. Für die Habseligkeiten sollen Behältnisse beschafft werden, die unter den Betten Platz finden. Um die Beschaffungen zusätzlicher Schlafgelegenheiten wird sich zurzeit bemüht.

Vor Ort eingerichtet ist bereits eine Kleiderkammer; das bisher einzige Baby hat ein Bettchen bekommen, und auch erste Spiel- und Sportsachen konnten schon verteilt werden. Auch von Nachbarn und Geschäftsleuten in Sand sind die Reaktionen durchweg positiv. Hilfsangebote gibt es reichlich und werden von DRK und Sozialverwaltung koordiniert.

Die Anwohner in Sand sollen weiterhin über den aktuellen Stand auf dem Laufenden gehalten werden. Geplant sind jetzt Aushänge an Stellen mit hohem Publikumsaufkommen.

Ingeborg Schmidt weiß über gut ausgebildetes Gemeinschaftsgefühl in der Unterkunft zu berichten: "Die Großen passen auf die Kleinen auf, egal, ob es die eigenen sind. So kommen die jungen Eltern auch mal in Ruhe zum Essen." Wobei die Nationalitäten stark gemischt sind: Die Staaten des südlichen Balkan sind ebenso vertreten wie Iran, Irak, Afghanistan und Syrien; auch afrikanische Flüchtlinge sind darunter. Gedolmetscht werden muss kaum; viele sprechen Englisch, die wiederum in ihre Heimatsprachen übersetzen können.

Bürgermeister Lutz Urbach ist erleichtert, so viele kompetente Hilfe an der Hand zu haben: "Ich kann nur vor allen Beteiligten den Hut ziehen und mich herzlich bedanken, dass diese Mammutaufgabe so reibungslos gestemmt wurde."

"Nur bis Ende der Sommerferien"
Wie lange die Menschen bleiben, ist nach wie vor ungewiss. Beate Schlich hat auf Nachfrage die Aussage der Bezirksregierung erhalten, dass die in kommunalen Turnhallen erstaufgenommenen Personen bis zum Ende der Sommerferien wieder in Landeseinrichtungen zurückgeführt werden sollen.

Notfallpläne für den Sportunterricht
Um den Sportunterricht der umliegenden Schulen sicherzustellen, ist deshalb bei der städtischen Sportverwaltung zur Zeit hohe Kreativität gefragt. Tatsache ist: Die Turnhalle am Schulzentrum Herkenrath wird seit Anfang der Sommerferien saniert und steht auch im neuen Schuljahr nicht zur Verfügung. Im Ersatzplan der Sportverwaltung war bislang die Turnhalle Sand in erheblichem Maße eingeplant. Sofern die Turnhalle über das Ende der Sommerferien belegt ist, müssen die Bemühungen um Belegungszeiten in den Sportstätten ausgeweitet und der notwendige Schülertransport organisiert werden. "Wir loten augenblicklich die Möglichkeiten nach allen Seiten aus", so Fachbereichsleiter Dettlef Rockenberg. Dieselbe Situation stellt sich für die Sportvereine dar, die ebenfalls versorgt werden müssen.

Sander Flüchtlinge bleiben voraussichtlich nicht in Bergisch Gladbach
Zur Zeit befinden sich in Bergisch Gladbach 689 Flüchtlinge und Asylbewerber, die regulär durch die Landesbehörden der Stadt zugewiesen wurden. Hinzu kommen die zurzeit 42 Personen, die in Sand einquartiert sind. Der Abteilungsleiter für Flüchtlingsarbeit in der Sozialverwaltung, Andreas Kuhlen, weist deutlich darauf hin, dass diese beiden Personenkreise voneinander zu unterscheiden sind, was ihren Status anbetrifft: "Mit der Turnhalle in Sand ersetzen wir quasi eine Erstaufnahmeeinrichtung des Landes, wie sie zentral in Dortmund oder Bielefeld existieren." Demnach werden die Personen auch aller Voraussicht nach nicht in Bergisch Gladbach bleiben: "Wir gehen davon aus, dass diese Flüchtlinge wieder zurückgeführt werden, um erneut von einer zentralen Einrichtung aus an Kommunen überwiesen zu werden."

(Quelle: Pressemitteilung der Stadt Bergisch Gladbach)

27.07.2015 - DRK-Second-Hand-Laden versorgt Flüchtlinge mit Kleidung

Der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. hat am Freitagabend gemeinsam mit der Stadt Bergisch Gladbach mit der Erstaufnahme von Flüchtlingen begonnen. An der Turnhalle im Stadtteil Sand hielt um 20:45 Uhr ein Bus mit 42 Menschen, darunter vier Familien, zwei Ehepaare und viele Alleinreisende aus 14 unterschiedlichen Ländern. 

Nachdem die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bereits am Vortag alles vorbereitet hatten, verlief die Ankunft problemlos: Die Neuankömmlinge wurden vor Ort von den Verantwortlichen des DRK und der Stadtverwaltung in Empfang genommen. Nach einer warmen Mahlzeit begannen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DRK damit, alle Personen zu registrieren. Im Anschluss führte ein vierköpfiges Ärzteteam die notwendige, medizinische Untersuchung durch. Die erforderlichen Röntgenaufnahmen wurden am Samstagvormittag nachgeholt.

Das Wochenende verlief nach Angabe der ersten Vorsitzenden Ingeborg Schmidt ohne größere Probleme, lediglich der Temperaturumschwung machte den Flüchtlingen zu schaffen. Damit niemand frieren musste, öffnete der DRK-Second-Hand-Laden am Sonntag kurzerhand seine Türen und die DRK-Helfer konnten einige Kisten gut erhaltener Kleidung mit nach Sand nehmen. Dort wurde jeder mit warmer Kleidung und festen Schuhen ausgestattet. "Am Wochenende ging es darum, die Grundbedürfnisse der Flüchtlinge zu sichern: Unterkunft, Nahrung und Kleidung. Dies konnten wir sicherstellen." erklärt die erste Vorsitzende Ingeborg Schmidt.

Auch für die Reinigung der Kleidung wurde eine Lösung gefunden: Eine Wäscherei kommt zum Wochenbeginn die schmutzige Kleidung abholen. Damit auch jeder sein Kleidungsstück wieder findet, wird die Kleidung in Wäschesäcken sortiert und beschriftet.

In den nächsten Tagen wird es darum gehen, den Alltag der Flüchtling in der Notunterkunft so angenehm wie möglich zu gestalten: Spielsachen für die Kinder stehen bereits zur Verfügung und ein Fernseher wurde im Aufenthaltsraum aufgebaut.

Sachspenden nimmt das Deutsche Rote Kreuz gerne im Second-Hand-Laden auf der Hauptstraße 261 in Bergisch Gladbach entgegen. Dort wird das Material sortiert und bei Bedarf nach Sand gebracht. Von einer Direktanlieferung an der Notunterkunft bitten die Verantwortlichen abzusehen.

26.07.2015 - Stadtverwaltung und DRK zufrieden mit dem Start der Erstaufnahmeeinrichtung ist Sand

Die Stadt Bergisch Gladbach hat am Freitagabend (24. Juli 2015) mit der von der Bezirksregierung Köln kurzfristig angewiesenen Erstaufnahme von Flüchtlingen begonnen. An der Turnhalle im Stadtteil Sand hielt um 20:45 Uhr ein Bus mit 42 Menschen.

Das Deutsche Rote Kreuz hatte bereits seit Donnerstagabend (23. Juli 2015) alles vorbereitet und das Gebäude in eine Flüchtlingsunterkunft verwandelt (nähere Fakten siehe unten).

Ursprünglich lautete die Anweisung der Bezirksregierung, dass 80 Personen nach Bergisch Gladbach kommen sollten. Erst nach Abfahrt des Busses in Dortmund wurde eine Liste an die Stadtverwaltung gesendet, dass insgesamt 42 Flüchtlinge aus 14 Nationen auf dem Weg in die Kreisstadt sind. Unklar ist, ob in den nächsten Tagen gegebenenfalls weitere Menschen zugewiesen werden. Bislang hat die Stadtverwaltung dazu keine Informationen.

Die Neuankömmlinge, darunter vier Familien, zwei Ehepaare und viele Alleinreisende, wurden vor Ort von den Verantwortlichen des DRK und der Stadtverwaltung in Empfang genommen und begrüßt.

Im Aufenthaltsraum gab es direkt eine warme Mahlzeit. Danach begannen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DRK damit, alle Personen zu registrieren. Im Anschluss führte ein fünfköpfiges Ärzteteam die notwendige, medizinische Untersuchung durch. In einem Untersuchungsbus, der mit allen notwendigen medizinischen Geräten ausgestattet ist, sowie in einem Medizinzelt konnte schnell parallel gearbeitet werden, so dass bereits um 22:30 Uhr die medizinische Behandlung abgeschlossen werden konnte.

Die erste Nacht in der Einrichtung verlief nach Angaben der Ersten Vorsitzenden des Kreisverbandes des DRK, Ingeborg Schmidt, ruhig.

Im Verlauf des Samstagvormittag (25. Juli 2015) wurden die Flüchtlinge zum Röntgen ins Krankenhaus gebracht. Dies war ebenfalls notwendiger Bestandteil der umfangreichen medizinischen Aufnahme. Der Allgemeinzustand der Menschen wird von den Medizinern als insgesamt gut bezeichnet.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereich 5, Jugend und Soziales, waren am Samstagmorgen vor Ort, um die notwendige Registrierung der Personalien für die Verwaltung durchzuführen. Zudem verteilten sie ein erstes Taschengeld.

Das Wochenende wird nun dafür genutzt, dass das DRK als Betreiber der Einrichtung die Arbeit in Absprache mit der Stadtverwaltung optimal aufnimmt.

"Zum Wochenbeginn", so kündigt Beate Schlich als zuständige Fachbereichsleiterin an, "werden dann weitere Aufgaben für die Verwaltung definiert." Es müssen Lösungen für die Sportplatz-Frage gefunden werden. Außerdem gibt es jetzt bereits viele Anfragen von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die bei der Flüchtlingshilfe unterstützen möchten. "Über diese Hilfsbereitschaft freuen wir uns sehr und wir möchten schnell Wege finden, um sie auch nutzen zu können", erläutert Beate Schlich.

Die Verwaltung beabsichtigt zudem zeitnah eine Informationsveranstaltung im Ort. Dabei möchten die Verantwortlichen zu gut wie möglich die vielen offenen Fragen beantworten.

(Quelle: Pressemitteilung der Stadt Bergisch Gladbach)

25.07.2015 - Nur halb so viel wie erwartet: 42 Flüchtlinge erreichen Bergisch Gladbach

Um 20.45 Uhr erreichte der Bus mit 42 Flüchtlingen aus 14 verschiedenen Ländern gestern Abend die Notunterkunft in Bergisch Gladbach-Sand. Die Ankunftszeit hatte sich immer weiter nach hinten verschoben und auch die Zahl der Flüchtlinge wurde eine Stunde vor Eintreffen noch einmal um fast die Hälfte reduziert. Für die DRK-Helfer konnte die Situation dadurch etwas entspannt werden, hatte man sich doch auf 80 Ankömmlinge vorbereitet. 

Nachdem die Notunterkunft bereits am Donnerstagabend fertig gestellt wurde, waren die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. seit den frühen Morgenstunden einsatzbereit. 80 Feldbetten wurden aufgebaut und mit Decken und Kissen für die eintreffenden Flüchtlinge vorbereitet. Mit Hilfe von Bauzäunen und Planen wurden kleinere Bereiche für bis zu 10 Personen abgetrennt. Ein Aufenthaltsraum mit angrenzender Essensausgabe wurde angrenzend an den Schlafsaal im Erdgeschoss eingerichtet. Eine Ausgabestelle für die Hygienepacks (bestehend aus zwei Handtüchern, Waschlappen, Duschgel, Kamm, Zahnbürste, Zahnputzbecher, Zahnpasta, Deo und Rasierern für die Männer) wurde ausgestattet.

Nachdem die Flüchtlinge durch die Helferinnen und Helfer des DRK-Kreisauskunftsbüros registriert wurden, wurden sie zur Untersuchung in den von der Firma Jola-Rent bereitgestellten Notfallbus überwiesen. Hier kümmerte sich ein Team aus vier Ärzten unter der Leitung von Dr. René Drouven um die medizinische Erstversorgung der Flüchtlinge.  Der Untersuchungsbus, der mit allen notwendigen medizinischen Geräten ausgestattet ist, kommt im Rahmen der Flüchtlingshilfe erstmals im Rheinisch-Bergischen Kreis zum Einsatz und bietet den Medizinern eine angemessene Umgebung für die notwendigen Untersuchungen.

Nach Bescheinigung Gesundheit der Neuankömmlinge, wurden diese mit Hygienepacks ausgestattet und konnten nach einer warmen Mahlzeit erst einmal in dem für sie vorgesehenen Feldbett zur Ruhe kommen.

Den Einsatzplan für die nächsten Tagen haben die Gruppenführer Kristina Schmidt und Julia Erley unterdessen erstellt. In einem Drei-Schicht-System können die ehrenamtlichen DRK-Helferinnen und Helfer die Betreuung und Versorgung der Flüchtling in der Turnhalle in Sand für die nächsten Tage gewährleisten.

24.07.2015 - Ankunft der Flüchtlinge verzögert sich

Seit den frühen Morgenstunden ist in der Notunterkunft in Bergisch Gladbach-Sand alles für die Ankunft der Flüchtlinge vorbereitet: Die Betten sind aufgebaut, die Verpflegungsstation eingerichtet, die Registrierung startklar und auch das Ärzteteam hatte gegen Mittag Stellung bezogen. Doch die Ankunft der Flüchtlinge verzögert sich.

Gegen 14.30h erreichte die erste Vorsitzende des DRK-Kreisverbands Ingeborg Schmidt der Anruf aus der Stadtverwaltung. Die Ankunft der Flüchtlinge wird nicht wie angekündigt "gegen Mittag" stattfinden, sondern frühestens für 18.00 Uhr erwartet. Für das DRK-Führungsteam und den Krisenstab der Stadt Bergisch Gladbach bedeutet dies eine logistische Meisterleistung, doch das Team aus Rotkreuz-Helfern, Mitarbeitern der Stadtverwaltung (Fachbereich 5), Ärzten, Krankenhäusern und Arztpraxen beweist gute Nerven. Einsatzstärke und Einsatzbereitschaft werden beibehalten; das "Programm" lediglich um Stunden nach hinten verschoben.

"Oberste Priorität hat weiterhin die Registrierung und ärztliche Untersuchung der Flüchtlinge", bestätigt die erste Vorsitzende des DRK-Kreisverband Ingeborg Schmidt. "Egal wann die Flüchtlinge ankommen: dies werden wir abwickeln müssen." Dies bestätigt auch der leitende Facharzt Dr. René Drouven, der mit einem Team von weiteren vier Ärzten die Erstuntersuchung vornehmen wird. Zur radiologischen Untersuchung, um Tuberkuloseerkrankungen auszuschließen, werden die Flüchtlinge unmittelbar morgen Vormittag in eine Praxis gebracht. Diese hat ihre Einsatzbereitschaft für den Samstag zugesichert. Auch das Marienkrankenhaus bot kurzfristige Unterstützung an und stellte den Rotkreuzlern Schutzkittel und Mundschutz zur Verfügung.

Kreisbereitschaftsleiter Steffen Schmidt ist unterdessen bemüht, die anwesenden 30 Helfer bis zum tatsächlichen Einsatz zu schonen und zu stärken. "Wir haben gestern Abend und heute Vormittag sehr effektiv gearbeitet. Material und Personal sind einsatzbereit. Jetzt heißt es abwarten und reaktionsfähig bleiben."

Trotz der verzögerten Ankunft kann auch die Warmverpflegung der Flüchtlinge gewährleistet werden. Dank der sehr guten Zusammenarbeit mit dem DRK-Seniorenzentrum in Wipperfürth, die auch in den kommenden Tagen die Verköstigung der Flüchtlinge sicherstellen werden, wird der Gemüseeintopf einfach drei Stunden später angeliefert.

Für die zahlreichen Helferinnen und Helfer heißt es jetzt abwarten und darauf hoffen, dass sich die Ankunft nicht noch weiter verzögert.

24.07.2015 - Die Notunterkunft steht

Um 23:00 Uhr konnten sie ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. vorerst nach Hause fahren. Die Notunterkunft in der Turnhalle in Sand war vollständig eingerichtet und alles für die Ankunft der Flüchtlinge vorbereitet.

Der Fußboden der Turnhalle wurde mit Gummiboden ausgelegt, Feldbetten zusammengebaut und aufgestellt, die sanitären Einrichtungen vorbereitet, die Registrierung aufgebaut, ein Notfallbus für die Erstuntersuchung aufgestellt und ausgestattet, Hygienepacks zusammengestellt und die Wege in der Notunterkunft ausgeschildert. "Durch die gute Zusammenarbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer hat der Aufbau problemlos geklappt. Auch der Sportverein hatte Verständnis für die ungewöhnliche Situation und hat die Turnhalle umgehend geräumt", erläutert Kreisbereitschaftsleiter Steffen Schmidt den gestrigen Abend.

Für die Ankunft der Flüchtlinge ist nun alles vorbereitet: Nach der Untersuchung in dem von der Firma Jola-rent zur Verfügung gestellten Notfallbus werden die Flüchtlinge vom Kreisauskunftsbüro registriert und erhalten ihre Hygienepacks. Diese beinhalten alles notwendige für die ersten Tage: Seife, Handtücher, Waschlappen, Rasierer, Deo, Zahnbürste, Zahnpasta und vieles mehr.

Auch für die Mahlzeiten-Versorgung ist das DRK vorbereitet. Die Kaltversorgung wird von den Ehrenamtlern selbst gestemmt. Hierfür halten sie Getränke sowie kleinere Snack sowie ausreichend Bestandteile für das Frühstück bereit. Die warmen Mahlzeiten werden in den kommenden Tagen vom DRK-Seniorenzentrum in Wipperfürth zubereitet und nach Bergisch Gladbach geliefert. Das Team um Küchenchef Christian Krabsch hat den Essensplan für die nächsten Tagen bereits fertig gestellt und sieht sich der anstehenden Aufgabe gewachsen.

23.07.2015 - Bergisch Gladbach erwartet 80 Flüchtlinge: DRK-Helfer bereiten die Notunterkunft vor

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer de´s DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. richten die Notunterkunft in der Turnhalle in Bergisch Gladbach-Sand ein. Feldbetten, Decken, Tische, Stühle, Hygienepacks und vieles mehr werden vom Katastrophenschutzzentrum in der Jakobstraße nach Sand verladen.

Die Flüchtlingssituation in der Stadt Bergisch Gladbach hat sich dramatisch verschärft. Am Mittwochnachmittag ist der Stadtverwaltung durch die Bezirksregierung telefonisch angekündigt worden, dass sie am heutigen Donnerstag mit der Aufnahme von 150 weiteren Flüchtlingen rechnen müsse.

Bürgermeister Lutz Urbach erreichte durch Verhandlungen, dass voraussichtlich "nur" 80 Flüchtlinge auf einmal ankommen - und dann auch einen Tag später, also am Freitag. Bis dahin sollen die Turnhalle im Stadtteil Sand und sowie ein Pavillon auf dem Schulgelände in Herkenrath hergerichtet werden.

Und genau hierfür greift die Stadt Bergisch Gladbach auf die Hilfe des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. zurück. Die Rotkreuzler übernehmen ab sofort die Erstversorgung der Flüchtlinge in der Turnhalle in Bergisch Gladbach-Sand.

Die Alarmierung erreichte die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer heute um 16:24 Uhr. Kurze Zeit später fanden sich 53 Helferinnen und Helfer am Katastrophenschutzzentrum der Jakobstraße in Bergisch Gladbach ein, um von dort die notwendigen Materialien zur Notunterkunft nach Sand zu bringen. Bis morgen früh müssen Schlafmöglichkeiten in Form von Feldbetten und Decken aufgebaut, ein Untersuchungsraum hergerichtet, eine Versorgungsstation mit Getränken und Snacks aufgebaut, eine fachgerechte Registrierung durch das Kreisauskunftsbüro sichergestellt und eine Erstausstattung in Form von Hygienepacks zusammengestellt werden. Wie lange diese Form der Unterbringung notwendig ist, werden die nächsten Tage zeigen. Die Rotkreuzler sind auf jeden Fall vorbereitet und können die Erstversorgung in gewohnt fachmännischer Form gewährleisten.

"Für genau so etwas sind wir da", bestätigt die erste Vorsitzende des DRK-Kreisverbands Rheinisch-Bergischer Kreis, Ingeborg Schmidt. Sie selbst war gemeinsam mit dem stellvertretenden Kreisbereitschaftsleiter Steffen Schmidt seit dem ersten Anruf der Stadt Bergisch Gladbach in die Planungen involviert und kümmert sich mit einem Team von mehr als 50 Helferinnen und Helfern um die Unterbringung der Flüchtlinge. Ob es sich um Männer oder Frauen handelt oder aus welchem Land die Flüchtlinge kommen, ist aktuell noch nicht bekannt. "Mit unseren Helferinnen und Helfern aus dem Betreuungs- und Verpflegungsdienst, Technikern und Sanitätern wird es uns gelingen, den Flüchtlingen einen sicheren und angemessenen Aufenthaltsort für die nächsten Tage zur Verfügung zu stellen." bestätigt Steffen Schmidt das Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.