Kontakt

Petra Jessee
(Einrichtungsleitung)
T: 02202-129620
F: 02202-189657
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Kita
Franz-Heider-Straße
Franz-Heider-Straße 58
51469 Berg. Gladbach 

Sprachtherapie

Auch die sprachtherapeutische Arbeit in unserer integrativen Kindertagesstätte wird von den vorangegangen Ausführungen und Überzeugungen getragen und dient dem Ziel, die Kinder in der individuellen Entwicklung ihrer Fähigkeiten und ihrer Persönlichkeit zu unterstützen. Wir alle wissen, wie wichtig Sprechen ist. Dies wird uns besonders deutlich, wenn uns die Stimme, die Sprache oder das Sprechen versagt. Die Art zu sprechen und uns auszudrücken ist Teil unserer Persönlichkeit. Wir sind darauf angewiesen, die richtigen Worte zu finden und deutlich zu sprechen, wenn wir anderen etwas mitteilen, uns verständlich machen, uns durchsetzten möchten. Eng miteinander verbunden sind auch das Sprachvermögen und das Selbstbewusstsein. Schließlich ist gutes Sprechen und Verstehen ebenso wichtig beim Schreibenlernen. Wer sich gut ausdrücken kann, hat es leichter, seine Gedanken schriftlich darzulegen.

Kinder lernen Wörter und deren Bedeutung nicht dadurch, dass jemand vorspricht und sie nachsprechen. Dann würden die Wörter zusammenhanglos in ihrem Kopf herumspuken. Kinder erlernen Sprache in kommunikativen Situationen mit anderen, sowohl Kindern als auch Erwachsenen. Wenn nämlich Handlungen kommentiert, Gegenstände benannt, Eigenschaften erfahren werden.

Die Sprachtherapie erfolgt je nach Situation des Kindes mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Einzeltherapie oder in einer Kleingruppe. Die Methoden, die die Sprachtherapeutin anwendet, orientieren sich ebenfalls an der individuellen Situation und Bedürftigkeit des Kindes. Eine besondere Bedeutung kommt in diesem Rahmen der ganzheitlichen Betrachtungsweise von Sprachentwicklungsverzögerungen und Sprachentwicklungsstörungen zu. Die Inhalte der therapeutischen Einheiten sind eng mit dem Spielalltag und dem Lebensumfeld der Kinder verknüpft.

Da eine positive Beeinflussung der kindlichen Entwicklung, insbesondere der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, nur im engen Austausch mit den Erziehungsberechtigten und allen pädagogischen und therapeutischen Fachkräften gewährleistet werden kann, führen wir in unserer Kindertagesstätte im integrativen Bereich vierteljährlich Entwicklungsgespräche durch.

Inhalte der Sprachtherapie

Inhalte der Sprachtherapie der Kinder, deren Entwicklungsstand nicht über dem 2. Lebensjahr hinausgeht, sind vorwiegend Funktionsspiele. Hierbei lernt das Kind Materialien mit unterschiedlichen Sinnen kennen, so nimmt das Kind den Gegenstand anfangs in den Mund, später wird die Handlung des Kindes immer konkreter. Das Kind führt z.B. die Haarbürste zum Kopf, es hat gelernt, wie die Dinge funktionieren. Ist dem Kind die Bedeutung des Gegenstands bewusst, so ist die Voraussetzung geschaffen, dass das Kind lernt, diese Handlung oder diesen Gegenstand zu verbalisieren.

Ist der Entwicklungstand des Kindes zwischen ca. 2 und 4 Jahren, so ist die Therapie gekennzeichnet von Symbolspielen. Das Kind entdeckt „So-tun-als-ob“-Spiele. So kann aus einer Banane ein Telefon werden. Noch findet das Spiel zwischen dem Kind und dem Gegenstand statt. Erst allmählich kann es sich auch für andere Kinder öffnen. Ziel ist es, dass das Kind gehörte Wörter in seiner Vorstellung vergegenwärtigt. Das Telefon z.B. muss das Kind nicht mehr sehen, um zu wissen, dass es das gibt. Durch das Symbolspiel bekommen die Wörter eine kommunikative Bedeutung. Der Wortschatz wird dabei erweitert und die Lautbildung weiter erworben. Nun interessiert sich das Kind evtl. auch für erste Gesellschaftsspiele. Hierbei kann es mit ersten Farben, Formen und Zahlen vertraut gemacht werden, soziale Regeln werden gefördert und die Frustrationstoleranz des Kindes kann so erweitert werden.

 Ist das Kind nun ca. auf dem Entwicklungsstand eines 4- 6 jährigen Kindes, so nimmt das Rollenspiel immer mehr Raum in der Therapie ein. Dabei sind die Ideen des Kindes und nicht mehr die Gegenstände selbst handlungsbestimmend. Durch das aktive Erschaffen baut das Kind innere Vorstellungen von Alltagshandlungen auf. Infolge dessen entsteht ein immer größerer Wortschatz. Nur was gedanklich gespeichert ist, kann auch verstanden und wiedergegeben werden. Ziel ist es, dass das Kind nun auch Geschichten versteht. Was die Sprachproduktion betrifft, so ist es Ziel, dass das Kind nun komplexere Sätze bildet, sich auf das Gesagte von Anderen bezieht, selbst Informationen gibt und Fragen stellt. Das Kind sollte Sprache nutzen, um seine eigenen Vorstellungen mitzuteilen. Es soll in dieser Phase lernen, Bedürfnisse von anderen Kindern zu akzeptieren und diese mit in den Spielplan einzubeziehen. Dieses Verhalten soll sich auch in der Sprache widerspiegeln