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Ein Jahr Flüchtlingshilfe

Juli 2015-Juli 2016:
Ein spannendes Jahr in der Flüchtlingshilfe liegt hinter den Rotkreuzlern. Was in dieser Zeit alles passiert ist, können Sie hier in chronologischer Reihenfolge nachlesen.

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Flüchtlingshilfe

DRK-Flüchtlingshilfe im Rheinisch-Bergischen Kreis
Seit Juli 2015 engagiert sich der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. in der Flüchtlinshilfe. Zu Spitzenzeiten wurden mehr als 1.100 Flüchtlinge parallel in 13 verschiedenen Unterkünften - sowohl Erstaufnahmen als auch Regelunterkünfte - betreut. Dabei zeichnet sich der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. im Auftrag der Städte und Kommunen für die soziale, medizinische und hauswirtschaftliche Versorgung der Flüchtlinge verantwortlich.

Ein multiprofessionelles Team aus Sozialarbeitern- und pädagogen, Dolmetschern, medizinischen und hauswirtschaftlichen Fachkräften unterstützt die Flüchtlinge in ihrem Alltag, bietet Hilfestellung in den unterschiedlichen Lebenssituationen und begleitet sie auf dem Weg in ein eigenverantwortliches Leben in Deutschland. Dabei stehen die Vermittlung der deutschen Sprache und damit die Integration der Flüchtlinge im Fokus der Arbeit.

Engagierte ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unterstützen die Arbeit des Roten Kreuzes und bieten beispielsweise Sprachkurse an.

Wie sieht es aktuell (Mai 2017) im Rheinisch-Bergischen Kreis aus?
Der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. betreibt zur Zeit vier Regelunterkünfte in Bergisch Gladbach:

  • DRK-Flüchtlingsunterkunft Katterbach (382 Plätze; zur Zeit stillgelegt)
  • DRK-Flüchtlingsunterkunft Lückerath (286 Plätze; belegt mit 154 Personen
  • DRK-Flüchtlingsunterkunft Paffrath-Hand (150 Plätze; belegt mit 136 Personen)
  • DRK-Flüchtlingsunterkunft Senefelder Straße 7 (153 Plätze; belegt mit 152 Personen)
  • DRK-Flüchtlingsunterkunft Senefelder Straße 15 (42 Plätze; belegt mit 27 Personen)

Sie wollen sich ehrenamtlich engagieren?

Es gibt viele Arten, sich ehrenamtlich für und mit Flüchtlingen zu engagieren. Vom Sprachkurs über Angebote für Kinder bis hin zu Ausflügen und Unternehmungen in der Stadt. Neue Ideen sind dabei immer willkommen und werden von uns nach Möglichkeit in den Alltag in unseren Unterkünften integriert. Sprechen Sie uns gerne an! Gemeinsam überlegen wir, wie wir Ihre Fähigkeiten und Neigungen optimal in der DRK-Flüchtlingshilfe einsetzen können.

Kontakt:
DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V.
Hauptstraße 261, 51465 Bergisch Gladbach
Martina Paar (Koordinatorin Soziales Ehrenamt)
Tel: 02202-9364133, Fax: 02202-93641-894
EMail: m.paar[at]rhein-berg.drk[dot]de

Aktuell suchen wir Unterstützung in den folgenden Bereichen.

Wer ist ein Flüchtling?
Flüchtlinge sind im allgemeinen Sprachgebrauch Menschen, die ihre Heimat, meist ihr Herkunftsland, unfreiwillig verlassen haben, weil die politischen oder wirtschaftlichen Umstände kein menschenwürdiges Leben mehr erlauben, weil Verfolgung droht, sie Hunger und Durst leiden oder weil Bürgerkriege oder Kriege herrschen. Die Zahl der Fluchtgründe ist groß.

Von der Bezeichnung "Flüchtling" im allgemeinen Sprachgebrauch sind die Begriffe zu trennen, die die rechtliche Situation von Flüchtlingen beschreiben: "Asylbewerber" oder "Asylsuchende" sind Menschen, die einen Asylantrag gestellt haben, über den noch nicht entschieden wurde. Nach einer positiven Entscheidung sind sie "Asylberechtigte", "anerkannte Flüchtlinge", "subsidiär Geschützte" oder auch "international Schutzberechtigte".

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland gewährt politisch Verfolgten seit 1949 das Recht auf Asyl, also das Recht, in Deutschland zu leben. Und auch die Europäische Union räumt Flüchtlingen inzwischen weitreichende Rechte ein, die in Deutschland beachtet werden müssen. Daher begründen auch Kriege und Bürgerkriege seit Mitte der 2000er Jahre ein Recht auf Aufnahme: Das Recht auf Asyl wurde um den sogenannten ergänzenden oder subsidären Flüchtlingsschutz erweitert.

Ankommen in Deutschland - Wer ist verantwortlich?
Während der Bund (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) für die Anerkennung der Flüchtlinge zuständig ist, liegt die Aufnahme und Versorgung von Flüchtlingen in der Verantwortung der Länder und Kommunen. Diese können sowohl private Organisationen als auch Hilfsorganisationen, wie das Deutsche Rote Kreuz, mit dem Betrieb einer Unterkunft und der Betreuung von Flüchtlingen beauftragen.

Warum hilft das DRK?
Für das DRK ist entscheidend: Flüchtlinge sind Menschen, die aus extremen Situationen kommen, oft Grausames erlebt haben und hier vor völlig neuen und unklaren Situationen stehen. Für viele bedeutet der Neustart in Deutschland einen sozialen Abstieg und den Verlust von Sicherheit, auch in Bezug auf die eigene Person und Identität. Flüchtlinge sind daher in vieler Hinsicht auf Unterstützung angewiesen. Entsprechend unserer Grundsätze setzen wir uns im Zeichen der Menschlichlichkeit
für Flüchtlinge ein und begleiten sie bei ihren ersten Schritten in Deutschland.

Was sind die Ziele?
Nachdem die Flüchtlinge mit dem Nötigsten versorgt und zur Ruhe gekommen sind, steht die Integration im Mittelpunkt der täglichen Arbeit. Unsere Aufgabe ist es, den Menschen zu helfen, ihre eigenen Fähigkeiten zu erkennen und zu nutzen, um sich in Deutschland ein selbstständiges Leben aufbauen zu können.